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MukMuk

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Friday, January 28th 2011, 7:55pm

Schädlinge

Guten Abend!

Ich habe vor zwei Monaten eine kleine Sammlung Europäischer Tag-Nacht Falter inklusive Schaukasten
geschenkt bekommen. Letzte Woche habe ich mit Schrecken festgestellt, dass der Kasten mit Schädlingen
befallen ist. (Momentaner stand: 4 Larvenhäutchen, 1 Käfer). Soweit ich aus all den älteren Beiträgen herauslesen konnte,
wäre das Einfrieren das Effektivste. Nur wie soll ich dabei vorgehen, damit sie nicht aufweichen, wie soll ich sie einpacken?
Reicht eine normale verschließbare Plastikdose? Muss man den Kasten mitbehandeln oder reicht es, wenn man nur die befallenen Präparate behandelt?

Danke für Eure Hilfe

Gruß Muk

Rudi

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2

Friday, January 28th 2011, 8:02pm

Servus Muk.

Wenn möglich den gesammten Kasten in eine Plastiktüte einwickeln und für zwei Wochen komplett in die Tiefkühltruhe bei mind. minus 15°C. Dann in der Plastiktüte wieder auftauen, 1-2 Wochen bei Zimmertemperatur (ohne Plastiktüte drum rum) ruhen lassen und dann wieder für weitere zwei Wochen in die Tiefkühltruhe.
Dann hast du normalerweise alles Gefräßige geschrottet.
Zur Prophylaxe dann einen Mottenstreifen (Nexalotte, etc.) zusammenfalten, mit Datum versehen und in eine Ecke des Kastens mit Nadeln festpinnen. Dann sollte eigentlich nichts mehr passieren.
Den Mottenstreifen dann alle zwei Jahre durch einen frischen ersetzen.

Tschau
Rudi
Sphingiden - was sonst? :w00t: Sphingids - what else?

MukMuk

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3

Friday, January 28th 2011, 8:30pm

Guten Abend Rudi!

Danke für deine Schnelle Antwort! Es besteht keine Gefahr, dass der Kasten oder die Präparate
Aufweichen?

Gruß
Muk

Rudi

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4

Friday, January 28th 2011, 8:58pm

Hallo Muk.

Ich hatte die gleichen Bedenken wie du, als ich es zum ersten mal einen Kasten / Schmetterling in der Tiefkühltruhe versenkt habe.
Aber da passiert, dank Plastikfolie gar nichts. Die Plastikfolie bewirkt, dass die Insekten vor allem während der Auftauphase, langsam wieder Feuchtigkeit aus der Umgebung aufnehmen. Ginge es zu schnell, würden sich die Tiere eventuell verziehen.
Ich friere mittlerweile alle Präparate, die ich vom Spannbrett hole, für mindestens 10 Tage ein. Manchmal, wenn keine anderen Präparate nachkommen, sind sie bis zu 2 Monate in der Tiefkühle.

Ich denke, die Auftauphase ist das Entscheidende. Es soll langsam und in kühler + trockener Umgebung erfolgen.
Meine Kästen an sich haben jede Tiefkühlphase problemlos überstanden.

Ich würde dir raten, es mal mit einem Tier zu versuchen, damit du dir selbst ein Bild vom Prozedere machen kannst. Dann wirst du viel entspannter an die Sache ran gehen. Lass mal ein Probeexemplar für 7 Tage in der Tiefkühle; in der Zeit werden dir die Museumskäfer schon nicht die restliche Sammlung kahlfressen. ;)
Viel Erfolg
Rudi
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Turbo-Gast

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Saturday, January 29th 2011, 3:32am

Sammlungsschädlinge

Das mit dem Einfrieren halte ich für sehr umständlich. Ich nehme schon seit Jahren Paradichlorbenzol gegen den Befall durch Sammlungsschädlinge. Einfach eine größere Menge in den Kasten streuen. Schon nach einigen Tagen ist alles tot. Das Paradichlorbenzol wieder aus dem Kasten entfernen, denn zu viel davon ist auf die Dauer nicht gut. ACHTUNG: Styropor (bzw. Polystyrol) und Paradichlorbenzol sind löslich! Wenn die Steckflächen aus Styropor oder Riplex-Platten bestehen, muß man die Insekten in einen anderen Kasten stecken. Bei Insektenkästen mit Poroplex- oder Mollplatten ist es egal.

