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Monday, March 8th 2010, 10:44pm

Tote Insekten schätzen: unser Wettbewerb

n´ Abend,

durch diesen Beitrag wurde ich kurz an den nun schon einige Tage veralteten Wettbewerb erinnert - in dem alle die Willens genug waren ihre Schätzungen zu den Auto-toten Insekten pro Jahr raushauen konnten,- wäre es möglich, dass die Veranstalter mal ein kurzes Feedback abgeben, wie und vor allem wann das Ganze (also die Auswertung) über die Bühne gehen soll?
War übrigens eine tolle Idee!

Wäre nett, Dankeschön schon mal! :D

MFG,
Lucas

  • "Klaas Reißmann" is male

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2

Tuesday, March 9th 2010, 11:46am

Moin Lukas,

ich kann Deiner Anfrage nicht ganz folgen, soll heißen, dass ich sie nicht wirklich verstehe. Trotzdem ein Versuch der Beantwortung:

Die Menge der Insekten, die jedes Jahr von Autos getötet werden, kannst Du vermutlich selbst hochrechnen, müsstest nur ein wenig im Internet recherchieren und die folgenden Daten zu Grunde legen:

Man hat ausgerechnet, dass bei einer Autofahrt von Köln nach München an einem warmen Sommertag rund 1.000.000 Insekten ihr Leben an Kühlergrill, Motorhaube und Windschutzscheibe lassen. Nun musst Du nur noch im Internet recherchieren, wie viel Kilometer im Jahr statistisch von den deutschen Autos zurück gelegt werden (am besten beim statistischen Bundesamt) und einen Satz von 30% (geschätzt, nicht gewusst) auf diese Kilometer anrechnen und das ganze auf obige Daten hin ausrechnen. Ich mache das mal mit fiktiven Zahlen vor:

Strecke Köln – München bei Google Earth ermittelt 577 km, auf denen 1.000.000 Insekten sterben.

fiktive Statistik der gefahrenen Autokilometer der bundesdeutschen Bevölkerung pro Jahr (davon ausgehend, dass sich 20.000.000 Fahrzeuge auf deutschen Straßen befinden, die im Durchschnitt pro Jahr 25.000 km fahren): 500.000.000.000 gefahrene km auf deutschen Straßen/Jahr

hiervon 30% = 150.000.000.000 gefahrene km während der Periode der Insektenaktivität und um nasse und kalte Tage bereits bereinigt (auch geschätzt, nicht gewusst)

Diese Summe muss ich nun auf die Strecke Köln-München umlegen, also: 150.000.000.000 : 577 = 259.965.338 (heißt also, dass die Strecke Köln – München von bundesdeutschen Autofahrern 259.965.338 mal im Jahr zu einer Zeit zurück gelegt wird, in der 1.000.000 Insekten pro Fahrt tot gefahren werden)

Das ganze nun auf 1.000.000 Insekten hochgerechnet: 259.965.338 x 1.000.000 = 259.965.337.954.939 (in Worten: Zweihundertneunundfünfzigbillionen Neunhundertfünfundsechzigmilliarden Dreihundertsiebenunddreißigmillionen Neunhundertvierundfünfzigtausend Neunhundertneununddreißig)

Davon ausgehend, dass ein Insekt durchschnittlich 0,01 gr wiegt (vermutlich weniger), ergäbe das eine Masse von 2.599.653.379.549 gr. oder 2.599.653.380 kg oder 2.599.653 Tonnen tierische Biomasse, die jedes Jahr ihr Leben nur auf bundesdeutschen Straßen lassen.

Eben mal ermittelte Daten: in der BRD waren 2008 nach Angaben des Bundesamts für Statistik 45.400.000 PKW, 2.600.000 LKW und 3.800.000 Krafträder angemeldet, wobei die Anzahl der von Krafträdern getöteten Insekten aufgrund der viel schmaleren Front deutlich geringer sein muss. Für 1998 werden 904.000.000.000 gefahrene PKW-Kilometer angegeben. Demnach ist die tatsächliche Anzahl der Fahrzeuge etwa sowie die tatsächliche Anzahl der gefahrenen Kilometer mindestens doppelt so groß, wie von mir geschätzt, womit die faktischen Zahlen wohl wesentlich größer ausfallen dürften, auch wenn die Kilometer, die bei schönem Wetter zurückgelegt werden vielleicht weniger als 30% betragen.

