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Wednesday, November 8th 2006, 2:59pm

Internationale Insektentauschbörse in Frankfurt

Die Internationale Insektentauschbörse in Frankfurt am Main gibt es seit über 100 Jahren.
Es ist wohl die größten Veranstaltungen dieser Art in Europa.

Wer war in Frankfurt?
Warum bist du hingegangen?
Wie war der allgemeine Eindruck?
Was hat dir besonders gefallen?
Was weniger?

Es ist sicher spannend von anderen zu hören, was sie an diesem Wochenende in Frankfurt erlebt haben, als Aussteller oder Besucher.

Gruss, Marc

thomasb

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2

Wednesday, November 8th 2006, 5:46pm

Ich war bereits das 5. mal in Frankfurt, dieses Jahr erstmal am Sonntag und war gegenüber den vorangegangenen Jahren etwas enttäuscht (relativ wenig livestock). Aber wahrscheinlich war ich einfach zu spät dran, und die guten Sachen sind am Samstag weggegangen.

Gut war sicher, daß es im Gegensatz zu den Vorjahren Futter für die fleischfressenden Gliedertiere gab, wenn auch zu (für eingefleischte Terrarianer) überhöhten Preisen, aber als Erstversorgung brauchbar.

soviel fürs erste
Thomas
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torsten

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3

Wednesday, November 8th 2006, 8:33pm

RE: Internationale Insektentauschbörse in Frankfurt

Hallo,

auf der Börse in Frankfurt war ich dieses Jahr seit langer Zeit wieder einmal. Diesmal mit Blick auch auf die in der actias vorangegengenen "Artenschutz-Diskussionen" in diversen Beiträgen (z.B. I.podalirius) und den Hinweisen des Entomologischen Vereins Apollo auf seine Börsenordnung. Ich hatte die Befürchtung das sich da für unser "Hobby" etwas Schlimmes anbahnt.

Aber Entwarnung: Der erste Tisch (mit einem Schild "Organisation")nach der Kasse im ersten O.G:
ein Kasten mit ca 4 verschiedenen Arten Zygaenidae mit einer Gemeinsamkeit: kein Fundortzettel, dafür aber nur noch 12 statt 15 Euronen. Daneben ein Kasten mit u.A. Bläulingen (ex Deutschland) für weiss nicht mehr wieviel, dafür aber geschützteTagfalter...

Dass hier kein falscher Eindruck entsteht: Meiner Meinung nach ist der Artenschutz wie er in Deutschland praktizipiert wird Krampf, wir (Hobby-) Entomologen sollten mit den Tieren handeln dürfen.

zum Zweiten ist mir Aufgefallen das ab 11 Uhr am Sonntag die ersten Auststeller zusammenpackten. Um 1 Uhr die Halle halb leer, das fand ich nicht gut, viele Nicht-Entomologen kamen da noch und fragten warum gehen die denn schon, das geht doch bis 16 Uhr? (Habe ich persönlich mitbekommen). Das ist aber anscheinend immer so: Im März in Esslingen, in Weiden und jetzt in Frankfurt: Stunden vor dem Ende gehen die Aussteller.

Grüße an alle Kollegen, Torsten

torsten

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4

Wednesday, November 8th 2006, 8:45pm

RE: Internationale Insektentauschbörse in Frankfurt

noch etwas ist mir Aufgefallen, habe ich eben vergessen zu posten..

Das Preisniveau ist im Gegensatz zu Weiden und Esslingen deutlich höher:
Ein Beispiel: In Weiden bekam ich von 2 Händlern Schmetterlinge zu Bestimmungsübungen zu 0,25 Euro das Stück, dafür wurde ich in Frankfurt nur ausgelacht.