Zur Vorbeugung gegen Sammlungsschädlinge stecke ich in eine Kastenecke ein Desinfektionsgläschen mit etwas Paradichlorbenzol. Das kann man auch bei Insektenkästen mit Styropor-Platten machen, denn die Menge, die aus dem Desinfektionsgläschen verdunstet ist zu gering um Polystyrol anzulösen. Mottenpulver (Naphtalin) oder Mottenstreifen sind zu lasch (das habe ich früher mal probiert - und schon hatte Schädlinge in der Sammlung).

Viele Grüße -TG

Rudi

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Saturday, January 29th 2011, 11:56am

Hallo TG.

Mottenpapier mag zu "lasch" sein, wenn die Kästen nichts taugen oder du Schädlinge aktiv von aussen einschleppst, also wenn du nicht saubere Präparate in deine Kästen steckst. Zur Abwehr von Museumskäfer etc. funken die Mottenpapierstreifen schon.
Paradichlorbenzol habe ich früher auch hergenommen, aber das Zeugs ist entsprechend giftiger/krebserregend und funktionierte bei mir auch nciht einwandfrei. Die Larven von so manchem Mistvieh lachte sich manchmal eher tot über das Paradichlorbenzol - wobei die Wirkungsweise von PDB eigentlich eine andere sein sollte ;)

Warum also dann die giftigere Variante verwenden, wenn es mit Mottenpapier und Tiefkühltruhe genauso gut klappt, war meine Devise. Aber, wie so oft, führen viele Wege nach Rom.

Tschau
Rudi
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Thoth66

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Saturday, January 29th 2011, 1:55pm

Nicht nur fragwürdig sondern extrem umweltschädigend und lebensgefährlich - Paradichlorbenzol

Hallo TG ,

wie Rudi schon bemerkte ist das Zeug ziemlich giftig.
Die Stoffgruppe der Dichlorbenzole ist keinesfalls zum Einsatz in Wohngebäuden geeignet und ich halte es etwas verantwortungslos von dir den Leuten hier im Forum mal schnell sowas zu empfehlen
zumal hier auch viele jüngere Schmetterlingsfreunde Anregungen suchen. Das Zeugs ist nämlich nicht wasserlöslich und lagert sich über die Atemluft im Fettgewebe an bis die kritische Grenze erreicht ist...
Geh doch mal zu Wikipedia oder Umweltlexikon und lies dir das genauer durch was du da anrätst ;-)
Extrem Umweltschädlich, kaum biologisch abbaubar, Hautreizend , Leberschädigend, Nierenschädigend, krebserregend, Gewässerschädigend...

Die beschriebene Methode des Einfrierens ist mittlerweile wohl sowas wie internationaler Standard und hundertemale als zuverlässig validiert.
In Kombination mit einem sanften Mittel auf Chrysanthemen Basis und mit einer regelmässigen Inspektion der Sammlung lässt sich das Schädlingsaufkommen auch ohne
"Atombombe" im Griff behalten.

Gruß
Ralf

sphinx

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Saturday, January 29th 2011, 2:15pm

Ich friere meine Kästen auch ein und bin von dem Erfolg überzeugt. Ich habe bei einem Beffall auch einmal reine Campherkristalle hinzugegeben, scheinbar hat auch das gut gewirkt. Ich würde es ganz gerne anstelle der Mottenstreifen zur Prophylaxe nehmen, da die Mottenstreifen bei mir immer leichte Kopfschmerzen verursachen, wenn ich beim Öffnen der Kästen das Zeug rieche. Ist reiner Campher gesundheitlich bedenklich? Habe schon unterschiedliches zu Campher gehört.

TG

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Tuesday, February 1st 2011, 3:58am

Hallo Rudi,

daß bei Dir einige Schädlinge die Bekämpfung mit Paradichlorbenzol überlebt haben finde ich interessant. Vielleicht weißt Du (noch), was für Mistviehcher das waren.

Ich hatte damals wohl drei verschiedene Arten: 1. ganz kleine beige bis dunkelbraune, wenige Zehntel Millimeter große Tierchen (offenbar Staubläuse oder Hausstaubmilben), 2. ebenfalls sehr kleine Tiere, die sich aus den Haaren der Falter einen Pelz machten und als kleine Fellkugeln (Durchmesser ca. 1 mm) umher liefen und 3. Freßsäcke, die zwei bis drei Millimeter lang waren, beige, beborstet und etwa die Form von Lycaeniden-Raupen hatten.

