Hallo Falk & Kollegen,
ich bekam letztes Jahr Mitte Mai Eier von isabellae und hatte vorsorglich schon
einige Pinus silvestris in unterschiedlichen Größen von 15 bis 50 cm in Töpfen und Containern gepflanzt.
Das Pflanzenausgangsmaterial habe ich bei uns aus der Heide wo es viele alte Pinus silvestris Bäume gibt, geholt.
Sämlinge stehen dort in jeder Größe - mengenweise.
Nach dem Schlupf der Raupen setzte ich diese erst auf die kleine Pflanzen und stellte sie danach in ein Vollglasaquarium, sodass ich mit einer Glasscheibenabdeckung die Luftfeuchtigkeit gut kontrollieren konnte.
Ich habe die Feststellung gemacht, dass ich isabellae und zur Zeit auch A. dubernadi als Jungraupen bis L2 bei einer rel. Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90%
sehr wohl fühlten und auch gleich anfingen zu fressen.
Ab L2 bis L3 hab ich dann durch Lüften die Luftfeuchtigkeit langsam heruntergesetzt und sie dann unter einigermaßen natürlichen Bedingungen in meinem Gewächshaus (im Sommer ohne Frontscheiben) nur ein Pultdach über dem Kopf in großen Gazekäfigen ohne Probleme zu kräftigen Puppen durchgezüchtet.
Ich habe auch festegestellt, dass ihnen Temperaturen tagsüber bis 36 °C entgegen aller Literaturangaben überhauptnicht geschadet haben.
Die Luftfeuchtigkeit von tagsüber 25 - 30% und nachts bis 90 % hat ihnen meiner Meinung nach sehr gut getan ( annähernd natürlich).
Ab L4 habe ich sie auf gewässerten P. silvestris (jeden 2. Tag neu) gehalten.
Ende Juni/ Anfang Juli hatten sich alle bei Einzelhaltung in durchsichtigen Grillendosen mit drei Ausfällen zu 1A kräftigen Puppen entwickelt.
Ich habe sie noch zwei bis drei Wochen unter gleichen Bedingungen im Gewächshaus gehalten und während einer kühlen Periode bei mir in den schattigen Schuppen gebracht, wo sie bei annähernden Freilandtemperaturen aber
frostfrei bis zum Anfang April gelegen haben.
Danach habe ich sie in Etappen in das Gewächshaus gebracht (die Weibchen immer 5-8 Tage später als die Männchen).
Der erste Falter, ein Männchen, schlüpfte am 12. Mai um 10 Uhr.
Die anderen Falter schlüpfen ( auch heute noch wieder ein Weibchen und 2 Männchen) den Abständen ähnlich, wie ich sie ins Gewächshaus gelegt habe.
Ich hoffe hiermit ein wenig geholfen zu haben und wünsche allen viel Erfolg bei der Zucht.
Übrigens: Von mit Wasser ansprühen, wie bei A. dubernadi angegeben, halte ich persönlich nicht so viel.
Oft genügt bei L1 und L2 Raupen eine erhöhte Luftfeuchtigkeit (80 bis 90 %).
Bei tropischen Saturniden ist das Sprühen jedoch durchaus angebracht.
Viele Grüße,
sphingidae
Die Hochzeitssweat der isabellae´s