Grüße, torsten

Glossina

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5

Wednesday, November 8th 2006, 10:21pm

Hallo zusammen,

ich gehe seit vielen Jahren regelässig zur FFM-Börse und kenne die Situation noch, als inzwischen ausgestorbene Rassen des (roten) Apollofalters z.B. aus dem Elsass, aus Schlesien oder aus dem Serpentingebirge im Burgenland offen gehandelt wurden. Auch entsinne ich mich an das eine oder andere Paar des "Alexandra-Vogelflüglers" zum damaligen Wahnsinnspreis von DM 2.000. Nicht, dass ich diese fast absolute Freizügigkeit trotz des eindeutigen Naturschutzgesetzes im Nachhinein 'gut' finde, aber die Viecher (Apollos) kamen zumeist aus alten Sammlungen, und die heutige Kriminalisierung des Besitzes auch dieser alten Falter hat nicht mitgeholfen, die Bestände der "Überlebenden" nachhaltig zu sichern. Entbuschung und Beweidung zur rechten Zeit wären da schon besser gewesen. Auch wäre es schön gewesen, hätte man das eine oder andere Strassenverkehrsamt daran hindern können, die Strassenränder im Apollo-Fluggebiet (z.B. im mittleren Bayern) just in der Flugzeit der Falter auf Golfrasenhöhe zu kürzen. Aber das ist ein anderes Thema ....

Tatsächlich ist in Frankfurt die Vielschichtigkeit des ausgestellten Materials sehr gross. "Spezialisten" und "Kenner" kommen am Samstag, auch solche, die gutes Lebendmaterial suchen (vergleichbar den Leuten mit der Taschenlampe auf dem Flohmarkt). Das war schon immer so.
Sonntags kamen früher, als die Computer noch nicht so verbreitet waren (oder man mehr mit der 'Natur' oder der Familie anfangen konnte ?) viele Familien mit älteren Kindern oder Jugendliche. Hier wurde dann oft der Anfängerbestand ergänzt, Rat geholt oder die erste Kiste mit Tropenfaltern zusammengekauft. Es herrschte an allen Tagen mordmäßiges Gedränge. Dieses Interessentensegment fehlt heute fast ganz. Verantwortlich hierfür ist AUCH neben der Interessenverschiebung das fehlende oder anderweitig verwendete Geld. Darum, wie Torsten feststellte, räumte sich der Saal am Sonntag schon gegen Mittag. Auch sind die Preise gestiegen, so dass jeder Prioritäten setzen muss. (Man munkelt übrigenst, die Börse soll 2007 nur noch an einem Tag, dem Samstag, stattfinden.)

Artenschutzrechtliche Kontrollen finden regelmäßig statt (auch wenn dabei schon einmal zwei Papilio chikae übersehen werden. Groß genug sind sie eigentlich). Ich denke (zunächst noch ?) geht es überwiegend um Ornithopteren und andere gefährdete Tropenfalter lt. CITES. "Der" Apollo ist in Frankfurt ohnehin geächtet. "Apollofalter" z.B. aus dem asiatischen Raum und sofern es sich nicht um Parn. apollo handelt, waren bisher nie ein Schutzthema ("Papa Papillion"). Würde man sich aber streng an die FFH-Richtlinie halten, so hätten sicher 20 Leute mit Nachtkerzenschwärmern, Fledermausschwärmern und anderen in den Anhängen der Richtlinie "Gebrandmarkten" weniger glücklich aus der Wäsche geschaut, nicht zuletzt unsere östlichen Nachbarn. Schaut man in alle Gesetze und Verordnungen einschl. der Roten Listen (Hessen), so kann nur der auf der Börse kaufen oder verkaufen, der Kohlweisslinge und Brennesselfalter (außer anderen Insekten und tropischen Faltern) hat oder will. Also waltet zur Zeit die Gnade des nicht voll ausgeschöpften, gesetzlichen Handluingsspielraums.

Noch eine Bemerkung "zum Artenschutz, wie er in Deutschland praktiziert wird" (Torsten). Man kann das für falsch oder "Krampf" halten, und auf weiten Strecken könnte man, gelinde gesagt, einiges anders machen (als z.B. den Sammler pauschal zu verteufeln). Das Problem ist aber leider ähnlich wie bei der Strassenverkehrsordnung:
Vieles sieht man als Betroffener nicht ein. Es hilft aber nix, und es zählt schon gar nicht die eigene Sichtweise, solange es sich um gültiges Recht handelt. Was hilft ? Vielleicht brauchen wir neben überzeugenden Argumenten auch eine effektive Lobby in Berlin und Brüssel ?

Späte Grüße von

Michael
GL

torsten

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6

Wednesday, November 8th 2006, 11:44pm

RE: Internationale Insektentauschbörse in Frankfurt

Hallo,

@Michael
den"Thorsten" verzeihe ich dir latürnich.
Deinen Beitrag finde ich super, stimme ihm auch zu bis auf den letzten Absatz mit dem Vergleich zum Straßenverkehr, da geb ich meinen Senf später dazu.

