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1

Sunday, February 1st 2009, 9:43am

Der Spion, der aus dem Salatkopf kam

Unheimlich:
Militärs bauen einem lebenden Käfer eine Fernsteuerung ein.

Berkeley - Davon haben Generationen von Agenten geträumt: das fliegende Auge. Jetzt wird der Traum vom schwebenden Spion Wirklichkeit. US-Forscher haben einem Käfer einen Mikrochip eingepflanzt, mit dem sie das Insekt fern steuern können. Der Käfer startet und landet per Funksignal, biegt auf Wunsch rechts oder links ab.

Die US-Militärforschungsagentur Darpa fördert das Projekt und hofft, dass sie den "Cyborg-Käfer" künftig für Überwachungs- und Rettungseinsätze nutzen kann. Vorgestellt wurde der unheimliche Käfer jetzt von Wissenschaftlern der kalifornischen Universität Berkeley auf einer Mikro-Elektronik-Konferenz in Italien. Die anwesenden Fachleute starrten ungläubig auf das Video mit dem Käfer-Experiment, erfuhren, wie das Insekt "funktioniert": Die Käfer-Fernsteuerung besteht aus einem Standard-Mikroprozessor, einem handelsüblichen Funkempfänger und einer Batterie, die gemeinsam auf einer winzigen Platine fixiert sind. Sechs implantierte Elektroden laufen von dort in die Flügelmuskeln und in den für optische Reize zuständigen Hirnbereich. Schwingende Signale im Gehirn lassen den Käfer abheben, ein kurzer Impuls führt zur Landung. Signale an den rechten oder linken Flügelmuskel führen zu einer Kurve in die entsprechende Richtung.

Bisherige Forschungen zur Kontrolle von Insektenflügen konzentrierten sich vor allem auf Motten. Doch die wirkten stets mit ihrem "Gepäck" überlastet. Käfer wie etwa der Hirschhornkäfer können dagegen mehr Lasten (rund 3 Gramm) tragen und sind einfacher zu steuern. Die Frage ist nur, wie lange die "Cyborg-Insekten" überhaupt mit ihren technischen Implantaten überleben werden.

Quelle: Berliner Kurier

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2

Sunday, February 1st 2009, 11:33am

Moin,

ist das ernst gemeint, oder kann ich das als Zeitungsente ablegen? Hiernach müßte das Gehirn, zumindest einer Käferart, genauestens erforscht sein, was nicht mal in Ansätzen beim menschlichen Gehirn erfolgt ist, obwohl hier eher medizinische und wirtschaftliche Gründe für sprechen würden es zu tun.

Klingt für mich, als hätte jamend versucht die gesamte Fachwelt zu vera r s c h e n.

Viele Grüße

Klaas

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3

Sunday, February 1st 2009, 6:06pm

DARPA die Wundertüte

Als Quelle nennt der Berliner Kurier die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA).
Das ist so eine militärisch-wissenschaftliche Staatsfirma mit dem Ziel:

DARPA’s mission is to prevent technological surprise for the United States and to create technological surprise for our adversaries.


Für mich eher ein dubioser Verein, der in der ersten Raumfahrt-Euphorie der USA gegründet wurde und sich heute mit Dingen befasst, die irgendwie militärisch nutzbar sein könnten. Die Bude ist ziemlich undurchsichtig, ziemlich alle Projekte sind geheim.

Über das Projekt steht nicht viel Schlaues im Internet. Program Manager Dr. Amit Lal ist aber überzeugt, dass er seine Chips (O-Ton) »bald in fliegende, hüpfende und schwimmende Insekten« einbauen wird, um sie zu steuern.

Ich denke nicht, dass man da der Wissenschaft applaudieren muss.

:daumennein:

  • "Klaas Reißmann" is male

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4

Monday, February 2nd 2009, 10:52am

Ich denke nicht nur, dass man da nicht applaudieren muss, ich denke sogar, dass das eine Ente von dem Haufen ist, mit einem eher psychologischen Ziel. Wie gesagt glaube ich nicht, dass die das Gehirn von Insekten soweit entschlüsselt haben, dass das klappt, zum anderen, wie Du ja schreibst oder zitierst...

Quoted

Program Manager Dr. Amit Lal ist aber überzeugt, dass er seine Chips (O-Ton) »bald in fliegende, hüpfende und schwimmende Insekten« einbauen wird, um sie zu steuern.

... sind die noch gar nicht so weit. Ich halte das eher für eine Rechtfertigung ür die Ausgabe horrender Gelder, oder, wie bereits oben erwähnt, für einen psychologischen Trick (wessen menpower die Amis damit auch immer beschäftigen, oder wem auch immer sie Angst machen wollen). Wie Du bereits schreibst, ist der Laden sowas von geheim, geheimer geht es nicht mehr. Welchen Sinn hätte es dann, sowas zu veröffentlichen???

Viele Grüße

Klaas

Thoth66

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Thursday, February 5th 2009, 1:30pm

Hallo Klaas,

ich halte das für entartete Wissenschaft aber leider ganz plausibel.

Insekten haben kein Gehirn in dem Sinne wie wir das verstehen sondern verschiedene autonome Nervenknoten.

Vereinfacht dargestellt hat jedes Bein und jeder Flügel ein eigenes Gehirn, womit elektrische Reizung durchaus zu den beschriebenen Funktionen führen kann. Flügelganglion links reizen - Tier bewegt sich nach links etc.

Man hat es ja mittels verteilter Logik mittlerweile geschafft den Spinnengang und Libellenflug nachzuahmen.

betroffene Grüße
Ralf

nomihoudai

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Thursday, February 5th 2009, 1:49pm

Der Inhalt dieses Beitrages wurde von Claude Sinner gelöscht.

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