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delser

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Saturday, March 5th 2011, 9:51pm

Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea)

Hallo zusammen,

Heute am Nachmittag, sah ich eine Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea), welche gerade an einem Stiefmütterchen Nektar saugte. Kann man eigendlich diese Art züchten?
Würde mich auf Antworten freuen!

Jakob

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2

Saturday, March 5th 2011, 11:15pm

Hallo,
Ist die nicht geschüzt? Es gäbe sicher geeignetere Arten für die Zucht, wie Osmia rufa. Schon die Beschaffung des Zuchtmaterials ist denkbar einfach:
Du musst nur ein Insektenhotel bauen und dann alle Schilfhalme, die von dieser Art bewohnt werden markieren (damit du nicht eine seltenere Art erwischst). Im Winter kannst du die Halme dann vorsichtig an jeden beliebigen Ort bringen. Geht natürlich nur wenn Osmia rufa nicht geschützt ist, da weis ich nicht bescheid.

Ein weiteres Problem könnte sein, das zur Larvenaufzucht nicht nur Nektar, sondern auch Pollen benötigt werden könnten. Dann ließen sich Blüten nicht durch Honigwassertöpfchen ersetzten.

Ich finde dass sich Bienen (egal welche) in der Natur an Blüten und am Wildbienennistkasten (auch wenn der von Xylocopa violacea nicht besucht wird) genauso gut beobachten kann wie in Gefangenschaft. Du bräuchtest zur Zucht auch einen großen, sonnigen Zuchtkasten und müsstets aufpassen dass die Bienen nicht entkommen.

Du könntest dir ja die exotische Juwelengrabwespe Ampulex compressa zulegen, da findest du Zuchtberichte in der Literatur und auch im Internet.

Viele Grüße,
Jakob

hoehlearnd

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3

Monday, April 4th 2011, 10:17am

Holzbiene

Hallo Delser,
die Große Holzbiene findest Du bei Wiki unter folgendem Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Holzbiene
Da diese großen Solitärbienen nicht zu den häufigen Bienen in unseren Breiten gehören, sollte man sie, unabhängig von ihrem Schutz- oder Gefährdungsstatus fördern und in Ruhe lassen.
Halten im Sinne von Züchten unter Terrarienbedingungen läßt sie sich meines Wissens nicht, dazu braucht sie einen geeigneten Lebensraum, Brutplatzangebot und die nötigen Temperaturen. Fördern ist schwierig, da die Holzbiene sich einen Legegang in Totholz nagt. Mit viel Glück kann man sie, zumindest vorübergehend, ansiedeln.
Trotzdem kann man ihr dort wo sie fliegt, ein Stück altes Totholz/Stamm anbieten, ca 20-25 cm Durchmesser, Fichte/Kiefer/andere, in das man 5cm tiefe Löcher mit einem Duchmesser von ca. 12-15mm bohrt. Von unterschiedlichen Richtungen und in unterschiedlicher Höhe gebohrte horizontale Löcher erlauben der Biene, sich das "beste" Brutloch herauszusuchen und dann den eigentlichen Gang selber anzulegen. Am besten holt man sich aus dem Wald einen 2,50m langen abgestorbenen Stamm (Förster fragen! Vorher!) und gräbt ihn senkrecht an einem vollsonnigen Platz senkrecht ein. Durch gleichzeitiges Bohren vieler kleiner Löcher kann man hier sogar weitere Brutstätten für alle möglichen Bienen und Wespen schaffen. Der Baum wird für viele Jahre Brutstätte für eine große Anzahl von Insekten und Spinnentiere werden, bevor er verrottet. Käfer, Bienen, Wespen, Spinnen, und alle möglichen anderen profitieren davon. Wer also Platz im Garten hat und allgemein Holzbienen fördern möchte, der kann mit einem solchen Angebot eine reiche Brutstätte schaffen.
Grüße
Arnd

ra schuetz

Rechtsberater ACTIAS

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4

Wednesday, April 6th 2011, 10:43am

Holzbiene

Hallo Arnd,

danke für die detaillierte Anleitung. Das werde ich diese Saison mal ausprobieren und in meinem Garten die dort stehenden Holzstümpfe anbohren. Mal sehen, was passiert.

Als ich vor ein paar Jahren im Garten eine Natursteinmauer aus Bruchstein gebaut hatte, waren wenige Tage später auch gleich Wildbienen da, die sich in den Spalten einisteten und die ich vorher nie gesehen hatte. Leider war das nach dem ersten Sommer aber schon wieder vorbei. Warum, kann ich mir nicht erklären.
Gruß
Robert A. Schütz

hoehlearnd

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5

Wednesday, April 6th 2011, 11:16am

Brutstätten

In meinem Garten befinden sich zahlreiche solcher wilder "Brutstätten". Doch ist es tatsächlich auch bei mir so, dass manche Brutstätten angenommen werden und andere, die sich genauso anbieten würden , nicht.
Bei einer modrigen Wurzel war eine ganze Anzahl kleine Solitärbienen damit beschäftigt, Brutkammern zwischen den Holzfasern anzulegen, im darauffolgenden Jahr haben sie diesen Platz nicht mehr aufgesucht.
Vielleicht liegt das daran, dass die Folgegeneration kein "Gedächtnis" für geeignete Brutplätze entwickelt hat und jedes Jahr nach neuen Brutstätten Ausschau halten muss. Zudem sind die alten Brutstätten ja besetzt=verbraucht.
Es könnte aber auch eine Strategie sein, die Brut den Fressfeinden/Parasiten zu entziehen. Wenn immer neue Brutplätze angelegt werden, ist es schwerer für die Prädatoren, sich darauf einzustellen. Bei einer eher geringen Zahl der Nachkommen eine sicher "vernünftige" Strategie.
Oder die Tiere haben es einfach nicht nötig, den gleichen Platz zu nutzen, da Brutplätze in Hülle und Fülle überall vorhanden sind.
Gruß
Arnd

Hermes

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Wednesday, April 6th 2011, 11:56am

Hallo.

Es liegt zum Teil auch daran, dass sich solche Brutplätze im Laufe des Jahres ändern.
Mauernischen werden von Pflanzen bewachsen, durchwurzelt oder auch nur kurzzeitig beschattet. Dadurch ändert sich der Feuchtigkeitsgehalt in diesen Bereichen und schon kann es für die entsprechende Bienenart nicht mehr passen.
Baumstämme vermodern immer mehr und auch das führt zu geänderten Lebensbedingungen. Für jedes Stadium des Verfalls, eine entsprechend angepasste Art von Käfern, Bienen, Pilzen etc etc.

Gruß
Alfons