@Administrator
ihr solltet meiner Ansicht nach eine neue Rubrik "Artenschutz" aufmachen und diesen Beitrag dort reinschieben.

@Papa Papillon
warst du auf der Frankfurter Börse? DEINE MEINUNG als neutraler Schweizer würde mich interessieren! Immerhin hast du dir ja die Börsenordnung reingezogen und den link in der actias gepostet, fand ich übrigens echt gut....

Grüße , torsten

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7

Thursday, November 9th 2006, 12:07am

RE: Internationale Insektentauschbörse in Frankfurt

Für mich war Frankfurt eigentlich immer eine Riesenchance, unser Hobby einem breiten Publikum vorzustellen.
Erreicht die Veranstaltung dieses Ziel heute noch?
Würde bei einer Reduktion auf einen einzigen Tag die Börse nicht zum reinen Insider-Anlass minimiert?

Und zum Thema Artenschutz:
Seid glücklich in einem Land zu leben, wo drei geschulte Damen vom Regierungspräsidium und
fünf bis acht (bestimmt schwer bewaffnete) Kriminalbeamte nichts Wichtigeres zu tun haben
als an einer Tauschbörse auf Apollo-Jagd zu gehen!

Als Schweizer (Nicht-EG-Mitglied!) bin ich natürlich ein bisschen neidisch auf den Grossanlass.
Was da in bedrückender Enge von den vielen Ausstellern angeboten wird, ist imposant.

Marc

Chutz

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Thursday, November 9th 2006, 12:21pm

Frankfurt

ich zähle mich auch zu den neutralen schweizern... und erlaube mir deshalb einen kommentar abzugeben.

das beste war das essen in dem china-restaurant.... nein ganz im ernst, es ist dies das erstemal gewesen, dass wir die frankfurter börse besucht haben.

positiv: viele namen mit denen man schon zu tun hatte, bekamen in frankfurt ein gesicht. es entstanden einige gute diskussionen (für mich jedenfalls). die vielfalt beim toten material war schon beindruckend (ist aber nicht mein ding).

negativ: langer anfahrtsweg (mit dem zug/u-bahn) aus der schweiz. gemäss börsenordnung türöffnung für das (zahlende) volk um 13.00. das heisst also warten. und wenn man endlich reinkommt drängt die zeit, denn der zug wartet nicht!
zumal wir um 12.50 reingekommen sind, und wie steht es in der börsenordnung? richtig "vorzeitiges erscheinen nicht erwünscht" (na ja, so ungefähr halt).
lebendmaterial? ja doch haben wir per zufall in dem X( gedränge :evil: unten im saal auch noch gefunden.
sorry aber hier muss ich sagen: he leute lasst euch etwas einfallen! räumt ein paar tische raus in den vorraum, oder was auch immer, nur einfach tut es!
wenn der ausstellungsraum auch in zukuft dermassen knapp bemessen ist, kann ich auf einen weiteren besuch der frankfurter börse gerne verzichten.

mfg

uwe

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Glossina

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Thursday, November 9th 2006, 12:57pm

Grüss Dich, Chutz,

schön, dass Du es einmal bis Mittelhessen geschafft hast. Der Weg aus der Schweiz ist weit. Ähnlich ging es mir, wenn ich ab und zu einmal in Zürich zu tun hatte. Diese Reisebeschwerlichkeit habe ich aber immer, besonders bei knapper Termination, da können die armen Frankfurter Börsenmacher nix dazu. Ich frage mich, wie das z.B. die Leute aus der Slowakei oder aus Wien und Modena, die ich traf, managen.
Das Gedränge hat deutlich im Vergleich zu den Vorjahren abgenommen (auch am Samstag).
Inzwischen ist die Haupthalle klimatisiert. Früher war's ein Ausflug in ein Regenwaldklima. Übrigens hörte ich, dass 27 Tische fehlten und erst mühselig beschafft werden mussten. Man versteht Vieles besser, wenn man die Hintergründe kennt.
Wenigstens hattest Du doch gute Gespräche und hast ein paar nette Leute kennen gelernt.

Wie sieht es eigentlich auf den anderen großen Börsen (z.B. in der Schweiz, Paris, London) aus (Vorteile, Nachteile) ?

