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HelloRaupy1989w

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Friday, August 7th 2009, 8:59pm

Totenkopfschwärmer in der Wohnung halten

Hallo! Mal ne Frage an euch :) :
Undzwar hab ich vor, Totenkopfschwärmer zu züchten und überlege grad, was ich dann eigentlich mit den Faltern mache. Ich würde die gern bei mir in der Wohnung und auf meinem Balkon halten (da werde ich dann einige Kartoffeln anpflanzen, wo ich jetzt schon dabei bin).

Ich denke mal dass die Falter dann auch da bleiben? Natürlich haben sie theoretisch gesehn die Freiheit wegzufliegen, allerdings sind hier in der Nähe nirgendwo Kartoffelfelder, denn ich wohn in Berlin, wenn auch eher am Rande.

Jetzt meine Frage an euch: Würden sich die Falter denn auf meinen Kartoffelpflanzen weiter fortpflanzen und sich so in meiner Gegend hier vermehren? Das wäre zwar schön, aber eigentlich kommen die Falter ja aus Südeuropa u. Afrika. Können die dann hier überhaupt überleben? Schließlich ist es hier etwas kälter (vorallem im Herbst, im Sommer vielleicht weniger wenn man die regnerischen Tage weglässt) ?( Oder sind die Falter sogar so schlau und wandern in den Süden aus? 8|

Schwierige Fragen ich weiß, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen :rolleyes:

LG Yasmin

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2

Friday, August 7th 2009, 9:13pm

Totenkopfschwärmer

Hallo,
also ich kann dir gleich sagen das die Chancen das die Falter bleiben gleich null sind.
Das wissen ja die Schwärmer nicht,dass es bei dir keine anderen Kartoffelfelder gibt.
Eine Fortpflanzung kann nur gelingen wenn du genügen Falter hast.
Ich würde mir wenn ich genügend Falter beisammen habe einen Käfig bauen.
Klar können die hier überleben,aber halt nursolange bis es nicht kalt ist.
Wenn es kalt wird sind es warscheihnlich eh schon aus den Raupen puppen geworden,aber da sterben halt die meinsten
im Winter ab.
Ich hoffe ich konnte einbisschen helfen.
Mfg Markus

Timmi

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3

Sunday, October 18th 2009, 1:35pm

Nachzucht

Hallo,

ich würde lieber versuchen eine Nachzucht in einem Käfig zu probiren.

Achontria atropos ist aber auch Linguster.
:hilfe:

Chris

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4

Sunday, October 18th 2009, 1:44pm

Schwärmer sind starke Flieger und A atropos ist auch noch ein typischer Wanderfalter. Wenn du eine Weiterzucht versuchen willst brauchst du einen geräumigen Flugkäfig. Die Art überwintert auch nicht bei uns sondern wandert aus dem Süden zu uns ein. Die Raupen lassen sich auch gut an Liguster großziehen, das ist besonder im Winter einfacher als die Wohnung in ein Kartoffelacker zu verwandeln :-) Als Flugkäfig benutze ich ein großes Moskitonetz, sowas gibts für 19 Euro im Internet zu bestellen

VG Chris

Max K.

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5

Sunday, October 18th 2009, 3:17pm

Servus zusammen,
Totenkopfschwärmer in der Wohnung halten,
ich habe mit A. atropos die besten Zuchtergebnisse erziehlt als ich sie in einem aufgespannten Moskitonetz hielt,
das hat bestimmt jeder zu Hause. Wenn nicht gibt es die billig zu kaufen.
Dann einfach Liguster (der ist auch Winterhart) mit der Gartenschere abzwicken und in wassergefüllte Flaschen stellen.
Der wird dann nicht so schnell vertrocknen. Die Totenkopschwärmer müssten normal nach der Paarung (Kopula)
die Eier von selbst an Liguster legen. Die Eier würde ich dann in extra Boxen tun und Blätter von ligustrum hineinlegen.
Füttern solltest du die Falter mit einer Honig-Wasser-Lösung (dass weist du aber sicher schon).
Ich hoffe ich konnte ein bisschen weiterhelfen.
Gruß Max
Max Käfer :winken:

Timmi

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6

Sunday, October 18th 2009, 7:13pm

A.atropos

Hi,

ich habe auch A.atropos aufgezogen und das Käfigmass war 1m mal 70cm.