Die Zahlen lassen unberücksichtig, wie viel Insekten durch den Bahnverkehr (Lokomotiven, Straßenbahn und ähnliches), Flugverkehr (zumindest in der Start- und Landephase) und durch ausländische Fahrzeuge auf deutschen Straßen getötet werden. Das sind also Faktoren, welche die Gesamtmenge/Gesamtmasse nochmals sehr deutlich nach oben treiben.

Beantwortet das möglicherweise Deine Fragen?

Viele Grüße
Klaas

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3

Tuesday, March 9th 2010, 11:58am

Lieber Klaas,

Lukas wollte wissen, was beim Actiaswettbewerb, der bis zum 28.02.2010 lief, herauskam.
Dabei ging es um das Thema:Wieviele kg Insekten, weltweit, jährlich den Windschutzscheiben aller Autos zum Opfer fallen.
Wir warten lediglich auf ein Ergebnis. Bei diesem Wettbewerb gab es dieses Buch zu gewinnen.

Ich hoffe, damit ist Deine Frage geklärt.

Nette Grüße
Annett

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4

Tuesday, March 9th 2010, 3:24pm

Rischtisch, das meinte ich auch schon, danke Annett.

Klaas, ich hoffe, deine Antwort hat dir nicht zu viel Zeit geraubt, ist ja recht umfangreich...
Trotzdem danke ;)

Lucas

eddyman

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5

Tuesday, March 9th 2010, 4:13pm

Die Antwort würde mich auch interssieren, aber zu Klaas' Rechnung hätte ich einen Einwand: so wie das jetzt verstanden habe sind diese 2.599.653 Tonnen tierische Biomasse nur für die Strecke Köln-München! Also müsste man wissen wie viel Kilometer Straße es in Dtl. gibt und damit rechnen,

und um das für die ganze Welt auszurechnen müsste man halt wissen wie viel Kilometer Straße es auf der Welt gibt, die Aktivitätszeiten von Insekten in verschiedenen Klimazonen, (werden evtl. mehr insekten pro 100km) und es für jede Klimazone ausrechnen,bzw. Klimazone und Kontinent, denn ich vermute, dass in Amerika dreimal so viel Straße existiert, wie in ganz Afrika, von daher darf man das nicht verallgemeinern... Jetzt habe selbst schon fast den Faden verloren... Also demnach, wenn man die Durchschnittszahlen für die einzelnen Klimazonen und dann für das jeweilige Land/Kontinent mit berücksichtigung der Straßenkilometern, Autos, gefahrenen Km pro Jahr, Aktivitätszeit der Insekten und totgefahrenen Insekten pro 100/1000 km ausgerechnet hat, muss man das zusammenzählen und voila! Ich mach das jedenfalls nicht! :D Das war nur eine Idee! Wer Korrekturvorschläge hat, gerne! Und ich probiere in zwischenzeit, das alles als Formel zusammen zu fassen...

lg eddy

  • "heinz niederleitner" is male

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6

Tuesday, March 9th 2010, 5:52pm

???

Eine Versicherung in Österreich wirbt mit dem Slogan: "Ihre Sorgen möchten wir haben".
Der fällt mir gerade mal so ein. :ironie:

nomihoudai

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7

Tuesday, March 9th 2010, 6:27pm

Der Inhalt dieses Beitrages wurde von Claude Sinner gelöscht.