Mit freundlichen Grüßen

Michael
GL

Ulrike

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10

Thursday, November 9th 2006, 1:51pm

Eigentlich ist es doch so, dass auf den Insektenbörsen früher nur präparierte Tiere ausgestellt und verkauft wurden.
Erst vor zirka 15 Jahren hat es langsam angefangen, dass auch Lebendmaterial angeboten wurde. Jetzt erwartet jeder,
dass er auf den Börsen mehr lebende Insekten findet, dabei können wir doch froh sein, wenn wir bei den Börsen als
Aussteller von lebenden Insekten zugelassen werden.
Wer lebende Insekten sucht, sollte sich wohl eher auf Terrarien- oder Reptilienbörsen umsehen.
Früher war ich auch öfter in Frankfurt, aber die Preise sind sehr gestiegen und das Angebot ist nicht mehr so umwerfend,
dass sich die lange Anreise von München nicht lohnt. Esslingen-Berkheim ist da viel interessanter. Preislich und von Tierangebot her auch.

thomasb

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Thursday, November 9th 2006, 1:59pm

Hallo chutz

"lebendmaterial? ja doch haben wir per zufall in dem gedränge unten im saal auch noch gefunden. sorry aber hier muss ich sagen: he leute lasst euch etwas einfallen"

in den letzten Jahren war das einfacher, weil die "Kleinanbieter" in der diesjährigen Garderobe waren, und dadurch leicht zu finden waren.

Wie wärs denn mit einem actias-Tisch auf der nächsten Börse, damit die nicknames ein Gesicht kriegen?

Gruß Thomas
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Rudi

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Thursday, November 9th 2006, 7:36pm

Guten Abend miteinander.

Ich war dieses Jahr das zweite mal als Aussteller in Frankfurt und zuvor einmal als Besucher.

Positiv ist auf alle Fälle jedes Jahr diese Menge an Insekteninteressierten mit denen man in Gespräch kommt und so neue Kontakte knüpfen kann. Besonders interessant war es dieses Jahr natürlich, wie schon mal angemerkt, dass viele Actias-Besessene plötzlich ein Gesicht bekamen (Rolf und Chutz, ich grüsse euch! :] , die nerii gedeihen prächtig)

Die Platzbedingungen sind jedoch jenseits von Gut und Böse. Schon letztes Jahr haben mein Zuchtkollege und ich einfach unseren Tisch genommen und sind damit in die Garderobe marschiert, da dort mehr Platz war. Auf anderen Insektenbörsen wird den Ausstellern ein gewisser Platz hinter den Tischen gewährt, so dass die "Kunden" und Kollegen problemlos von der anderen Seite an den Tisch treten können. Nicht so in Frankfurt. Und dieses Jahr war im Erdgeschoss der gesamte Garderobenbereich nicht genutzt. Dafür wurden wir Aussteller in den daneben liegenden Raum gequetscht. Ich war immer wieder erstaunt, wie es die Leute schaften, durch den Gang zu kommen, ohne mit dem Hintern entsprechende Schaukästen oder Puppenschachteln von den Tischen zu fegen. Auch ein Gespräch unter Zuchtkollegen ist in Ruhe kaum durchzuführen, da man mal von links, rechts oder hinten die Ellenbogen zu spühren bekommt. Und wenn man dann bedenkt, dass die Platzmiete für einen Tisch 25,-€ beträgt, finde ich das schon ein bisschen dreist.
Hier besteht für die Organisatoren der Börse ein dringender Handlungsbedarf, denn schon letztes Jahr wurden viele Stimmen laut, die sagten, wenn dies so weiterginge, könne man Frankfurt bald links liegen lassen.

Zu den Vorhaltungen, dass die Aussteller am Sonntag schon vor 16.00 Uhr abreisen, kann ich nur sagen, dass ich am Sonntag schon gar nicht mehr da sein kann. Ich muss spätestens am Sonntag Vormittag schon wieder unterwegs nach München sein, um es rechtzeitig nach Hause zu schaffen. So finde ich den Gedanken, die Börse auf den Samstag zu beschränken, gar nicht so abwegig.

