Servus,
Also hier sind die versprochenen Bilder. Leider kann man sich daraus nicht allzu viel nehmen, da z. Z. Überall Eiskristalle hängen und jetzt schon zugefroren sind

. Auf alle Fälle muss ich aber auch Rudi Recht geben. Bilder können zwar helfen, doch die eigenen Erfahrungen kann nichts ersetzen. Geduld ist alles

Also hier ist die Schlehenhecke am Rand eines Weges und einer angrenzenden Wiese, sowie eines Waldstreifens auf der anderen Seite (von Vorteil sind sonnige Stellen):

Die Ablagehöhe ist sehr variabel, doch sollte bei der suche hauptsächlich die Astgabeln ausgiebig untersucht werden. Pro Strauch sind meist nur wenige Eier und mehrere Nebeneinander sind die Ausnahme.

Hier ist auch noch mal ein Bild von den F. quercus-Eiern:

Außergewöhnlich hierbei ist, dass gleich drei Eier nebeneinander auf einer Knospe sind. Zusätzlich sind (wahrscheinlich) auch gleich noch alle drei parasitiert, da auf jedem Ei ein kleines Löchlein zu sehen ist.
Generell gilt aber, dass auch einzelne große Bäume sehr gerne angenommen werden. So ist auch die Suche einfacher, da es nicht gar so viel Auswahl für die Falter gibt.
Zu den Schillerfaltern: Also wie schon von mir und Moe gesagt, ist dieses Buch von Gabriel Hermann wirklich nur zu empfehlen, wenn man solch eine Suche unternehmen möchte. Im Folgenden bediene ich mich einfach mal ein paar Zitaten.
Bei den Schillerfaltern sollte man sich überlegen, ob man den Kleinen, oder den Großen sucht.
Der Große bevorzugt „kühl und luftfeucht stehende Salweiden“. Besonders zu untersuchen sind „mäßig belaubte, 4-5 m hohe Weiden mit sperrigen Geäst an Nischenstandorten“. Die Raupen sitzen „dort fast ausschließlich an den nach Osten oder Norden abstehenden Zweigen“. Auf der Suche nach den Raupen sollte man sich eigentlich fast nur auf die noch am Ast hängenden, festgebundenen Sitzblätter verlassen. Diese sind „im unteren Drittel eines Busches an relativ dünnen, meist zweijährigen Zweigen“ mit Blattknospen. Findet man solch ein Blatt, sollte man die Knospen und Zweige in der Umgebung „konzentriert von der Unterseite her betrachten“.
Beim Kleinen geht man eigentlich genauso vor, nur sind hier im Halbschatten stehende Pappeln zu untersuchen.
Die Populationsdichte ist bei den Apatura Arten allerdings wahrscheinlich ziemlich gering, sodass nur wenige Raupen in einem Gebiet zu finden sind. So war ich seit meinem ersten Fund noch 2 weitere Male in diesem Gebiet und suchte mehrere Wegesränder und Salweiden ab –doch ohne Erfolg.
@Rudi: Du schreibst, dass H. fuciformis relativ häufig ist. Doch diese Art ist doch an Heckenkirsche und Schneebeere gebunden…gibt es denn da bei euch so viele? Bei uns gibt es nämlich in einem weiten Umkreis keine Einzige…demnach auch keine Raupen. Dafür gibt es allerdings H. tityus, der mir persönlich doch auch lieber ist
Mit freundlichen Grüßen,
Toni