Hallo,
ein Macho aus Ecuador (
Heliconius melpomene plessini) flirtet mit einer brasilianischen Schönheit (
Heliconius atthis)... und wird heftig zurückgewiesen.
Liebe macht wohl blind. Oder auch nicht. Zur Partnererkennung bei
Heliconius-Schmetterlingen dienen nicht Pheromone, Form und Farbe, sondern auch Markierungen, die durch Polarisation entstehen. Polarisiertes Licht ist für menschliche Augen nicht sichtbar. Im Dschungel muß ein polarisierender Schmetterling aber (für entsprechende Augen) aber weit leuchten. (Ich sehe was, was Du nicht siehst.)
Sweeney, et al. 2003
So werden wohl auch verschiedene Unterarten erkannt. Hier z.B.
Heliconius melpomene plessini (Ecuador) und
Heliconius melpomene cynthia (Brasilien).
Das Männchen schwebt über dem Weibchen vor und zurück. Es versucht Pheromone auf die Antennen des Weibchens zu bringen. Das Weibchen legt die Antennen flach, wohl um den Pheromonen auszuweichen.
Trotzdem hat manchmal die Werbung trotz der unterschiedlichen Herkunft Erfolg.
Das Ergebnis der Völkerverständigung werde ich hoffentlich in einer Woche nachliefern.
Schönen Gruß