Über die Preisgestaltung von Zuchtmaterial lässt sich natürlich streiten. Aber wie auch hier auf der Actias, werde ich ja nicht gezwungen etwas zu überteuerten Preisen zu kaufen. Ich kanns ja auch sein lassen. Aber so lange die entsprechenden Anbieter bei den Preisen genug verkaufen, wird sich dahin gehend auch nichts ändern. Angebot und Nachfrage. Und manche Käufer kucken halt auch nicht so genau, sind gierig und kaufen beim erstbesten Anbieter.

Aber in erster Linie sollte eine solche Börse doch dazu dienen, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, Informationen und Erfahrungen auszutauschen! Und dahingehend war die Frankfurter Börse auch dieses Jahr für mich wieder ein voller Erfolg, von den Rahmenbedingungen abgesehen. Denn diesen "Nationenmischmasch" mit den unterschiedlichsten Ansichten zu den ungewöhnlichsten Zuchtproblemen usw., fand ich bisher noch auf keiner anderen Börse.

Und als Schmetterlingszüchter oder -sammler (Käfer genauso!!) auf Terrarienbörsen auszuweichen, um dort Gleichgesinnte zu suchen, empfinde ich als nicht sonderlich brauchbaren Tip. Für Mantidenzüchter hat das sicherlich seinen Reiz (gruß an die mir noch unbekannte Ulrike ;) ). Aber das Gro der angebotenen Tiere auf den Insektenbörsen bilden nun mal Schmetterlinge und Käfer.

In diesem Sinne einen schönen Abend.

Rudi
Sphingiden - was sonst? :w00t: Sphingids - what else?

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Friday, November 10th 2006, 8:49am

Gedränge in Frankfurt

Was jetzt schon in mehreren Beiträgen erwähnt worden ist:
das Gedränge ist unangenehm für die Besucher,
macht den Rundgang eher zum Platzkampf als zum Vergnügen.
Und daß die Aussteller nicht hinter ihren Tischen stehen können,
das gibt es wohl kaum an einer anderen Ausstellung oder Börse.
Die engen Durchgänge wären übrigens in der Schweiz schon aus feuerpolizeilichen Gründen verboten.
Darf man eigentlich das Titus-Forum im Nordwestzentrum Frankfurt als Börsensaal in Frage stellen?
Oder ist das ein Tabu?
In Frankfurt und Umgebung finden jährlich über hundert ganz kleine bis riesengroße ähnliche Veranstaltungen in geeigneten Lokalitäten statt.
Gibt es keine Halle mit besserem Raumangebot?
Oder sind die alle viel zu teuer?

Vielleicht schreiben auch die Veranstalter hier ein paar Zeilen aus ihrer Sicht zu diesem Großanlaß.
Bei ACTIAS sind ja viele Apollo-Mitglieder registriert.

Ein Vergleich mit der Schweizer Insektenbörse in Kloten hinkt in jedem Fall.
Frankfurt ist um ein Mehrfaches grösser und internationaler.

Marc

FrankyM

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Sunday, November 19th 2006, 5:36pm

Insektenbörse wie lange wird es sie noch geben?

Ich war in den letzten 15 jahren jedes Jahr in Frankfurt auf der Börse, etwa 10 mal als Aussteller und kann deshalb die Entwicklung bis heute recht gut einschätzen.
2006 war - und ich habe mir das geschworen - für die nächsten Jahre der letzte Besuch. Warum?

Allgemein hat sich die Börse nicht zum Guten entwickelt - die Tischpreise haben sich vervielfacht, dieses Jahr bei den wohl kleinsten Tischen auf Börsen überhaupt mit 25.-EURO einen Höhepunkt erreicht. Auf diese Tische passen nicht mal 4 Kästen à 52 x 42 x 6 sondern eigentlich nur zwei.
Man sah abenteuerliche Konstruktionen bei vielen Händlern, um überhaupt etwas ausstellen zu können. Die Präsentation ist somit natürlich eine Katastrophe und führt zu weniger Absatz.
Überhaupt kann man sich ja fragen, warum man das alles tut und bei 50.- EURO für zwei Tische - früher haben die mal 20.- DM gekostet - muß ich schon eine Menge verkaufen.