Als Anfänger habe ich zwar gesehen, daß ich kleine Tiere in den Kästen hatte und sich unter den Faltern Staub befand. Ich habe dem aber keine Bedeutung zugemessen bis mich ein anderer Sammler über die Schädlinge aufklärte und mir die Methode mit dem Paradichlorbenzol empfahl, die auch supergut funktionierte. Wie ich schon geschrieben habe, bin ich zwischendurch mal auf "normale" Mottenmittel umgestiegen, worauf ich wieder Schädlinge in einigen Kästen hatte. Als ich das entdeckte, hatten die schon ganze Arbeit verrichtet. Zum Glück hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Besonderheiten - nur gewöhnliche Exemplare von Faltern, die leicht zu ersetzen waren. Seit 30 Jahren habe ich nun keine Schädlinge mehr in meiner Sammlung gehabt.

Viele Grüße - TG



Allgemein:

Daß Benzole gesundheitsschädlich sind, sollte hinlänglich bekannt sein. Entsprechende Warnhinweise sind auch auf den Verpackungen angegeben. Die ganze Entomologie eigentlich ist eine recht giftige Angelegenheit: Das beginnt schon bei der Zucht - viele Insekten produzieren selber Gifte oder fressen giftige Pflanzen wie z. B. Nachtschattengewächse, Datura, Oleander usw. Und manche "harmlose" Wiesenpflanze besitzt toxische Substanzen, die heftige allergische Reaktionen auslösen können. Was viele nicht wissen: Auch der bei vielen Zuchten eingestzte Liguster ist giftig. Weiter mit der Tötung: Alle Mittel, die man zur Tötung von Insekten verwendet sind auch für den Menschen tödlich. Egal ob Salmjakgeist, Essigäther oder Kaliumzyanid - bei falscher Handhabung sind diese Stoffe sehr gefährlich. Schließlich zur konservierung der Sammlung: Natürlich verwendet man nur geringe Mengen Desinfektionsmittel um dem Einschleppen von Schädlingen (die überall in großen Mengen existieren und leicht unbemerkt mit den Präparaten in die Kästen gelangen können) vorzubeugen. Größere Mengen Desinfektionsmittel kommen nur zum Einsatz, wenn der Befall fortgeschritten ist - wie es das Mitglied MukMuk beschrieben hat oder wie es bei mir damals war. Andere Mottenmittel sind auf die Dauer übrigens genauso gesundheitsschädlich wie Paradichlorbenzol. Darum habe ich das Zeug auch nicht im Wohnbereich und Motten, Fliegen, Mücken werden in unserem Haushalt auf mechaniche Weise vernichtet - ganz ohne Gift.

Thoth66

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10

Tuesday, February 1st 2011, 10:20am

Kampfer

Bei äusserer Anwendung unbedenklich wenn keine spezielle Unverträglichkeit vorliegt - ist in vielen Rheumacremes etc. enthalten.

Wird als Räucherwerk und Duftmittel verwendet - Weniger agressiv als Thymol .



Gruß

Ralf

Rudi

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11

Tuesday, February 1st 2011, 12:24pm

Hallo TG.

Meine "Mistviecher" waren Larven vom Museumskäfer (deine Nr.3), oder zumindest aus dieser Gruppe von Sammlungsschädlingen.
Da waren einige Larven dabei, die sich trotz Paradichlorbenzol im Kasten sauwohl fühlten und munter ihr zerstörerisches Werk fortführten. Selbst 4-6 Wochen, nachdem der Befall festgestellt und neues Paradichlorbenzol nachgefüllt wurde, waren die Larven nicht tot, sondern immer noch "gut zu Fuß", soweit sich das von einer Museumskäferlarve sagen lässt, und frische Fraßspuren unter dem Präparat.
Wenn ich so eine Larve jedoch für eine Woche in die Kühltruhe bei -15°C schmiss, war sie danach tot.

Tschau
Rudi
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sevi

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12

Tuesday, February 1st 2011, 12:37pm

Ich möchte auch noch den Kampfer erwähnen.
In meiner Sammlung habe ich jeden Kasten mit einem Würfel Kampfer versehen. Auch wenn der Würfel Sublimiert ist, hält die Wirkung des Kampfers sehr lange an, solange man den Kasten nicht jeden Tag öffnet.
Ich bin bis jetzt sehr gut damit gefahren und hatte auch nur Befall in Kästen ohne Kampfer entdecken können.

Rudi

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13

Tuesday, February 1st 2011, 4:17pm

Servus Sevi.

Kampfer hatte ich auch lange in Gebrauch und bin bei absolut dicht schließenden Kästen und konsequenter Prophylaxe / Sammlunghygiene gut damit gefahren.
Allerdings versagt Kampfer sofort, wenn sich mal ein Schädling eingenistet haben sollte.
Kampfer "vertreibt" Schädlinge meiner Meinung nach, aber tötet sie nicht ab, zumindest konnte ich das nie beobachten.