Dass Ergebniss war recht gut.

Hoffe ich konnte helfen.

P.s:Das in der Wohnung halten ist keine gute Idee da A.atropos sich am Tag irgendwo im dunklem versdeckt.
:hilfe:

Max K.

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7

Sunday, October 18th 2009, 7:16pm

Hi Tim,
bei mir waren die Maße viel größer (beim Moskitonetz) :
2,50m Höhe und Bodenumfang 12,50m.
Die Falter hört man auch Nachts,wenn sie fliegen.
Max
Max Käfer :winken:

Rudi

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8

Sunday, October 18th 2009, 8:15pm

Hallo zusammen.

@Max

Quoted

ich habe mit A. atropos die besten Zuchtergebnisse erziehlt als ich sie in einem aufgespannten Moskitonetz hielt
erstaunlich Max, dass du uns an deinen Zuchterfolgen mit atropos in der letzten Zeit gar nicht hast teilhaben lassen.

Quoted

Die Totenkopschwärmer müssten normal nach der Paarung (Kopula)
die Eier von selbst an Liguster legen. Die Eier würde ich dann in extra Boxen tun und Blätter von ligustrum hineinlegen
und schon sind da wieder die ersten Fehlinfos eingepackt, da anscheinend nicht selbst ausprobiert. :wacko:



@Timmi

Quoted

ich habe auch A.atropos aufgezogen und das Käfigmass war 1m mal 70cm
für die Raupenaufzucht oder für die Puppenlagerung oder gar für die Falterhaltung?

Quoted

in der Wohnung halten ist keine gute Idee da A.atropos sich am Tag irgendwo im dunklem versdeckt.

empfiehlst du mir also eine Winterzucht im Freien durch zu führen? Ich wohne im Norden von München. Kannst du mir deine entsprechenden Tipps für die Umsetzung einer solchen Zucht von Oktober bis Dezember im Freien mitteilen? Schon mal vielen Dank im Voraus. :thumbup:





Ich habe selbst seit nun 10 Tagen 8 atropos-Imagos im Flugkäfig und wenn ich nach Euren Hinweisen meine Nachzucht geplant und durchgeführt hätte......hm :bibber: ich befürchte, das hätte nicht geklappt.

Nix für ungut, aber zum x-ten Mal: bitte gebt Tips, hinter denen ihr auch wirklich stehen könnt und die auf eigenen Erfahrungen oder guter Literatur basieren.

Ich habe mich bei dieser Anfrage vom 7. August auch zurück gehalten, da ich bis zu diesem Zeitpunkt noch keine eigenen Erfahrungen mit der Nachzucht von atropos machen konnte. Ich hätte nur auf einfache Zuchthinweise und nachgelesenes oder mündlich weiter gegebenes Wissen zurück greifen können. Also nichts so wirklich handfestes. Also habe ich es sein lassen bis ich mir sicher war, mit meinen Hinweisen oder Tips auch das Richtige zu sagen.

Rudi
Sphingiden - was sonst? :w00t: Sphingids - what else?

Max K.

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9

Sunday, October 18th 2009, 8:31pm

Hallo Rudi,
ich habe auch vor 2 Jahren die A. atropos mit meinem Vater gezüchtet
Max
Max Käfer :winken:

Rudi

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10

Monday, October 19th 2009, 12:16pm

Hallo Max.

Klasse! :thumbup:

Könntest du mir ein paar Tips geben, wie man es am besten anstellt bei Acherontia atropos zur Paarung und Eiablage zu kommen? Muss ich etwas besonderes beachten? Benötige ich unbedingt Eiablagepflanzen im Flugkäfig? Wenn ja, welche? Wie füttere ich die Tiere am besten, bzw. haben sie denn nicht genügend Fettreserven für ein langes Überleben? etc. etc. Du schreibst, dass du die besten Erfahrungen im Moskitonetz hattest. Kannst du mir auch Hinweise geben, wie ich meine atropos-Imagos auf keinen Fall halten sollte, bzw. was explizit zu Problemen führen könnte?

Wie gesagt, habe ich derzeit selbst einige Imagos zur Kopula und Eiablage im Flugkäfig und wäre froh über jeden guten Hinweis von dir, der mir eine gelungene Nachzucht dieser Art vereinfachen würde.