michaXXL

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8

Tuesday, March 9th 2010, 6:33pm

2,6 Millionen Tonnen Matsch auf der Strecke Köln-München halte ich doch für etwas sehr unwahrscheinlich.
igittigitt

edit: Klaas meinte bundesweit - trotzdem igittigitt

  • "Klaas Reißmann" is male

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9

Tuesday, March 9th 2010, 8:07pm

@ Eddy

Da hast Du was falsch verstanden. Es geht nicht darum die Strecke Köln-München zu fahren, sondern dass man ein Fahrzeug die ca. 577 km von Köln nach München hat fahren lassen und dann die Insektenleichen am Fahrzeug ausgezählt hat. Natürlich hat sich da keiner hingestellt und doof bis zur Rente gezählt, sondern man hat einen repräsentativen Teilbereich ausgesucht, ausgezählt und auf die Gesamtfläche, auf der Insekten aufschlagen können, hochgerechnet. Es interessieren nicht die Straßenkilometer in Deutschland, sondern die km, die jedes Jahr von Fahrzeugen in Deutschland zurück gelegt wird. Diese Strecke bezogen auf die 577 km ergibt die Masse der tot gefahrenen Insekten in einem Jahr.

@ Nomihoudai

die Zahlen waren grob geschätzt. Ich gebe aber zu bedenken, dass ein tierischer Körper zu etwa 70% aus Wasser besteht. Das wären dann rund 3 kg Trockenmasse und demnach natürlich zuviel. 3 kg hat keiner nach rund 600 km am Auto kleben. Du kannst es aber runter rechnen. Pack einfach noch zwei Nullen in die durchschnittliche Gewichtsmenge und die verbleibenden 100 gr. Trockenmasse dürften der Realität schon sehr nahe kommen.

@ Micha

Da die Zahlen, die ich zu Grunde gelegt habe, nach anschließender Prüfung ganz offensichtlich zu niedrig waren (bis auf das durchschnittliche Gewicht von Insekten, das zu hoch angesetzt war), dürfte die Masse für Deutschland durchaus realistisch sein.

@ Lucas

sowas nennt man Schicksal. ;) Da werde ich wohl mit leben müssen und auch können. Interessant fand ich's trotzdem.

@ Heinz

Wennsu mir getz noch sagen tus, wassu mir damit sagen willz, dann wäre ich wohl fast als glücklich zu bezeichnen. ;)

Viele Grüße
Klaas

eddyman

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10

Tuesday, March 9th 2010, 8:49pm

Nein, wieso, die Straßenkilometer sind sehr wohl von Entscheidung! Oder eher, WO die Straßen angelegt sind. Beispiel Kontinent Afrika: Im oberen Teil fehren deutlich mehr autos als duch die Mitte (Sahara, weiter unten trop. Regenwald) und wenn man bedenkt dass im Regenwald 100 oder mehr Prozent Insekten mehr gegen das Auto knallen würden als in der Sahara oder z.B. 60% mehr als im Norden oder Süden macht es was aus! D.h. finde ich es wichtig zu wissen WO die Straßen sind. Noch besser wäre dann eine Auswertung Land für Land, da das deutlich präzieser wäre! Oder sehe ich das alles falsch?

@Heinz: Wissen Sie, mir ist das eig. auch vollkommen egal, wenn es um die praktische Anwendung dieses Wissens geht, aber wenn hier schon argumentiert wird, warum dann nichtmitreden?^^ Und jetzt bin ich auch total naugierig, was es am ende nun ergibt... (wieso hab ich bloß nicht teilgenommen! -.-)

lg eddy

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11

Tuesday, March 9th 2010, 9:17pm

Hey sagt mal, habt ihr eure Überlegungen auch am Wettbewerb teilnehmen lassen? Oder bin ich der Einzige, der da teilgenommen hat...
Eure Beiträge kann man nämlich fast so lesen, als ob ihr euch das erste Mal gedanken darüber macht...?

Lucas

eddyman

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12

Tuesday, March 9th 2010, 9:31pm

Also um ehrlich zu sein, ich habe mirgedacht, teilzunehmen, hab es aber doch bleiben lassen, da ich mir überhaupt nicht sicher war. Ich hatte so auf min. 200 und höchstens 2000 Kilogramm geschätzt, aber begründen konnte ich das nicht... Schade! Am Buch wäre ich sehr interessiert. Aber ich kam irgendwie garnicht auf die Idee das wie Klaas zu machen... Was hast du denn angegeben? (Lucas)

lg eddy

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13

Tuesday, March 9th 2010, 9:36pm

ich glaube 7,6 Mio Tonnen.
Die Herleitung kann ich mir nicht mehr richtig herleiten :rolleyes: , deshalb wäre ich ja an der Auswertung, sprich der Auslosung interessiert, damit die Schätzungen aller teilnehmer veröffentlicht werden könn(t)en...
So viel zum eignetlichen Sinn des Threads... ;) , aber egal, weiter so, ist ja interessant!

