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First Name: Marc

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1

Friday, September 4th 2009, 10:14am

Insektenbörse in Kloten, Schweiz

Am 19. September ist es wieder so weit: von 9 bis 16 Uhr wird im Stadtsaal in Kloten gezeigt, getauscht, gekauft und verkauft, diskutiert, geplaudert und noch viel mehr.

Mehr steht in unserem Kalender. Tragt bitte dort eure Teilnahme ein.

Ale

Member

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First Name: Alessandro

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3

Sunday, September 20th 2009, 9:26pm

Das wurden echt super Fotos.
Ich hab den Fenchel Geruch noch am Abend in der Nase gehabt^^
War echt klasse die Börse, werde das nächste mal sicher wieder dabei sein.

Liebe Grüsse Ale

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First Name: Marc

Country: Schweiz

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4

Sunday, September 20th 2009, 10:45pm

Gute Mischung

Ich denke, Kloten lebt von der guten Mischung, die Koexistenz von unterschiedlichen Interessen, vereint durch die gemeinsamen Freude an Insekten und Spinnen.

  • Zuhinterst über die ganze Breite der beleuchtete Stand mit den Koryphäen der entomologischen Gesellschaft Zürich. Fast tausend Jahre Erfahrung an einem Tisch!
  • Dann die - von weitem eher langweiligen - Tische mit den Sammlungen - alle fein säuberlich beschriftet. Hier eine Anregung: stehende Kästen mit attraktivem Inhalt ziehen die Besucher an.
  • Achtbeiner in allen Grössen: eine gute Ergänzung. Spinnenfreunde lernen Insekten kennen und umgekehrt.
  • Die kostenlose Kurz-Therapie gegen Insekten- und Spinnen-Phobien durch professionelle Hypnose-Therapeuten.
  • Schrecken und Käfer - natürlich weniger als an spezialisierten Fachbörsen, aber attraktive Exemplare alleweil.
  • Eier, Raupen, Puppen, Kokons und Imagos - Einheimisches und Tropisches zum Anfassen, und immer jemand dabei, der erklärt und Fragen beantwortet.
    Daneben auch ein paar schmetterlingsfreundliche Pflanzen - Gewürzfenchel und so.
  • Zuchtbehälter, Spannbretter, Nadeln und so wie üblich.
  • Und - zur Freude aller Kinder - der grosse Flugkäfig mit Tagpfauenauge, Schwalbenschwanz und anderen Faltern.

Habe ich etwas vergessen?

Meine Meinung: Kloten darf sich ruhig noch weiter zur populären Insektenschau entwickeln, die sich an ein breites Publikum wendet.
Reine Insider-Börsen waren vielleicht vor zwanzig Jahren ein Bedürfnis. Heute werden sie teilweise abgelöst durch den Handel im Internet (ACTIAS mit im Schnitt über sechs Lebend-Angeboten Lepidoptera pro Tag ist weltweit der grösste Handelsplatz für Eier, Raupen, Puppen und Kokons).
Entomologische Veranstaltungen müssen noch mehr dem Ziel dienen, dass sich Züchter und Sammler persönlich kennen lernen, Erfahrungen austauschen und auch der Geselligkeit frönen.
8)

  • "Le petit suisse" is male

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First Name: Raphaël

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5

Tuesday, September 22nd 2009, 4:46pm

Magifique bourse!

Je confirme magnifique bourse que je fais chaque année!

Belles photos, et merci beaucoup marc. ;)
(malheureusement les chenilles d'Antherea myllita que j'ai acheté à votre stand sur 5, 3 n'ont pas aimer le voyage du retour en train !
Elles avaient la chiasse et sont mortes après !).

Mais les deux autres sont en bonne santé !

Encore mille merci !

  • "gorostiza" is male

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First Name: Roland

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6

Wednesday, September 23rd 2009, 8:15pm

Meine Eindrücke von Kloten





































































Insektenbörse Kloten, bei Zürich

Trotzdem schon einiges berichtet wurde erlaube ich mir, noch einige Sätze als Nachlese zur Börse in Kloten beizufügen

Nach einigen Jahren Unterbruch habe ich diese Börse wieder einmal besucht. Ich war überrascht über die Grösse des Angebots. Alle aufgestellten Tische waren belegt. Erstaunlich wieder das Angebot an prächtigem Zuchtmaterial, aus fast allen Familien der Insekten. Auch das Angebot von Vogelspinnen war beachtlich, so wurde auch die grösste aller Vogelspinnen der Welt angeboten (siehe Bild). Alle diese lebenden Tiere machten einen ausgezeichneten gesunden Eindruck. Was mich besonders beeindruckte war die Freundlichkeit und Kompetenz mit der die vielen noch etwas unwissenden Kunden informiert und bedient wurden. Auch jeder noch so kleine Knirps wurde mit der nötigen Aufmerksamkeit beraten. Schön zu sehen wie die Kinderaugen leuchteten wenn sie stolz mit dem Schächtelchen mit Raupe, Schmetterling oder Käfer träumerisch von dannen trippelten, vorsichtig die Dose oder Schächtelchen vor sich herhaltend. Das ist dann einmal unser Nachwuchs, der einmal in unsere Fussstapfen treten sollten. Da lohnt es sich auch, diese vor Begeisterung zitternder Kinder mit der nur besten Sorgfalt zu bedienen, auch wenn sie noch nicht das grosse Geld ausgeben können.