Dazu kommt, dass alles so eng war, wie nie zuvor und trotz stark abgenommenen Publikumsverkehr stellenweise ein Chaos in den Reihen herrschte.
Alles, was ich gesehen habe, kann man ganz gemütlich in Internet kaufen - und das wird die entscheidende Frage der Zukunft sein: warum soll noch jemand auf eine Börse fahren? Die Veranstalter werden sich endlich mal mit dieser Frage zu beschäftigen haben und nicht jene immer mehr abzocken, die aus ganz Europa noch kommen, die Betonung liegt auf "Noch".

Das im Vergleich zum Vorjahr der große Saal im Untergeschoß leer blieb, zeigt doch eine Tendenz.
Die Börse attraktiver zu gestalten hat der Veranstalter bisher versäumt.

thomasb

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15

Tuesday, November 21st 2006, 3:57pm

RE: Gedränge in Frankfurt

Quoted

Papa Papillon schrieb:
Und daß die Aussteller nicht hinter ihren Tischen stehen können,
das gibt es wohl kaum an einer anderen Ausstellung oder Börse.
Die engen Durchgänge wären übrigens in der Schweiz schon aus feuerpolizeilichen Gründen verboten.


Bei der ebenfalls im Titusforum statfindenden Terrarienbörse eines kommerziellen Veranstalters, müssen die Anbieter hinter den Tischen stehen und die Gänge sind deutlich breiter ( aus feuerpolizeilichen Gründen)

Sicher gäbe es auch andere Hallen ( zb in Höchst) aber vielleicht ist der Vertrag ja zu langfristig, um schnell rauszukommen.

Gruß
Thomas
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Friday, November 24th 2006, 11:44am

RE: Insektenbörse wie lange wird es sie noch geben?

Quoted

FrankyM schrieb: Das im Vergleich zum Vorjahr der große Saal im Untergeschoß leer blieb, zeigt doch eine Tendenz.

Bedeutet das, es wäre noch Platz frei gewesen? Hätte man die Stände besser verteilen können?
Dann versteh ich die Organisatoren nicht. Oder stand dieser Saal den Veranstaltern nicht zur Verfügung?

FrankyM

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Friday, November 24th 2006, 1:21pm

Die Züchter werden ja immer ins Untergeschoß verfrachtet, in einen schlauchförmigen Raum.
Neben diesen Raum befindet sich ein sehr großes Raum, der bei Großveranstaltungen als Garderobe dient und einen sehr langen Tresen hat.
Ideal für Ausstellungszwecke wurde dieser Raum die Jahre zuvor immer mit genutzt, er stand auch dieses Jahr offen und die, die keine Tische hatten, machten dort Ihre Tauschgeschäfte.
Ich glaube nicht, dass es mehr kostet, wenn dieser Raum mitbenutzt würde.

Aber, wie groß das Interesse der Veranstalter an diesen Problemen ist, zeigt ja das Desinteresse, sich mal an dieser Diskusion zu beteiligen. Da kommt leider gar nichts.

Mir ist auch aufgefallen, dass es ja eigentlich einen immensen Publikumsverkehr im Nordwestzentrum gibt, tausende Menschen, die alle eines nicht wissen, weil sie es gar nicht wahrnehmen können, dass es eine Schmetterlingsbörse dort gibt.
Wer nicht bis auf einen Meter ans Titusforum herantritt und die mikrigen kaum wahrnehmbaren Plakate sieht, kommt nicht zur Börse. Eine total verschenkte Mgl. für alle. Man sieht nur ganz wenige Familien mit Kindern auf der Börse.
Mich regt ein solcher Dilettantismus wahnsinnig auf - eigentlich könnte man, wenn alles so bleibt, auch eine Lagerhalle im Industriegebiet anmieten, die sich dann auch über die Eintrittsgelder finanziert. Innovative Ideen sind nicht erkennbar oder auch gar nicht gewünscht - ich kann mir das alles schon seit Jahren nicht erklären, dabei könnte man mit einfachsten Mitteln vieles zum positiven wenden.

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Friday, March 9th 2007, 3:45pm

Börse 20087

... und wann findet dieses Jahr die Börse in Frankfurt statt?

Ich hab das Datum nirgends finden können.

Jens Felix

Moderator a.D.

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19

Friday, March 9th 2007, 4:34pm

RE: Börse 20087

Hallo,

..am 03. und 04. 11. 2007.