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14

Tuesday, March 9th 2010, 11:08pm

Moin Eddy,



Ich weiß zwar, weshalb Du Afrika anführst. Die Nennung dieses Kontinents ist aber jenseits von Gut und Böse, da mit Mitteleuropa nicht vergleichbar. Und in Mitteleuropa befinden wir uns, egal ob Kiel, Hamburg oder München. Das, was Du gerne hättest, ist eine Erfassung des regionalen Unterschieds innerhalb der Häufigkeit und der Arten, die an der Front ihr Leben lassen. Dann dürftest Du aber auch nicht vergessen, dass in der Nähe eines feuchten Biotops vermehrt Mücken an der Front enden, während an trockeneren Biotopen wohl eher Fliegen dort enden. Sollte noch Aas am Straßenrand liegen, kommen verstärkt die dicken brummer zum Einsatz und möglicherweise auch verstärkt Aaskäfer etc. Deine Überlegung wäre nicht nur grob auszurechnen, wieviel Insekten ihr Leben lassen, sondern die Besonderheiten jedes gefahrenen Meters zu berücksichtigen, was erstens nicht zu schaffen ist, es sei denn wir bauen keine Straßen mehr und lassen und drei oder vier Generationen Zeit mit der Erfassung und zweitens in der Statistik nur unerhebliche Unterschiede bringt, denn es interessiert nicht, ob nun 2 Mio Tonnen Biomasse an der Front sterben oder 2 Mio Tonnen und 10 kg. Denk außerdem mal drüber nach, wie groß der Unterschied ist, ob du in Hamburg Fliegen platt fährst oder in München (denn Dipteren dürften das sein, was den größten Anteil Leichen an der Front ausmacht). In Bezug auf die Biomasse macht es keinen Unterschied. Und in so fern sind die Straßenkilometer in Deutschland ohne Belang und viel mehr die gefahrenen Kilometer entscheidend.



Viele Grüße

Klaas

eddyman

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15

Wednesday, March 10th 2010, 3:58pm

Hi Klaas!

Du hast mich glaube ich nicht verstanden, meine Therorie mit Straßenkilometern, Zonen, einzelnen Ländern etc. war für die ganze Welt gedacht! Soweit ich das jetzt verstanden habe, war die Aufgabenstellung doch, wie viel Kg Insekten pro Jahr auf der WELT togefahren werden. Oder habe ich das falsch verstanden? Wen nicht, dann habe ich doch recht, dass es sinnvoller wäre in Kontinenten wie Afrika solche Angaben Land für Land zu ermitteln, antatt für das gesamte Areal...

lg eddy

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16

Wednesday, March 10th 2010, 4:53pm

Moin Eddy,

ich habe Dir die Rechnung für Deutschland aufgemacht. Diese Rechnung kannst Du sicherlich auf andere Länder Mitteleuropas, so sie sich nur über Mitteleuropa erstrecken, 1:1 übertragen. Sobald Du Dich aus Mitteleuropa heraus bewegst, musst du mit veränderten Parametern rechnen und zwar derart verändert, dass die Differenz zwischen Rechnung und Realität nicht mehr unbedeutend gering wird. Ich habe aber mal vorausgesetzt, dass jeder intelligent genug ist, das zu erkennen.

Was nun Deine Straßenkilometer betrifft, so sind und bleiben diese irrelevant. Auch in Afrika ist wesentlich wichtiger zu wissen, wieviel Insekten auf einer fest gelegten Strecke an der Front des Fahrzeuges ihr Leben lassen. Und diese Anzahl kannst Du dann Land für Land ermitteln, indem Du die Kilometer, die in diesem Land jedes Jahr mit Fahrzeugen zurück gelegt werden, ermittelst und hochrechnest. Ansonsten gebe ich Dir Recht, es sollte Land für Land ermittelt werden.

