Moin,
Massenvermehrungen sind in der Regel ein eher regionales Ereignis, weiten sich dann aber, wegen entsprechender Abwanderungstendenz zumindest leicht überregional aus. Im Falle der Schmetterlinge sind da ja Massenwanderungen bekannt, z.B. Pieris brassicae, die sich noch weit ab der Vermehrungsregion abspielen können, weil eben sehr beweglich. Bei Marienkäfern ist das weniger der Fall.
Auf Deinen Bildern kann ich nur Harmonia axyridis erkennen, die sich an den Stellen, wo sie noch nciht lange vorhanden ist, erstmal zur massenhaften Vermehrung neigt, aber dann immer erst im Herbst, wenn die Winterquartiere aufgesucht werden, entsprechend durch massenhaftes Auftreten bemerkbar machen. Nicht wie bei Coccinella septempunctata vor zwei Jahren an der norddeutschen Küste. Ansonsten ist hier das zu erwarten, was man von jeder Art erwarten darf, nämlich ein stetiges Auf und Ab in der größe der Population. Ihr werdet es im Herbst merken, ob es ungewöhnlich viele gibt, wenn sie zu tausenden an weißen Hauswänden sitzen und ähnliches.
Was die Färbung betrifft: das eine Tier wird weiter ausfärben, allerdings ist auf dem Bild nicht erkennbar, wieviel Punkte es haben wird. Marienkäfer schlüpfen aus ihrer Puppe und müssen genau wie Schmetterlinge erstmal Flügel und Flügeldecken (die nichts weiter sind als das vordere, stark chitinisierte Flügelpaar - Käfer haben 4! Flügel) strecken, bevor sie in ihr Käferleben gehen können. Das Ausfärben dauert dann aber noch eine Weile, von wenigen Stunden bis mehrere Tage.
Viele Grüße
Klaas