Ich hoffe, du kannst mir helfen.

Rudi
Sphingiden - was sonst? :w00t: Sphingids - what else?

Troides

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11

Monday, October 19th 2009, 2:20pm

Hallo
Kopulationen waren bei mir kein Problem. Ich hatte sogar eine in einem Plastikterrarium (15x10x10cm) das ich als Transportbox benutzt hatte. Als Flugkäfig diente ein mit Moskizonetz überzogenes Ikearegal. Eier wurden bei mir bevorzugt nicht am eingestellten Liguster (getopft)sondern am Netz abgelegt. Meine Totenköpfe haben übrigens jede Ritze gefunden und dann Freiflug im Zimmer genossen.
Gruß Christoph

Max K.

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12

Monday, October 19th 2009, 2:36pm

Hallo Rudi,
meinst du das jetzt ironisch?Wenn nicht entschuldige ich mich für diese Bemerkung.

Also erst mal zur Paarung:
Die Männchen und Weibchen sind nach dem Schlupf paarungsbereit.Wenn die Weibchen paarungsbereit sind stülpen sie ihre Duftdrüse am Hinterleib aus und locken das Männchen an.
Dann fliegt das Männchen dann auf das Weibchen und paart sich mit dem Männchen.Also bei mir haben die Falter sich immer Nachts gepaart,bei mir hat die Paarung so ca.1 bis 2 Stunden
gedauert. Nach so etwa 2 Wochen legt das Weibchen die Eier an die Unterseite der Blätter die du im Flugkäfig stehen hast (normal an Liguster oder wenn du Kartoffelpflanzen hast auch da) ab.

Dann zur Fütterung:
Ich habe sie die ersten Tage mit Honigwasser in einer Spritze gefüttert.Da stecken die Totenkopfschwärmer dann ihre Rüssel hinein und saugen dran.Wenn sie sich daran "gewöhnt" haben,
habe ich von meinem Kumpel der Imker ist Waben geholt und diese auch mit Honig oder Honigwasser bestrichen und die Falter saugen dann von selbst daran,
aber bei den Waben können die Füße der A. atropos schnell verkleben oder klebrig werden.Also vorsicht.

Zum Flugkäfig:
Ich habe sie ja wie schon gesagt in einem Moskitonetz gehabt, aber sicher gelingt die Zucht auch in normalen Flugkäfigen.
Mein alter Flugkäfig für Acherontia atropos war höhe 1m und länge 2m.

Und wichtig ist noch (hat mir ein Feund erzählt aber ich weiss nicht ob es stimmt, habe es aber einfach gemacht) dass die Raupen unfruchtbar werden wenn sie nicht 12h Tageslicht und 12h Dunkel haben,
ich habe über den Raupenkäfig nach ca.12h ein Tuch drübergetan.

Hier ein Bild der Kopula,leider ein sehr schlechtes Bild da es mit der Handykamera aufgenommen wurde:
(In meinem alten Flugkäfig)




Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen,
mit freundlichen Grüßen
Max
Max Käfer :winken:

Timmi

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13

Monday, October 19th 2009, 3:15pm

Zucht

Bei mir haben A.atropos sich nicht

gepaart da es zu kalt war.

Also halte sie warm und versuche den Tag und Nacht wechsel

gleich zu halten. :daumenja:
:hilfe:

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14

Monday, October 19th 2009, 4:41pm

Hallo Max,,

ich hätte noch eine Frage zu der Fütterung: Zu welcher Tageszeit hast Du gefüttert?

Finde es auch :sensationell: das die A. atropos ihren Saugrüssel allein in die Spritze einführen, so gut habe ich meine nicht dressiert. :respekt: Ich muss leider jedesmal den Rüssel einführen, wenn sie dann saugen kann ich die Falter los lassen.


Beste Grüße
Annett


PS. @Rudi: Video ist schon in Arbeit, dann kannst Du sehen wie gut das geht ;)

Max K.

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15

Monday, October 19th 2009, 5:53pm

Hallo Annett,
manchmal musste ich auch den Rüssel in die Spritze einführen,
ich habe die Schwärmer meistens abends gefüttert.
Max
Max Käfer :winken:

Timmi

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16

Monday, October 19th 2009, 6:49pm

Fütterung

Hallo,

man kann A.atropos im Notfall auch tags füttern.