Viele Grüße
Klaas

jupp100

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17

Wednesday, March 10th 2010, 6:58pm

Hallo,
ich hatte mal bei Google die Frage eingegeben und da kam als Antwort 3000 Tonnen pro Jahr Weltweit.
Ich hab aber bei dem Wettbewerb nicht mitgemacht, weil ich Mitautor des Buches bin, und ich nicht mein eigenes Buch gewinnen wollte.... :D

Ich wünsche aber jedem der mitgemacht hat viel Glück, und vor allem dem Gewinner viel Spaß mit dem Buch. :applaus:

Für alle die letztendlich nicht gewinnen:
Es sind noch genug Bücher da. Die werden zwar nicht verlost, können aber bestellt werden. :P

Gruß
Joachim

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18

Wednesday, March 10th 2010, 9:52pm

Die Wettbewerbslösung kommt gleich!

Ich hab's nicht etwa verschlafen - ich habe nur die Antworten den Entomologen unserer Universität gebracht … und damit eine richtige hoch-universitäre Diskussion entfacht.
Man wollte mir nämlich eine möglichst genaue und vor allem glaubwürdige Antwort zurückgeben!
Und jetzt haben sich Insektenforscher, Verkehrstechniker, Juristen, Windkanal-Ingenieure und Statistiker damit befaßt. Die Lösung kriege ich am Freitag.

Danke für die Geduld!

8)

Die Wettbewerbsfrage lautete übrigens:


eddyman

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19

Wednesday, March 10th 2010, 9:59pm

Mann, da bin ich schon total gespannt! Wäre es evtl. möglich den Lösungsweg zu erfahren? Also wie sie auf die Zahlen gekommen sind?

@Papa Papillon: Haben Sie die Antworten, hier aus dem Thread zu den Universitätsleuten gebracht?

lg eddy

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20

Wednesday, March 10th 2010, 10:03pm

Die Auswertung

Ja, alle 36 Antworten werden ausgewertet.
Einfach so eine Zahl von sich geben - das kann jeder.
Aber auch einen Lösungsweg begründen, das scheint sehr schwierig zu sein.

nomihoudai

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21

Wednesday, March 10th 2010, 10:04pm

Der Inhalt dieses Beitrages wurde von Claude Sinner gelöscht.

eddyman

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22

Wednesday, March 10th 2010, 10:06pm

Hm... Ich sehe nur 20 Beiträge.. wo sind denn die restlichen 16?

lg eddy

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23

Wednesday, March 10th 2010, 10:14pm

die (fast) unendliche Formel

Ja, da muss ich Claude Recht geben. Ich habe ja selbst einen Lösungsweg verfasst, konnte allerdings nur eine Hand voll Durchschnitts-Daten einbeziehen. Tatsächlich wollte ich es eigentlich so genau wie möglich machen. Dazu hatte ich vor, eine Lösungsformel aufzustellen, mit allen Faktoren, welche Einfluss auf die Masse haben könnten. Innerhalb einer Viertel Stunde sind mir schon exakt 23 dieser Variablen eingefallen, da hab ich dann aufgegeben.
Ich lasse mich gern vom Gegenteil überzeugen - aber ich bin sicher, es wird immer nur eine Schätzung bleiben, und keine Gruppe Wissenschaflter wird jemals ein annähernd genaues Ergebnis rausfinden, zumal man dieses ja jedes Jahr neu ausrechnen müsste...

Also, wie gesagt - ich ändere gern meine Meinung, falls diese beinahe unglaubliche Leistung vollführt wird!

MFG,
Lucas

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24

Wednesday, March 10th 2010, 10:24pm

Hm... Ich sehe nur 20 Beiträge.. wo sind denn die restlichen 16?

Nicht alle Wettbewerbsteilnehmer diskutieren hier mit.

