Es gibt ein paar allgemeine Tipps. Z.B. die Suche nach typischen Fraß- und Kotspuren, wie bereits geschrieben. Wenn Du im Sommer z.B. kahlgefressene Triebe an kleinen (!) Weiden oder Pappeln siehst, kannst Du sicher sein, dass da eine große Raupe ist oder war. Z.B. Pappelschwärmer, Gabelschwanz, etc.. Im Allgemeinen werden kleine Pflanzen auch von den baumbefressenden Arten meistens bevorzugt. Kleine Weiden und Pappeln z.B. auf Schutthalden und Steinbrüchen usw. sind eigentlich immer ergiebig. Kleines Nachtpfauenauge lebt als kleine Raupe in Gruppen an der Unterseite von Blättern, aber man muß schon ein wenig Glück haben, später sind sie trotz der Größe kaum sichtbar und leben einzeln. Dankbar sind z.B. auch kleine, sonnenexponierte Möhrenfelder in Gärten bei der Suche nach Schwalbenschwanzraupen. Man muß die Augen offen halten. Ich bin überzeugt, dass man von allen Tieren, die man sehen könnte, nur einen Bruchteil auch wirklich wahrnimmt. Meist findet man nix, wenn man gezielt sucht. Die interessantesten Funde kommen durch Zufall. Meine erste Pappelschwärmerraupe habe ich gefunden, weil ich mir ein paar Blattwespenlarven genauer anschauen wollte, und letztes Jahr fand ich Wolfsmilchschwärmerraupen (trotz buntem Äußeren und auf kahlem Boden fressend gut getarnt), als ich eigentlich nur eine Gruppe schlafender Bläulinge gesehen hatte, zu denen ich hingegangen bin. Und irgendwann hat man so einen besonderen Blick für sowas. 8o
Viel Glück