Ein grosses Lob auch den Ausstellern und Verkäufern, was da an hoher Qualität angeboten wurde, war wirklich beachtenswert. Weniger Masse als Qualität, die Zeiten mit den uralten Leichen in den Verkaufsregalen scheint vorbei. Viele wunderschöne und seltene Arten begeisterten die Besucher und der Fachmann konnte interessante Tiere für seine Sammlung finden. Allerdings schien es mir, dass einige Preise etwas weit oben sich bewegten, zwischen Gut und Böse. Aber das muss jeder selber wissen, wenn er die meiste Ware wieder mit nach Hause schleppen musste. Ich hätte auch noch gerne einige Arten gekauft, allerdings wiederstrebt es mir bis das 5 und 6 fache des handelsüblichen Preises zu bezahlen. So verlangte z. B. ein Händler für gewöhnliche Lamprima adolphinae (also keine besonderen Farbschläge und auch keine Riesen!) 20 Fr. (14 Euro). Die erhält man überall im Internet für 2-3 Euro.


Sehr reichhaltig war auch das Angebot an diversen lebenden wie präparierten Insekten wie Phasmiden, Mantiden, Schaben und auch Nichtinskten, wie Tausendfüssler und Hundertfüsslern. Auch kunsthandwerkliche Werke wurden ebenso vorgestellt wie auch wunderschön und perfekt präparierte Klein –Diaramen mit Vogelspinnen, Käfern (siehe Fotos)

Dafür boten die Hobby-Züchter ihr Material zu wirklich fairen Preisen an, im Preis inbegriffen die kompetente Beratung! Die Palette der angebotenen Arten war beeindruckend, um nur einige zu nennen, Actias dubernardi-Raupen in allen Grössen, Actias rhodopneuma und andere Actias-Arten, verschiedene Automeris und weitere Saturniden. Es würde zu weit führen, alles aufzuzählen, was da an Zuchtmaterial aufgeführt wurde. Das natürlich die Literatur nicht fehlen durfte, dafür sorgten zwei Bücherstände, einer mit neuer, mehr populären Bestimmungsbüchern und einen mit mehrheitlich interessanten antiquarischen Werken und auch kleineren Separatas – eine wahre Fundgrube.

Dass eine Börse wie dieser natürlich auch einen Anbieter von entomologischen Utensilien von höchster Qualität einlädt, zeigt die Weitsicht der Organisatoren. Ich habe nur gestaunt über die vorgeführte Ware. Die Insektenkästen, egal aus welchem Holz, gehören zum Feinsten was ich je sah. Butterweich zu öffnen, ohne den geringsten Fehler in den Gehrungen und Kanten. Da braucht man kein Sackmesser oder einen Stechbeitel und Hammer um die Kästen aufzumachen wie ich zufällig einen Händler sah, der dem Kunden Schmetterlinge aushändigen wollte und mit dem Messer die liebe Mühe hatte, den Kasten zu öffnen! Ich habe eine Serie Spannbretter gekauft, eine saubere Sache, schönes weiches Holz und alles perfekt verarbeitet. Kunststück, Herr Schunke ist ja Möbelschreiner, da merkt man die präzise Hand und das genaue Auge.
Für den Seelenfrieden im Bauch bot sich ein Stand an der feine Brötchen und Kuchen offerierte, wer einen grösseren Hunger zu bekämpfen hatte, wurde im Restaurant vorzüglich bedient. Hier sah man auch stets Grüppchen von Entomologen, die vieles zu besprechen hatten. Für mich war es auch schön, den einen oder anderen alten Bekannten zu begrüssen, den ich seit Jahren nie mehr gesehen hatte. Es war also auch ein idealer Treffpunkt der Entomologen, es wurde rege diskutiert, und so manches gute Stück wechselte die Hand versteckt unter dem Tisch!

Ein ausgesprochen stark frequentierter Stand war die Vorstellung der Swiss Butterfly Breeders, eine freier Zusammenschluss von Schmetterlingszüchtern, der hauptsächlich über Internet funktioniert. Es können Erfahrungen ebenso getauscht werden wie auch Zuchtmaterial. Papa Papillon stellte zudem seine prächtigen wie praktischen Aerarien vor. Im einen konnten sich die Besucher sogar zwischen den Schmetterlingen bewegen. Die Auskünfte von kompetenten Natur und Insektenfreunden wurden von den Besuchern sehr gerne angenommen, Der grosse Stand war wirklich den ganzen Tag dicht belagert. Das zeigte doch auf, dass sich viele Menschen, vor allem Schüler und heranwachsende, für die Belange der Schmetterlinge begeistern können. Ich denke, nur durch solche Aktionen können Jugendliche für die Schönheit und Faszination der Insekten und die Natur überhaupt gewonnen werden. Ältere Entomologen müssen sich bemühen, Junge zu fördern mit Zuchtmaterial, man kann auch einmal ein paar Tier verschenken, es müssen nicht die teuersten und perfektesten sein. Auch mit Informationen kann man das Interesse fördern. Swiss Butterfly Breeders möchte diese Zusammenarbeit zwischen sogenannten erfahrenen Entomologen und Züchtern und dem jungen Nachwuchs forcieren und ausbauen.


Roland alias gorostiza