Dazu hatte ich vor, eine Lösungsformel aufzustellen, mit allen Faktoren, welche Einfluss auf die Masse haben könnten. Innerhalb einer Viertel Stunde sind mir schon exakt 23 dieser Variablen eingefallen, da hab ich dann aufgegeben.

So ist es. Das kann ich jetzt schon sagen: Wie auch immer eine Antwort ist, sie ist nicht beweisbar. Es fehlen praktische Messresultate.
Es fehlen sogar Grundlagenwerte. Man muss Annahmen hochrechnen - und da steigert sich der Bereich der Ungenauigkeit exponential.

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25

Tuesday, March 16th 2010, 3:44pm

Wettbewerb: die Lösung

Endlich ist es so weit: wir kommen zur Auflösung und Preisverteilung dieses Wettbewerbs.
Die Frage lautete:

Wieviele Kilo Insekten verenden jedes Jahr weltweit an den Windschutzscheiben von Autos?

Da gibt es gleich eine grundsätzliche Bemerkung dazu: Es gibt keine genaue Antwort, ja nicht einmal eine ungenaue.
1. fehlen internationale oder sonst verwertbare Erhebungen,
2. müsste der Begriff Auto noch klar definiert weden und
3. welche Zahl man auch immer nennt, sie geht von Hochrechnungen mit riesigen Ungenauigkeitsfaktoren aus.

Deshalb haben wir die Preise unter jenen Einsendern verlost, die eine möglich scheinende Antwort gegeben und sie auch begründet haben.
Darüber am Schluß dieses Beitrages.

Nun zu den Kommentaren und Erkenntnissen der Experten, die hier leider anonym auftreten möchten. »Sonst kriegen wir nie einen Nobelpreis!«


So kann eine Windschutzscheibe aussehen nach einer Fahrt an einem Sommernachmittag, muss aber nicht.
Dies ist nur an wenige Tagen pro Jahr möglich, wenn auch wirklich viele Insekten - möglichst schwarmweise - über dem Asphalt tanzen.


Bei modernen Autos werden die Insekten zwar arg gebeutelt, streifen aber im Fahrtwind über die Karosserie hinweg.
Kleine Insekten können nicht an der Windschutzscheibe aufklatschen.
Es gibt je nach Fahrzeug eine Mindest- und eine Maximalgeschwindigkeit, damit die Insekten überhaupt mit der Scheibe in Berührung kommen können.
Da die diese Minimalgeschwindigkeit über 60 km/h liegt, werden gerade in insektenreichen Gegenden praktisch keine Insekten getroffen,
weil die Naturstraßen keine höheren Geschwindigkeiten erlauben. Der Insektentod findet hauptsächlich auf Autobahnen statt!
Dazu kommt noch, daß die Windschutzscheibe als Insektenkiller nur einen vernachlässigbaren Promillesatz ausmacht! Die meisten Tote gibt es hier:


Am Kühlergrill werden die Insekten unrettbar angesogen; und zwar auch schon bei Geschwindigkeiten unter 60 km/h.


Im Extremfall saugen die Kühlventilatoren die Insekten auch bei Stillstand an. Da gibt es kein Entkommen.


Ein Wissenschafter pflückt tote Insekten vom Kühler nach einer einstündigen Fahrt bei 100 km/h.
Je nach Temperatur des Kühlers (Wasser-, Öl-, Kondensator- oder Ladeluftkühler) verbrennen die meisten Insekten rückstandfrei innerhalb von wenigen Minuten.


Was die richtige Antwort erschwert: wer auch nur eine Minute durch einen Heuschreckenschwarm fährt, kann über ein Kilo Schrecken ablesen.


Sichtbare Ernte: die gigantischen Trucks, die stundenlang über die Highways fern der großen Städte brausen, sind fahrende Insektensauger.
Der Fahrer dieses Sattelschleppers mußte anhalten, um die Leichen abzukratzen, weil das Wasser nicht mehr richtig gekühlt wurde.


