Hallo Holger,
wie ich schon in meinem letzten Post geschrieben habe, gebe ich dir recht, dass die Hybridbildung eine Rolle in der Entstehung neuer Spezies spielen
kann. Allerdings spricht das meiner Meinung nach nicht gegen die Evolutionstheorie von Darwin. Meiner Meinung nach hat Darwin das beste aus seinen Möglichkeiten gemacht und eine Theorie aufgestellt, die zu seiner Zeit bahnbrechend war und auch heute noch ist. Es geht heute nicht darum seine Theorie zu widerlegen, sondern vielmehr darum sie zu vebessern und weiterzuentwickeln. Aber das sieht natürlich jeder auf seine Weise.
im Rahmen von Mimikrikomplexen erhebliche Bedeutung hat und zwischen verwandten Arten mit gleichem Verbreitungsgebiet nicht ganz so selten vorkommt. Die Farb-Gene werden nicht zufällig durch Mutation entstanden "nachempfunden", sondern durch Hybridisierung von der Modellart auf den Nachahmer übertragen.
So wie du das formulierst klingt das für mich nicht nach Mimikry. Es ist mit Sicherheit richtig, dass die Farbgebung, z.b. bei den genannten Heliconius Arten, auf Hybridisierungseffekte zurückgeht. Allerdings betrifft Mimikry oft Spezies die garnicht nahe verwandt sind und deshalb diese Effekte in diesen Fällen garnicht auftreten können. Ich würde daher in den meisten Fällen eher von konvergenter Evolution sprechen.
p.s. Offenbar bist Du kein Reproduktionsmediziner. Deine Vorstellungen von der menschlichen Embryologie und der Sterblichkeit von befruchteten Eizellen und Kindern entsprechen bei Weitem nicht den Tatsachen. Aber das macht ja auch gar nichts. Ich glaube aber, die Diskussion darüber gehört auch nicht in ein Schmetterlingforum.
Nein ich bin kein Reproduktionsmediziner, aber ich wäre mir auch garnicht so sicher ob da ein Medizinier sofort eine Antwort drauf hätte. Wie dem auch sei, ich kann dich nicht zwingen mir zu glauben, aber es handelt sich um eine Tatsache, dass die Zahl männlicher Zygoten deutlich über der von weiblichen Zygoten liegt. Und auch bei der Geburt werden noch mehr Jungen als Mädchen geboren. Wir hatten das Ganze mal im Studium. Leider konnte ich die ursprüngliche Vorlesung nicht mehr finden und musste auf Google zurückgreifen. Hier mal die richtigen Zahlen.
Primäres Geschlechterverhältnis: Verhältnis der ♂ : ♀ Zygoten
zum Zeitpunkt der Befruchtung (ca. 140 : 100)
Sekundäres Geschlechterverhältnis: Verhältnis zum Zeitpunkt der
Geburt (106 : 100)
Tertiäres Geschlechterverhältnis: Im Erwachsenenalter
(101 : 100)