Insektenbörse Frankfurt

Gruß
Felix

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20

Wednesday, April 11th 2007, 9:37am

ACTIAS-Gemeinschaftsstand an der Frankfurter Börse

Quoted

Ich habe in meinem ersten Beitrag gefragt:

Wer war in Frankfurt?
Warum bist du hingegangen?
Wie war der allgemeine Eindruck?
Was hat dir besonders gefallen?
Was weniger?



Das Thema wurde fast 700mal gelesen, und ein paar Aussteller und Besucher haben auch geantwortet. Dankeschön.

Leider haben sich die Veranstalter an der Diskussion nicht beteiligt. Dabei wäre es doch interessant gewesen, ihre Meinung zu den hier publizierten Anregungen und Vorschlägen zu erfahren.
(Umso mehr als die Forumsbeiträge bei Apollo-Leuten in Papierform zirkulierten...)


Frankfurt ist und bleibt die grösste und wichtigste Börse.

Der Vorschlag, einen ACTIAS-Gemeinschaftsstand einzurichten, scheint vielen Ausstellern zu gefallen. Das wollen wir weiterverfolgen.

FrankyM

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Thursday, April 12th 2007, 2:16pm

Gemeinschaftsstand

Na dann fangt schon mal an zu sparen, oder sollen wir uns dann mit zwanzig Leuten um einen kleinen mikrigen Tisch, der so klein ist, dass nichtmal zwei Kästen Platz haben, die Köpfe stossen?

Ich denke mit 100 - 200 EURO wären einige dabei, nur ich werde mir lieber für dieses Geld ein paar schöne Sachen auf unserer Webside kaufen, die 750 km Anreise sparen, die Hotelkosten nicht bezahlen und wer ein Bildchen von mir will, der bekommt eines - kostenlos.

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Friday, April 13th 2007, 10:28am

Frank, versteh das nicht falsch. (denke meine dir geschriebenen Ebay-Tipps zeigen das ich nichts gegen dich persönlich hab).
Habe mit dem Machaon e.V. (oder so ähnlich) nichts zu tun, aber möchte dennoch mal bitten auch zu überlegen, das Miete, Cathering usw. auch was kosten. Ein eingetragener Verein darf in Summe aufs Jahr keinen Gewinn ausweisen, ansonsten wirds brenzlig. Dir deine Meinung, aber vielleicht auch evlt. daran mal denken. Bin mir sicher wenn du die nächste kompletten Kosten der Frankfurter Ento Börse übernimmst, dann verlangen sie garnix für einen Tisch! :grinsen:
Also sei so gut, zwingt dich ja niemand hin zu gehen oder dort auszustellen. Kritik ist immer gut, aber bitte auch bedacht. :böse:
Ich finds schön, dass sich Leute die Mühe machen trotz immer weniger allgemeines Interesse an dem Hobby sowas aufziehen, kostet bestimmt nicht wenig Zeit und glaube nicht das die Leute dafür Geld bekommen!

FrankyM

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23

Saturday, April 14th 2007, 2:59pm

Fakten liegen doch klar auf der Hand

Wenn man wie ich 16 Jahre lang zur Börse nach Frankfurt gefahren bin, dann muss doch mal gestattet sein zu fragen, warum ein Tisch gleicher Größe statt 10.-DM (5.-EURO) heute 25.- EURO kostet?

Die Mieten waren in diesem Zeitraum deutschlandweit rückläufig hier wird das fünffache verlangt und keiner kann mir erzählen, dass die Räumlichkeiten heute fünfmal so teuer sind. Wären sie es, dann hätte jeder Mensch die Lokalität längst gewechselt, wie andere Börsen auch.

Die Lokalität ist eh nicht die Beste, eng, unübersichtlich, zergliedert, kein direktes Ausladen der Kästen mgl. ständige Schlepperei usw. bis hin zu den kleinsten Tischen die ich auf Börsen kenne. Man benötigt halbwegs 4 Tische und hol die fast 100.-EURO erstmal rein, wirtschaftlicher Unsinn. Der Cateringservice übrigens ist auch das letzte und er Verein hat damit keine Arbeit (Fremdvergabe), es gab nur auf der letzten Börse ständig etwas nicht mehr, weil es alle war. Nochmal die Börse geht am gesamten Publikumsverkehr vorbei - weiss nämlich keiner - habe keine familien gesichtet obwohl 100 m weiter tausende im Nordwestzentrum flanieren.

