Hallo Benjamin,
dass die Tiere am Köder Alkohol aufnehmen, ist eher kein Problem. In der Natur saugen die diversen Arten von Nachtfaltern gerne auch an faulendem /gärendem Obst.
Ob sie davon einen Kater bekommen, weiß ich nicht.
Ich habe zahlreiche Tiere, besonders Catocalen, nachts am Köder gefangen und sie haben sich gepaart und auch Eier abgelegt. Also sind Befürchtungen, sie hätten durch den Alkohol Probleme, sicher unbegründet.
Tagfalter zu ködern, ist dagegen etwas anderes. Zwar gehen auch hier etliche Arten an den fruchtigen Köder, aber die Geschmäcker sind verschieden! Es gibt Arten, die sich durch, sagen wir mal, unangenehme Gerüche
stark angezogen fühlen. Sie fliegen weniger auf Süßes, sondern auf "Stinkiges" wie stark duftenden Käse. Manche Falter fliegen auch auf Salzansammlungen am Boden oder auf Dung, inwieweit sich das für Köder nutzen läßt, ist mir unbekannt.
DAss sich Wespen, Hornissen und andere Insekten an dem Süßköder niederlassen, ist normal. Für die Falter kann es dann gefährlich werden, da Hornissen durchaus auch Falter fangen , ihnen die Flügel abknipsen und dann zu einem kleinen Fleischbällchen für den Nachwuchs zerkauen. Größere Falter können sich dagegen gut am Köder behaupten.
Wichtig für den Köderfang ist, zu wissen, wo welcher Falter fliegt.
Günstig sind parks mit dichtem Baumbestand, Ufer oder Waldränder.
Den köder immer nur auf Laubaumrinde streichen, auf Nadelbäumen hatte ich immer schlechte Ergebnisse. Sehr gut sind Pappel oder Eiche. Ich kennzeichne meine Nachtköderstellen immer mit einem weißen papier in Augenhöhe an einem Ast, damit ich sie auch im Dunkeln leicht wieder finde. Sie sollten leicht und gut erreichbar sein, da manche Arten beim kleinsten Geräusch davonfliegen.
LG
Arnd
(Actias lebt! Kommt nur auf die Mitarbeit, gerade die der "Profis", an.
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