Rudi
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sphinx

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Wednesday, February 2nd 2011, 10:16pm

Vielen Dank für Eure Beiträge zum Kampfer. Ich werde ihn zur Vorsorge jetzt auch in die anderen Kästen geben.

sevi

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15

Thursday, February 3rd 2011, 12:09pm

Hallo Rudi

Ich habe genau die gleiche Erfahrung gemacht. Wenn der Schädling bereits im Kasten ist, ist er mit Kampfer nicht rauszubringen. Dann muss man die Falter einfrieren oder sonstwie "Sterilisieren". In solchen Fällen reibe ich den befallenen Kasten mit Reinalkohol aus, bevor ich die Präparate wieder reinstecke. Aber wie gesagt, Kampfer hält bei mir sämtliche Schädlinge fern, aber vertreibt sie nicht aus denjenigen.

Gruss Severin

jabdoulaye

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16

Thursday, February 3rd 2011, 4:07pm

Hallo,
vieles ist geschrieben worden und hat alles seine Richtigkeit.
Wohl denen, die riesige Tiefkühltruhen in ihren kleinen oder großen Palästen in den Kellern haben.
Nicht alle habe das. Und was sagt Muttchen dazu?
Nicht erwähnt wurde der bei mir beliebte Schwefelkohlenstoff, habe ihn aber bisher nur ganz selten einsetzen müssen. Wirkt aber absolut zuverlässig. Danach dann eben weiter mit Naphta, Nexa Lotte o.ä.
CS2 ist natürlich sehr giftig und gut brennbar.
Ich stellte dann meine Kästen für die nicht sehr langdauernde Prozedur nach draußen, ein gut belüfteter Raum dürfte aber ebenfalls reichen. Der Kasten muß aber gut schließen.
Meines Wissens ist Paradichlorbenzol in der EU verboten, ist aber dennoch weiterhin zu beziehen. Allerdings haben solche Verbote verschiedenste Hintergründe,soll aber hier nicht weiter erörtert werden.
Viele Wege führen nach Rom.
Beste Grüße
Hans

Lepi

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17

Friday, February 4th 2011, 9:22am

schädlinge

Hallo Kolegen,

jetzt ist tatsächlich schon viel darüber geschrieben worden.
Hier das Mittel das auch in den Museen verwendet wird. Ich benutze es schon seit fast 20 Jahren. Mit bestem erfolg.

Nexalotte Mottenschutz
Zu bekommen in Apotheken und Drogerien. Das sind grüne zusammenhängende Blättchen. Davon ein Blättchen für einen Normalen kasten.
Wenn der Kasten nicht andauernd geöffnet wird hält das 1-2 Jahre. Ansonsten ein halbes Jahr.

Viel Erfolg
dietrich

TG

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18

Saturday, February 5th 2011, 1:30am

Wer kennt (noch) "TUS" ?

Hallo verehrte Actias-Gemeinde,

die Diskussion um die Bekämpfung von Sammlungsschädlingen ist zur Zeit die interessanteste im Forum. Vom CS2 habe ich damals auch schon gehört. Man hat mir aber davon abgeraten - nicht weil es giftig ist, sondern - weil es extrem unangenehm riechen würde.

Aber vielleicht gibt es hier jemanden, der näheres zu "TUS" sagen kann:

Früher (in den 80ern) habe ich bei einem Bekannten aus YU gesehen, daß er gegen Sammlungsschädlinge TUS verwendete. Dies war eine ca. 15 x 3 x 1 cm große orange, elastische Stange (wie Weichplastik), die sich in einer silbernen oder grauen Pappschachtel mit Lüftungsschlitzen befand und gegen z. B. Motten aufgestellt wurde. Auf der Schachtel stand nur "TUS", sonst nichts. Von der Stange wurden kleine Würfelchen herunter geschnitten und mit Insektennadeln in den Insektenkasten gesteckt. Auf meine Frage, was das überhaupt ist, bekam ich nur die Antwort "Das ist halt TUS". Genauere Informationen (welcher Wirkstoff, ist er indem orangen Zeug enthalten, oder ist der Wirkstoff das orange Zeugs selbst, wie setzt es sich zusammen usw.) konnte er mir nicht nennen. Es war geruchlos und mir ist aufgefallen, daß es an den Insektennadeln, auf denen es aufgespießt war, starke Korrosion verursachte. TUS gibt es nicht mehr, es war angeblich sehr gesundheitsschädlich und mein Bekannter berichtete mir, daß er auch gesundheitliche Probleme hatte.

Viele Grüße - TG

P.S. (@ Rudi): Vielen Dank für Deine Ausführungen!