Moin,
es gibt eine Menge Käfer, so dass man zu Deiner Anfrage, so ohne genauere Bestimmung eigentlich erstmal gar nichts sagen, sondern nur Vermutungen anstellen kann. Im Prinzip wäre es sehr hilfreich, wenn Du Bilder machen und hier einstellen könntest.
Gehen wir ein wenig in die Theorie, sagt mir meine Erfahrung, dass um diese Jahreszeit die neue Generation von Harpalus (Pseudoophonus) rufipes schlüpft. Die Käfer sind etwas über 10 mm groß, fast schwarz, mit einem leichten bräunlichen Schiller, der sich unter der Vergrößerung als borstige, mittelbraune Behaarung der Flügeldecken entpuppt. Die Beine und Fühler sind vollkommen braunrot gefärbt. Siehe auch hier:
http://www.kerbtier.de/Pages/Fotos/FotoL…s-rufipes-n.jpg
Die neue Generation, die jetzt schlüpft, ist noch ein wenig weich, weil die Käfer noch nicht völlig ausgehärtet sind. Sie vermeiden noch zu fliegen, weil die Verletzungsgefahr so weich wesentlich zu groß ist. Da aber die mengen Käfer einfach zu groß sind, für die angrenzende Wiese oder Ackerbrache, versuchen sie zu expandieren und probieren neue Biotope zu erschließen, in dem sie einfach abwandern. Dabei fallen sie in die angrenzenden Gärten ein und dort immer wieder die Kellertreppen runter. Da sie aus diesem "Schacht" nicht mehr hoch kommen, kriechen sie irgendwann unter dem Türspalt rein. Ähnliches kann sich auf der Terrasse oder in anderen Eingängen abspielen.
Einmal im Haus finden sie nciht mehr raus und müssen in unseren trockenen Gebäuden zwangsläufig vertrocknen, was meist innerhalb von 24 bis 48 Stunden erfolgt.
Da ich dieses Szenario fast jedes Jahr via Foren oder life durch Hilferufe von verängstigten Bürgern miterlebe, würde ich fast denken, dass es sich auch bei Euch um genau dieses Schauspiel handelt. Nehmt es nicht weiter tragisch, wenn es diese Art ist (wie gesagt, Foto wäre hilfreich). Der Spuk ist innerhalb der nächsten vier Wochen vorbei, die Käfer tun nichts, sind keine Schädlinge im und am Haus oder im Garten und überleben in unseren Gebäuden auch nicht lange.
Liebe Grüße
Klaas