Bei verkrüpelten Faltern kann man es mit dem füttern vergessen da die fast nie auch

nur versuchen zu drinken. :nixweiss:
:hilfe:

Troides

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17

Monday, October 19th 2009, 7:39pm

Hallo
@Anett: Ich hatte als Futterschale einen Marmeladenglasdeckel. Der Rüssel wurde mit einem Zahnstocher aufgerollt und in das Honigwasser getaucht. Sobald der Rüssl das Futter berührt wurde von alleine gesaugt.
@Timmi. Mein Schlupfkrüppel hat einwandfrei gefressen und war einer der langlebigsten Exemplare des Schlupfes.
Gruß Christoph

Timmi

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18

Monday, October 19th 2009, 7:50pm

Essen

Oh,

bei meinen 5.Krüppel sind alle gestorben da sie nichs Essen

konnten. :(

Haben sich die Krüppel auch gepaart? :verwirrt:
:hilfe:

Troides

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19

Monday, October 19th 2009, 9:15pm

Hallo
Mein Krüppel :female ja. Kann sein dass du einen Entwicklungsfehler hattest (z.B.Probleme bei der Verpuppung) die zu einem Defekt am Rüssel geführt haben. Meiner hatte sich nen zu weichen Zweig ausgesucht und die Flügel sind während des Trocknens teilweise am Boden aufgelegen.
Gruß Christoph

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Rudi

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20

Monday, October 19th 2009, 9:54pm

Hy Max.

Danke für deine Erläuterungen und Hinweise. Sie haben mich doch sehr in meiner Ansicht bekräftigt, hier alles richtig zu machen. Und das meine ich wirklich so. :thumbup:

Und ironisch bin ich eigentlich so gut wie gar nicht. Eines meiner grossen zwischenmenschlichen Defizite. :S

Mit entomologischem Gruß.

Rudi

PS: @Annett: habe gestern noch ein "Gegenvideo" gedreht. Die Hauptdarsteller kennst du ja und die waren nicht so zickig, wie die deinen, aber dafür auch nicht so versoffen. An was es wohl liegen mag....? 8)
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Max K.

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21

Tuesday, October 20th 2009, 4:57pm

Servus Rudi,
ok das freut mich sehr das ich ihnen helfen konnte. :freudentanz:
Wenn du keine Waben hast wo du das Honigwasser reintun kanst,
kannst du auch einen Flaschendeckel nehmen,
hier ein Bild von flow 1979:



Wir sehen uns ja vielleicht auf der Börse in Frankfurt.
Mit freundlichen Grüßen
Max
Max Käfer :winken:

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22

Thursday, October 22nd 2009, 8:51pm

Hallo Zusammen,

anbei ein Bild der heutigen Fütterung von A. atropos vor ca. einer halben Stunde.



Die Spritzenmethode funktioniert zwar sehr gut, da man einen Überblick über die gesaugte Menge hat, jedoch muss man sich die Babys einzeln zur Brust nehmen.
Der Zeitaufwand ist dann doch ziemlich hoch.
Desweiteren habe ich festgestellt, das höhere Temperaturen und ein kleinerer Flugkäfig, der Eiablage förderlich sind.
Die Falter sind bedeutend ruhiger und fliegen weniger umher.

Beste Grüße
Annett

soil74

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23

Thursday, October 22nd 2009, 10:04pm

Nix für ungut, aber zum x-ten Mal: bitte gebt Tips, hinter denen ihr auch wirklich stehen könnt und die auf eigenen Erfahrungen oder guter Literatur basieren.
Hier also wieder mal ein Beweis, dass die "Kleinen" keinen Schimmer und kein entomologisches Geschick haben. Man muß halt doch mindestens 30 Jahre alt sein (oder besser 30 Jahre Erfahrung haben) und bis dahin nach Möglichkeit die Klappe gehalten haben.
Denn es kann ja nichts Gutes dabei rauskommen. :ironie:
diese Bemerkung sei mir angesichts der kürzlichen Diskussionen mal gestattet :D

Nochmal eine Frage: Über den Windenschwärmer habe ich gehört, dass die Nachkommen eingeflogener Exemplare (aufgrund Tageslänge?) meist steril seien. Ist das etwa beim Totenkopf auch so?

