... Roland. Du bist ein Paradebeispiel der Personen, die bei Kritik an einer Sache zu erhöhtem Adrenalinausstoß neigen und die Fehler der Sache verteidigen, statt den gesunden Menschenverstand einzuschalten und mal nachzufragen, wie das genau gemeint ist. Du sagst Dir einfach: Mut zur Lücke, Augen zu und durch.
Also, nochmals ganz klar: ich kritisiere die Sache, da ich bisher nur PR-Blabla dazu gelesen habe. Es gibt keinerlei konkrete Aussagen dazu, wer die Daten auswertet und ob diejenige Person auch weiß, was sie da auswertet. Auch hier nur die üblichen Angriffe, wie ich und hunderte andere sie von NABU-Mitgliedern kenne. Wer nicht Deiner Meinung ist, ist automatisch ein A-r-s-c-hloch.
Ich habe nichts gegen Hausfrauen, die sich mit den Schmetterlingen (oder anderen Dingen der Natur) beschäftigen möchten. Die Daten dieser Hausfrauen sind so gut, wie die Daten jedes anderen, vorausgesetzt, die Hausfrau kann Polyommatus icarus von P. bellargus unterscheiden oder noch besser die Thymelicus-Arten oder die Plebeja-Arten etc. Ein besonderes Vergnügen wird es sicherlich auch Bestimmungen bezüglich Erebia-Arten zu lesen und auch die immer wieder kehrende Bestimmung "Leptidea sinapis", die inzwischen hochgradig kompliziert geworden ist, weil da ohne Genital nichts mehr geht. Feine Sache.
Gehen wir mal von der Ironie weg, die ich mir ob Deines recht gedankenlosen Ausbruches erlaubt habe, hin zu den Fakten: es werden Daten gesammelt von Personen, die dazu nicht ausgebildet wurden. Eine Ausbildung stelle ich mir so vor, dass jemand fachkundiges mit diesen Personen ein Biotop begeht, sich erstens anschaut, ob die Person in der Lage ist Pieris rapae, P. brassicae und P. napi auseinander zu halten (wenn nicht, diese Person vorab entsprechend ausbildet, was beduetet, dass sie für eine bis zwei Saisons ausfällt) und der Person dann beibringt, wie sie Mehrfachzählungen vermeiden kann. Nur wenn ich Daten habe, die von verlässlichen Personen stammen und die sich nicht scheuen im Falle schwer bestimmbarer Gruppen Tiere einzusammeln und einer ordentlichen Bestimmung zukommen zu lassen, kann ich davon ausgehen, dass die Daten einer gewissen Grundlage entsprechen und entsprechend brauchbar und verwertbar sind und in eine Datenauswertung einfließen können.
Wenn alle, die an diesem Monitoring beteiligt sind, so drauf sind wie Du, nämlich Kritik nicht als solche aufzufassen und nicht versuchen die Fehler im System zu beseitigen, dann kann ich nur empfehlen aus den erarbeiteten Daten einen schönen Scheiterhaufen zu machen und dann im November mit St. Martin um selbigen zu tanzen. Ich mache jetzt seit 20 Jahren in meiner Freizeit nichts anderes als Daten zu erfassen und auszuwerten. Die Daten meiner Anfänge kann man dabei getrost in die Tonne treten, weil sie vor Fehlern nur so strotzen, die heute auch nicht mehr auszumerzen sind. Du kannst also davon ausgehen, dass ich weiß, wovon ich rede (im Gegensatz zu Dir). Dein Ansinnen im Moment ist es, mit dem 1. FC Hintertupfingen die 1. Fussballbundesliga von hinten aufzurollen. Dabei wünsche ich Dir gutes Gelingen, sage Dir aber gleich, dass genau Du Dich nicht wundern darfst, wenn man Dir gegenüber wirklich arrogant wird.
Viele Grüße
Klaas
P.S.: By the way: das Thema "Auswertung im Vorbeigehen" gab es vor wenigen Jahren schon bei den Libellen. Die Menschheit behauptet ja immer, dass man Libellen via Fernglas bestimmen kann. Ich kenne indirekt nur eine einzige Person, der ich das zutraue, denn die Überprüfung der Meldungen aller anderen Personen, die sich das Monitoring der Libellen auf die Fahne geschrieben haben, haben nur gravierende Fehler ergeben und Meldungen von hochgradig gefährdeten Arten, wo keine vorkommen . Nach den Libellen also nun die Schmetterlinge! Glück auf!