Erebia epiphron - Knochs Mohrenfalter - Mountain Ringlet - SATYRINAE
Eine Zucht von Erebia epiphron
J.Fuchs
Herkunft: Osttirol, Defereggental, Umg. St. Jakob, ca. 2300-2400m
Futterpflanzen: Festuca scoparia (Bärenfellgras), Poa annua, Festuca glauca und 2 breitblättrige, weiche Gräser.
Eiablage: Am 04.08.95 habe ich 1 Weibchen von E. epiphron gefangen, das noch am selben Tag und am 05.08. ca. 20-30 Eier in einer Pappschachtel mit Gazefenstern abgelegte. Es hat die Eier ohne Gras nur so in der leeren Schachtel an die Gaze abgelegt. Die Eier waren zuerst weißlich, verfärbten sich dann aber gelblich orange.
Schlüpfen der Raupen: Vom 20.-22.08.95 schlüpften 23 etwa 3 mm lange Räupchen.
Ich setzte die L1-Raupen an abgeschnittene Halme von Festuca scoparia (Bärenfellgras).
Entwicklung der Raupen:
Sie liefen zuerst immer wieder vom Futter weg. Deshalb stellte ich sie dunkel. Ab dem zweiten Tag aber blieben sie sitzen und begannen auch zu fressen, was winzige Kotbällchen bestätigten. Ich habe sie immer wieder fein besprüht.
Am 29.08.95 habe ich den 23 Raupen neben F. scoparia noch Poa annua, Festuca glauca und 2 andere breitblättrige, weiche Gräser angeboten.
Am 01.09.95 fressen die Raupen überwiegend an einem der beiden breitblättrigen Gräser, kaum an F. scoparia, gar nicht an F. glauca.
Am 03.09.95 habe ich noch 20 Raupen. Fraßspuren habe ich an dem breitblättrigen, weichen Gras, aber auch an P. annua, F. glauca und F. scoparia festgestellt.
Vom 08.-25.09.95 fressen die jetzt 18 Raupen von E. epiphron fast ausschließlich an P. annua, kaum an F. glauca und nicht mehr an dem breitblättrigen Gras und an F. scoparia, obwohl ich ihnen weiterhin alle genannten Gräser angeboten habe.
09.-19.10.95 Noch 17 Raupen. Sie fressen bevorzugt an P. annua, aber auch an F. glauca.
25.10.95 Noch 16 Raupen fressen gut an Poa annua und wachsen zufriedenstellend. Die Raupen sind jetzt grasgrün mit weißlichen und dunkler grünen Längsstreifen, ähnlich den Raupen von Coenonympha-Arten.
13.11.95 Ich habe noch 14 Raupen von E. epiphron an Poa annua. 2 sind schon erwachsen, und eine wird sich in den nächsten Tagen verpuppen. Sie war in den letzten 3 Tagen heller grün, fast glasig geworden und die Längsstreifen waren verblasst. Heute hat sie sich ganz unten an die Wurzeln der Grasbüschel verkrochen, um sich dort in eine Puppe umzuwandeln. Die übrigen Raupen fressen P. annua und F. glauca.
16.11.95 Heute ist die erste Raupe verpuppt, am 24.11.95 die zweite.
Am 02.12.95 schlüpfte der erste Falter, ein normal entwickeltes Männchen, am 13.12.95 der zweite, ein einwandfreies Weibchen. Die übrigen Raupen sind jetzt etwa in L3. Sie fressen und wachsen aber kaum noch. Sicher wollen sie in Diapause gehen.
Deshalb setzte ich sie am 27.12.95 an eingetopfte Poa annua und stellte sie in den etwa +10° C warmen Keller, ca. 8-10 Stunden tagsüber von einer Floralampe beleuchtet.
Leider trat auch bei dieser Zucht bei P. annua Schimmelbildung auf, und am 02.03.96, als ich den Topf ins Arbeitszimmer holte, waren nur noch sechs L3-Raupen am Leben.

L1-Raupen e.o. von
E. epiphron an
F. scoparia: Defereggental, 2300m

L1-Raupe e.o. von
E. epiphron an
F. scoparia: Defereggental, 2300m

L3-Raupen e.o. von
E. epiphron an
F. glauca: Defereggental, 2300m

L5-Raupe e.o. von
E. epiphron: Defereggental, 2300m

Puppe e.o. von
E. epiphron: Defereggental, 2300m

Frisch geschlüpftes Männchen e.o. von
E. epiphron: Defereggental, 2300m
Used tags
Erebia, Erebia epiphron, Fotos, Futterpflanzen, Nymphalidae, Raupen, Satyrinae, subspecies, Unterarten, Verbreitung, Zucht