Rudi

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24

Thursday, October 22nd 2009, 10:58pm

Hi Soil74.

Da hast du mich aber schön zitiert und doch wieder absolut missverstanden.

Es ist mir persönlich vollkommen egal, wie alt die Person ist, von der ich meine Zuchthinweise bekomme. Ich nehme jede Hilfe dankend an, ob nun von einem 6-jährigen oder einem 106-jährigen. Vorausgesetzt die Person zitiert nicht irgendwelche gelesenen Halbwahrheiten, sondern kann auf eigene Erfahrungen zurück greifen oder auf entsprechende Literatur. Und dann erwarte ich auch noch, dass die Mitteilungen nicht durch persönliche Vermutungen ausgeschmückt und als Wissen/Tatsachen "verkauft" werden.

Wenn dieser mein Anspruch zu hoch ist, wechsle ich einfach mein Hobby: ich werde Märchensammler, wie die guten Gebrüder Grimm, und mache innerhalb eines Jahres ein Vermögen mit "ACTIAS`s Märchenstunde". Denn das ist meine Befürchtung, dass ACTIAS zu einer solchen verkommen könnte.

Noch kurz zur angeblichen Sterilität von eingeflogenen Sphingiden-Wanderfaltern. Diese Weibchen sind früher als "hohlleibig" bezeichnet worden, jedoch sind sie nicht steril. Die Weibchen haben voll ausgebildete Eierstöcke, aber noch keine entwickelten und ablagebereiten Eier. Diese müssen sich erst entwickeln, was einige Wochen dauern kann. Danach legen diese Weibchen in der Regel auch befruchtete Eier ab.

Ausser man hat Pech und erwischt ein Weibchen, bei dem es einfach nicht klappen will. Wer hat das in seinen Zuchten nicht schon gehabt: Keine Paarungen, was man auch anstellt. Oder Paarungen, aber kein einziges Ei erhalten, obwohl die Weibchen vor Eiern im Leib fast bersten. Oder noch schlimmer: perfekte Paarungen, hunderte abgelegte Eier und dann kein einziges befruchtet.

Und wer weiß warum? :nixweiss:

Wenn jetzt darauf jemand antwortet, sind wir höchstwahrscheinlich wieder in der Märchenstunde angekommen. Oder jemand hatte die ultimative entomologische Erleuchtung. ;)

Guats Nocht.

Rudi

PS: ich hatte zB schon nach 27 Jahren Züchtererfahrung den Mund ganz weit aufgerissen. 8o Somit kann ich deine Vorgabe mit den vollendeten 30 Jahren nun gar nicht gut heißen.
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soil74

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25

Thursday, October 22nd 2009, 11:30pm

PS: ich hatte zB schon nach 27 Jahren Züchtererfahrung den Mund ganz weit aufgerissen.
Das ist nicht akzeptabel :P

Das mit den sterilen Weibchen habe ich aber auch aus der Fachliteratur. Und es ist gut, wenn es jemanden gibt, der neuere Erkenntnisse hat. Und dann gibt es auch immer noch Meinungen. Somit wird Actias nicht verkommen. Wenn alle hier schon alles wüßten und könnten, dann hätte das Forum ja keine Funktion mehr.

Du meinst also, die Eierstöcke als Organe sind da, die Eier müssen sich noch formen? Die Sache mit Paarung und Eiablage ist mir auch oft ein Rätsel. Im vergangenen Jahr hatte ich da Hochs und Tiefs.

Rudi

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26

Friday, October 23rd 2009, 1:05pm

Hallo Sven.

Quoted

Wenn alle hier schon alles wüßten und könnten, dann hätte das Forum ja keine Funktion mehr



Und hier verdrehst du mir, hoffentlich unabsichtlich, wieder das Wort im Munde, denn das habe ich in keinster Weise angedeutet. Warum sollte ich denn selbst auf Hilfe aus sein, wenn ich schon alles wüsste?
Nichts gegen Meinungen und Vermutungen. Aber dann möchte ich wissen, dass es solche sind, damit ich solche Aussagen als Hilfesuchender besser einschätzen kann. Und wenn es sich dann eindeutig um Falschaussagen handelt, dann habe ich auch kaum noch Vertrauen in andere Aussagen der betreffenden Personen, bzw. stelle deren Richtigkeit zum Thema stark in Frage.


