Leute, jetzt bleibt mal mit der Kirche im Dorf. Wir sprechen hier von Larven der Gattung Dermestes. Ihr vermengt das ganze mit anderen Gattungen der Familie Dermestidae. Es gibt keinen Dermestes, der in Sammlungen schädlich geworden ist. Sammlungsschädlinge sind aus der Gattung Anthrenus und Trogoderma. Diese fressen aber nicht trockene Eiweiße, sondern trockene Keratine. Und Getreide habe ich schon viel gesehen, so ziemlich jeden Schädling in Getreide, aber mit Sicherheit noch keinen Dermestes und auch keinen anderen Vertreter der Dermestidae. Dabei handelt es sich immer um Vertreter anderer Familien, vorallem Tenebrionidae, Silvanidae und einige andere.
Die Vertreter der Gattung Dermestes fressen zwar das Trockenfutter komplett, aber das Getreide nur, weil mit den trockenen Eiweißen vermengt. Wenn sie wählen könnten, würden sie das Getreide nicht fressen oder sich auf die extrem geringen Eiweißbestandteile des Keims beschränken. Was die angesprochene "Wiedereinwanderung" betrifft, so kann man die, auch bei bester Hygiene, in keiner Weise verhindern. Die hier angesprochenen Schädlinge (wenn auch völlig falsch terminiert) sind in unserer Natur allgegenwärtig und können jederzeit von draußen wieder eindringen. Egal wie gut oder wie schlecht die Lebensgrundlage entsorgt wurde. Speckkäfer (Dermestes) leben überall in unseren Städten, da es hier, wie bereits vorher mitgeteilt, ausreichend trockene Taubenkadaver gibt, Anthrenus entwickeln sich überall dort in unserer Natur, wo Insekten sterben und ihre Chitinteile aufgrund der Trockenheit nicht vermodern. Kann man sich zwar nicht vorstellen, aber die Menge der auf doldenblütern zu findenden Anthrenus spricht da eine deutliche Sprache und wer mal intensiv nach Käfern sucht, der wird das dann irgendwann auch verstehen. Andere Schädlinge kommen aus zig anderen Situationen heraus bei uns vor. Ich werde diese sicherlich nicht alle hier aufzählen.
Und bisher hat noch jeder, der sich bei mir wegen Vorratsschädlingen gemeldet hat, seine Schädlinge binnen kürzester Zeit aus der Wohnung raus gehabt, ohne Einsatz von Giften. In diesem Zusammenhang gratuliere ich Roland zu seinem scheinbar völlig gedankenlosen Umgang mit Giften im Haushalt und Giften im Allgemeinen. Anders kann man den Aufruf "...mit allen Mitteln...!" nicht verstehen.
Langsam angenervte Grüße
Klaas