Das mit den Geldern und eingtragenen Vereinen ist doch Unsinn bezüglich des Tischpreises, bin selbst in mehreren solchen vereinen im Vorstand. Der Grund für die rapide gestiegenen Preise hat wohl eher was mit den Aktienkursen zu tun - die sind ja 5 jahre lang rapide gefallen - aber die Geschichte ist eine andere.

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24

Saturday, April 14th 2007, 10:56pm

Hi Frank,

Gut, auf der einen Seite geb ich dir Recht, bin kein 100%iger Insider.
Daher habe ich keine Ahnung was du mit Aktienkursen meinst? Also wer nicht gerade in die schlimmsten Firmen Geld investiert hat, war doch die letzen ein bis zwei Jahr bestimmt zufrieden?
Oder hat der Verein sein komplettes Geld in einen PayTV-Anbieter oder ComWorld (oder so ähnlich) gesetzt? :wut:
Wie meinst du das? Weil dieser Börsenpreis für diese "Raritäten" eher sinkt? Naja liegt in Zeitalter des Internets wohl auf der Hand. Noch dazu gibt es immer weniger Sammler. Als nächsten kommen noch riesige Altsammlungen, die von Erben verramscht werden und wieder auf den Markt gehen dazu. Wenn die für urania croesus 125 Euro für den Tütenfalter wollen, Puppe bekomme ich für 10 Euro z.B. Dann versteh ich den Preis nicht so richtig. Also wer sich anhand Raritäten und Preisen orientiert, für den ist das Hobby wohl die nächsten Jahre nix mehr (auch Lebendmatieralpreise *schlimmes Wort*).

Wollte eben auch rüberbringen, dass es doch irgendwo auch schön ist, dass überhaupt jemand so etwas noch veranstaltet. Und denke, dass sich der ein oder andere jedes Jahr die Mühe macht (auch mit Catherer) das Ding zu veranstalten. Wenn er das dann liest, ist nicht schön.

Gut, also das erste mal vor ca. 12 Jahren oder so dort, war ich galub mit 8/9 Jahren. Da war es in diesem Sandsteingebäuder (?), meine Eltern haben fast Kolla bekommen, wollten eh nicht hin, Schlimm genug das Sohnemann sich mit sowas beschäftigt, hat halt genervt und dann finden sie es nicht.... :grinsen:
Das Sandsteingebäude war bestimmt um einiges günstiges wie dieses Nordwestzuentrum, denke schon das sie bzgl. Miete doppelte (vermutlich mehr) berappen müssen.
Dazu kommt, dass es de fakto immer weniger Aussteller und Besucher dort gibt, sprich weniger Einnahmen. Somit muss man zwangsweise mit Preisen hoch, ansonsten legt man drauf. Ist natürlich ein Teufelskreis und sage mal die Börse wird schätzungsweise in 10-20 Jahren Geschichte sein....
Das mit der Werbung irritierte mich beim letzten Besuch auch sehr. Evtl. möchte man eben nicht soviel Werbung machen. Könnte auch Gegner anziehen und macht sich nur Ärger. Es hatte irgendwie einen Hauch von Insider-Börse irgendwie, weiss nicht. Bis auf die 2 DIN4 Plakate an der Tür klebend hab ich nichts gesehen, musste echt suchen obwohl ich Beschreibung hatte.
Dann kommen natürlich keine Besucher, die sich das einmal ansehen möchten und evtl. Interesse bekommen mal extotische Falter im Wintergarten zu halten oder so. Wenn ich das mit den ganzen Terraristikbörsen vergleiche, die rühren immer extrem die Werbetrommel, Preisausschreibung, jeder der mitmacht bekommt pünktlich nächsten Termin mit Post, Newsletter etc. Das wäre natürlich eine Möglichkeit, wenn gewollt.
Zumindest ein paar große bunte Banner (lassen sich sehr preisgünstig in China produzieren) könnte man schon anbringen. Das ist schon etwas seltsam, aber ist alleinige Entscheidung des Veranstalter.
Wenn sich nichts ändert halte ich an der Spekulation mit max. noch 20 Jahre (eher weniger) fest.
Deshalb sei froh, dass sie es heute noch gibt. Ich bekomme die letzte evlt. noch mit.

So halbes Buch verfasst, Samstag (!!!), muss los ;-)
Das mit Aktienkursen musst aber noch erklären!

Gruß
Matthias

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