Solltest du nach Frankfurt kommen, können wir dieses Thema gerne persönlich diskutieren.

Bei der "Sterilität" von atropos, convolvuli etc. gibt es noch einige unterschiedliche Aspekte, die noch nicht geklärt sind und wo über Vermutungen die entsprechenden Ansätze formuliert werden, um neue Erkenntnisse dazu zu erhalten. Luftfeuchtigkeit, Ernährung der Imagos, Futterzusammensetzung für die Imagos, etc. etc. Alles wirkt auf eine mögliche Nachzucht ein. Und wahrscheinlich gibt es wirklich auch sterile Tiere, aber nicht die grosse Masse an Tieren, die immer für steril gehalten werden.

Wo diese "Sterilität" beginnt, gibt es unterschiedliche Ansichten. MALICKY 1967 zum Beispiel nennt un- oder halbausgebildete Ovarien (Eierstöcke) als Grund. Mittlerweile sollen es jedoch nicht ausgebildete Eier sein. Da ich jedoch nicht selbst bereit bin, frisch geschlüpfte :female von atropos aufzuschlitzen, um nach zusehen, ob sie schon Eier ausgebildet haben, oder nicht, kann ich diese Aussagen nur hinnehmen aber nicht selbst beweisen. Sorry.

Aufgrund deiner Frageformulierung gehe ich davon aus, dass du meine Quellen wissen möchtest, worauf sich meine Aussagen stützen:

eigene Erfahrungen mit der Zucht und Nachzucht von atropos

Die Schwärmer der westlichen Palaearktis von Danner/Eitschberger/Surholt

Die Ausführungen zu atropos in der Entomologische Zeitschrift von Heinig und Harbich



und diverse andere Publikationen.



Servus.



Rudi
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soil74

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Friday, October 23rd 2009, 5:27pm

Hallo Rudi

Quoted

Wenn alle hier schon alles wüßten und könnten, dann hätte das Forum ja keine Funktion mehr
Und hier verdrehst du mir, hoffentlich unabsichtlich, wieder das Wort im Munde, denn das habe ich in keinster Weise angedeutet. Warum sollte ich denn selbst auf Hilfe aus sein, wenn ich schon alles wüsste?
Nein, nein, das bezog sich nur auf die mögliche Vorstellung, dass ein Fachforum theoretisch nur von Leuten besucht wird, die ohnehin alles wissen und können. Dann bräuchte man wiederum kein Forum, denn was sollte man Wissen austauschen, das ohnehin bei allen gleich ist. Und im Gegenteil mögen die Tatsachen konstant sein, aber der Erkenntnisstand entwickelt sich weiter, das war nicht auf Dein Wissen oder Nichtwissen bezogen.
Aufgrund deiner Frageformulierung gehe ich davon aus, dass du meine Quellen wissen möchtest
Nee, nicht unbedingt. Ich könnte nicht mal meine nennen, ohne nachzuschauen, und dazu bin ich zu faul. Ich wollte damit nur untermauern, dass das Forum die Funktion des Austausches neuer Erkenntnisse erfüllt, und dass scheinbar gesichertes Wissen später immer wieder in Frage gestellt werden muß und wird.
Und viele Wege führen nach Rom, deshalb müssen in einem Feld, in dem (nach harten Kriterien) relativ wenig wissenschaftlich geforscht wird, auch Meinungen und Erfahrungen gelten dürfen, insbesondere, wenn jemand explizit nach sowas fragt. Das inhaltliche Verkommen von Actias wird meiner Einschätzung damit nicht eintreten, denn das Prinzip bewirkt eher einen Selbstreinigungseffekt. Alles gut.

  • "dieannett" is female

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28

Friday, October 23rd 2009, 7:22pm

Hallo Ihr Zwei,

mal ganz nett nachfragen möchte: Was hat dies nun mit den eigentlichem Thema zu tun? :whistling:

Ich möchte niemanden in den Rücken fallen, aber diskutiert dies doch über PN oder am Telefon, oder eröffnet ein neues Thema.


