Hallo Rudi,
Glückwunsch zu den mittlerweile doch recht seltenen Tierchen.
Wir hatten in unserer alten Heimat, dem Vogtland, ein Sägewerk, in welchem ein großer Berg Holzabfälle vor sich hin verrottete.
Ein Sägewerkmitarbeiter holte mich damals, weil er wissen wollte was für riesige „Maden“ in den Holzabfällen herum kriechen.
Es waren

Engerlinge des Nasshornkäfers zu finden, und auch schon Kokons, welche sie sehr stabil aus den Holzabfällen fertigen.
Damals hatte ich mir an die 100 Larven mitgenommen, und sie in großen Mörtelkübeln, bei Zimmertemperatur weiter gezüchtet.
Das Substrat bestand hauptsächlich aus verrottetem Laubbaumholz ( Birke, Eiche, Buche ) welches gar nicht so leicht zu finden ist, Komposterde und Laub.
Auf dieses Substrat legte ich halbierte Äpfel, Brotscheiben und anderes, was als Zusatznahrung gern genommen wurde. Mit dieser Methode hatte ich kaum Ausfälle.
Allerdings muss ich sagen, dass die Käfer im Sägewerk schneller in der Entwicklung voran kamen, da, wie ich meine, die Vorzugstemperatur von den Larven selbst gewählt werden konnte. Die Kerntemperatur im Sägespäneholzabfallhaufen lag bei ca. 55 Grad und das über den ganzen Winter. Bei mir zu Hause waren es halt nur 18 Grad.
Die Käfer konnte ich im Frühjahr, des nächsten Jahres, voll entwickelt der Natur übergeben. Der letzte schlüpfte Anfang Juni, eine Weiterzucht habe ich nicht versucht, da in dem Sägehobelspänerindenstückeholzabfallhaufen unseres Sägewerkes auch später immer wieder Larven in unterschiedlichsten Entwicklungsstufen zu finden waren.
Viel Erfolg mit den Rhinozeros Jungs
und lass Dich nicht aufs Horn nehmen! :freude: