Also ich muss gestehen, es war in meinem fast 72jährigen Leben das erste Mal, dass ich - angeregt durch Actias - eine Insektenbörse besucht habe.
Und so hatte ich es mir nicht vorgestellt! Diese Massen von getrockneten Schmetterlingen, Käfern und anderen Gliederfüßlern, das in meinen Augen erstaunlich gute Angebot an Lebendmaterial…
Es gab unglaublich viel zu sehen und zu staunen. Viele Händler haben meine oft laienhaften Fragen geduldig beantwortet…
Obwohl ich selbst keine Insekten züchte und auch keine sammle, bin ich voll auf meine Kosten gekommen. Ich fand eine Menge Literatur, ich habe eine ganze Reihe von Büchern gekauft. Leider fand ich nicht so viele Bücher über Insekten der ostasiatischen Tropen, für die ich mich besonders interessiere, weil ich oft in diesen Ländern war und immer noch mehrmals im Jahr dorthin fliege.
Die unzähligen Kästen mit Schmetterlingen erinnerten mich an meine Jugend. Da habe ich nämlich, um mir etwas Geld zu verdienen, im Museum Alexander König (Bonn) mehrere Jahre lang als Schüler Schmetterlinge sortiert, die von einem Dr. Hermann Höne in jahrzehntelanger Arbeit in China gefangen worden waren…
Das Einzige, was ich zu kritisieren habe, wäre etwas Organisatorisches: Einmal habe ich an verschiedenen Tischen einen Namen gesucht, damit ich weiß, mit wem ich es zu tun habe. Ein solcher Name war aber meist nicht vorhanden…
Dann finde ich, dass die Tischreihen in manchen Räumen doch sehr eng waren, in den Gängen zwischen den Tischen war manchmal kaum ein Durchkommen. Das kenne ich von ganz anderen Börsen (z.B. Münzbörsen) ganz anders. Hier stehen die Reihen weiter auseinander, es gibt Stühle vor den Tischen, auf die der Betrachter/Kunde sich setzen kann …
Erwin