Liebe Grüße
Annett

  • "Luckyluke" is male

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29

Friday, October 23rd 2009, 8:27pm

n´Abend,



ACHTUNG: FOLGENDE ANGABEN SIND FAKTEN, WELCHE VON MIR VOR EINEM JAHR GETESTET WURDEN!!!



Gegensätzlich zu der vielverbreiteten Meinung, die Weibchen wären nur bei 12 Stunden Licht und 12 Stunden dunkelheit vollkommen fruchtbar, möchte ich hinzufügen, dass auch 11 Stunden Licht und 13 Stunden Dunkelheit, bzw. 13 h Licht und 11 Stunden Dunkelheit zum gewünschten Ergebniss führen können, +-eine halbe Stunde. Dies habe ich in einer Parallelzucht getestet!



HIER ENDET DAS NACHWEISLICHE WISSEN:



Grund dafür ist meiner Meinung nach der Schutzmechanismus der natur, welcher überhaupt erst dafür sorgt, dass die Weibchen unfruchtbar werden können: Eine erfolgreiche Paarung mit anschließender Ablage befruchteter Eier in unseren Breiten zu dieser Zeit, was durchaus möglich wäre, stellt für Mutter Natur eine sinnlose Sackgasse dar - beim ersten Frost gehen die Eier/Raupen der folgenden Generation ein.

Das Weibchen muss also weit genug südlich - also näher am Äquator und damit näher an der 12 Stunden-12 Stunden Grenze aufwachsen, um Nachwuchs mit Zukunft hervorbringen zu können.

Die Ergebnisse meiner Parallelzucht und dieser Vermutungen lässt mich eine These behaupten, welche besagt, dass der hell-dunkel Unterschied und damit der nördliche Breitengrad proportional zu der vorrübergehenden Unfruchtbarkeit der Weibchen ist (verkomplizierend ist dies allerdings noch abhängig von der entsprechenden Jahreszeit).

(bei 13 Stunden Dunkelheit und 11 Stunden Licht entspricht das im Moment übrigens etwa Mittel- Italien, südlich des 40igsten Breitengrad, "unter" Rom)



MFG,

Lucas

soil74

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30

Friday, October 23rd 2009, 9:45pm

@ Lucas: Interessante These. Allerdings sind 13 und 11 Stunden ja nun nicht der himmelweite Unterschied, zumal, wenn +- 30 Minuten. Signifikanz könnte man aber erst herstellen, wenn man z.B. gänzliche Dunkelheit oder Helligkeit und stündliche Abstufungen der Tageslänge diesbezüglich testen würde. Und: es müßte Unterschiede der Fruchtbarkeit von bei exakt 12h langen Tagen gehaltenen Raupen geben. Gleiches gilt für die Annahme einer Proportionalität (linear? exponentiell?). Außerdem müßte eine exakte Gleichheit der anderen Zuchtbedingungen vorliegen. Alles nur Gedankenanstöße für wissenschaftliche Exaktheit.

Zum Stichwort "sinnlose Sackgasse": Welcher Sinn besteht denn überhaupt für die Falter, nach Norden zu wandern? Und wovor soll der Mechanismus schützen? Für die ausgewanderten Falter und deren Nachkommen ist der Zug doch sowieso abgefahren, sobald sie weg von Afrika sind, um es mal einfach auszudrücken, wenn das stimmt. Im Gegenteil könnte man annehmen, dass das Wandern der Falter entweder ein Relikt aus wärmeren Epochen der Erdgeschichte ist oder aber das Resultat von Selektionsdruck im Heimatland. Man könnte sich z.B. vorstellen, dass sich aus den ausgewanderten Faltern mit der Zeit Stämme der Art entwickeln, die gegen Kälte weniger empfindlich sind und auch diesen 12h-Fruchtbarkeitsrhythmus nicht aufweisen. Das alles natürlich vor dem Hintergrund, dass die Evolution nicht als zielgerichteter Vorgang verstanden wird.

@ dieannett: :tschuldigung: Du hast Recht, ich schweife manchmal ab, und ich werde mir das abgewöhnen, auch wenn sich daraus manchmal interessante threads entwickeln (auch nicht zielgerichtet :D )

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