Hallo Andreas,
nachdem ich zu diesem Thema keinen Beitrag von Heiner gefunden habe, nehme ich an, dass du damit mich meinst. Ist aber auch piepschnurzegal, ich gebe dir nachstehend mal meine Erfahrungen zur wiederholt geglückten Zucht von L. dumi bekannt:
Nun, ich kenne einen Biotop, in dem L. dumi, jedoch in deutlich abnehmender Anzahl, alljährlich Mitte Oktober bis Anfang November anzutreffen ist. Es handelt sich dabei um einen südlich (!!!) geneigten Hang, der nicht unbedingt als feucht einzustufen ist. Der Wiesenboden ist ziemlich hart und fest, woraus ich schließe, dass die Puppe nicht
i n sondern
a n der Erde ruht.

Zur Haltung in Gefangenschaft:
Wie du ja selbst bereits erfahren hast, ist die Zucht der Raupe absolut kein Problem. Zur Verpuppung biete ich eine Schicht Humus und darauf eine etwa 10-cm-starke Schicht Zupfmoos. Die Raupen gehen kaum in die Erde sondern verpuppen sich zwischen Moos und Erde, manche allerdings graben sich halb ein, sodass die Puppe noch etwas zu sehen ist.
Verpuppungsreife Raupen trenne ich von den noch fressenden, da ich dadurch event. gegenseitige Störungen verhindern möchte. Diese kommen dann eben in den oben beschriebenen Behälter, der an der Schattenseite des Hauses platziert ist. Bei Regen stelle ich den Puppenkasten (Deckel weg) so alle paar Tage in den Regen. Sollte es längere Zeit trocken sein, so besprühe ich das Moos auch so etwa jeden 4. - 5. Tag ordentlich mit Regenwasser aus der Gießkanne. Aber nur so viel, dass die Puppen nicht ständig im Nassen liegen. Und wenn dann die Zeit des Falterschlupfes naht, ab etwa Ende August, stelle ich den Puppenbehälter immer wieder für ein paar Stunden in die Sonne. Die Puppen müssen allerdings, wie gesagt, mit Moos o. ä. abgedeckt sein.
Als Schlupfbehälter verwende ich einen zeltförmigen, soll heißen, nach oben spitz zulaufenden, Gazekäfig. Die frisch geschlüpften Falter klettern mal an den Wänden, mal an den eingestellten Holzästchen hoch.
Jedenfalls ist es so, dass auch ich, bis ich zu einwandfreien Ergebnissen kam, viele Rückschläge hinnehmen musste.
Nette Grüße
Heinz