Gestatte mir bitte, dass ich dir da mal ausnahmsweise widerspreche:
"Rechtschroibefehler sind gerne akzeptiert", da stimme ich dir zu. Aber dass sie dem Leser das Gefühl der intellektuellen Überlegenheit geben, das ist doch wohl etwas zu weit herbeigeholt, wenn nicht gar unnötig unterstellt.
Wenn es sich bei den Rechtschroibefehlern um sog. "Flüchtigkeitsfehler" handelt, zuckt man, soferne man der Deutschen Sprache einigermaßen mächtig ist, nicht einmal mit der Wimper. Das wir ganz einfach milde zur Kenntnis genommen.
Was man aber hier im Forum an horrenden, wirklichen Rechtschreibfehlern erleben kann/muss, ist schon oft sehr zermürbend. Ich dachte mir lange Zeit immer, nur in Österreich gibt es so viele Landsleute, die sich um ihr eigene Sprache bzw. deren Schreibweise einen Dreck kümmern, wenn man aber, so wie eben ich, so ziemlich alles liest was in actias veröffentlicht wird, kommt man zur traurigen Erkenntnis, dass es mit der Rechtschreibung allgemein, so auch der Deutschen KollegInnen, oft sehr sehr schlecht bestellt ist.
Dass ich da aber jemals das Gefühl der intellektuellen Überlegenheit verspürte, geht in die völlig verkehrte Richtung. Vielmehr stimmt es mich immer wieder traurig und nachdenklich, feststellen zu müssen, dass die eigene Muttersprache vielfach so wenig Bedeutung geniesst.
Also, lieber Marc, es dürfte sich bei deiner Einschätzung zum Thema "Rechtschreibung" doch nur um eine Minderheitenmeinung handeln.
Nichts für ungut!
Grüße
Heinz