Genug der unappetitlichen Bilder. Zurück zum Wettbewerb.
Da ging es auch noch um die Anzahl der Autos weltweit. Es gibt bereits über eine Milliarde, davon fahren 600 Millionen regelmäßig.
Und hier die Presigewinner:

1. Preis: ein AERARIUM geht an luckyluke für seine ausführliche Begründung, warum es 7'600'000'000 kg sein könnten.
  • Auszug aus seinen Berechnungen:
    Wenn ein Auto durchschnittlich pro Jahr 21.000 km zurücklegt, bedeutet das, dass es dabei mit der Windschutzscheibe einen Luftraum von 21.000.000 m³ durchpflügt. Rechnet man jetzt damit, dass sich in 10 m³ Luft etwa 1 Insekt befindet, wären das 2,1 Mio Insekten pro Jahr pro Auto. Diese Zahl beinhaltet natürlich nur "massereiche" Insektentypen, nicht so das Luftplankton. Diese "massereiche" Insekten können wieder in besonders "schwere" und leichte unterteilt werden. Um einen Durchschnitt zu finden, nehme ich die Ameise: diese Gruppe stellt 20% der Biomasse weltweit dar, man kann also annehmen, dass die Ameise etwa Durchschnittswerte hat, bei der Masse wären das etwa 6 mg. Pro Auto sind das dementsprechend 12,6 Mio mg tote Insekten, oder besser 12,6 kg. Geht man jetzt von dem Beispieljahr 2010 aus, also 1 Mrd Autos weltweit, wären das 12,6 Mio t tote Insekten. Diese gigantische Masse minimiere ich allerdings noch um ein Drittel, denn während der 5-6 kälteren Wintermonate sterben in den nördlichen Gebieten der Erde mit vielen Insekten und Jahreszeiten sowie vielen Autos nicht so viele Tierchen wie in den wärmeren Monaten. Deshalb die Einkürzung um ein Drittel. Also: 7,6 Mio t Insekten sterben im Beispieljahr 2010 an den Windschutzscheiben von Autos.


2. Preis: das Buch von Alfred Westenberger und Joachim Fabian Die Tagfalter des Main-Taunus-Kreises und der näheren Umgebung, ihre Raupen und Futterpflanzen geht an Josephine, nicht etwa, weil ihre Antwort «Vielleicht hundert bis dreihundert Tonnen» irgendwie brauchbar gewesen wäre, sondern, weil sie als einzige das Ganze von der philosophischen Seite her anging.
  • Auszug aus ihrer Begründung:
    Mein erster Gedanke dazu war: eine unglaublich hohe Zahl. Aber dann mußte ich daran denken, wie wenig ein solches Insekt wiegt! Mehr als ein paar Gramm oder Milligramm wird so ein Tierchen betimmt nicht auf die Waage bringen. Wenn ich mir dann noch überlege, daß doch meist eher die Kleinen und somit auch ganz leichten an den Scheiben kleben, kann das Gewicht zwar hoch, aber eher weniger utopisch sein, als ich Anfangs annahm. Es wurde hier ja nicht nach der Anzahl, die meiner Meinung nach in mehreren Milliarden zu rechnen ist, sondern nach dem Gewicht gefragt.
    Ich darf bei dieser "Berechnung", aber auf keinen Fall außer Acht lassen, daß z.b. in meiner nordhessischen Heimat (D) nur ein Bruchteil von dem an Insekten lebt, wie z.B. in einem tropischen Land. Aber fahren in diesen Ländern nicht vielleicht auch weniger Autos als bei uns? Aber das Wissen, dass es sich wohl um mehrere Milliarden Insekten handeln muß, hilft mir bei der Gewichtsfrage auch nicht weiter!
    Ich schätze, auf Grund des niedrigen Gewichts und der bei weitem nicht überall gleich hohen Vielfalt, daß es sich nicht um mehr als ein paar hundert Tonnen handeln kann. Deshalb: Vielleicht 100 bis 300 Tonnen jährlich.


In der Kategorie Erwähnenswerte Leistungen finden wir die Antworten von jenen Experten, die sich der Lösung mathematisch genähert haben:



Die anderen 3'460 Mitglieder haben einfach eine Zahl geschätzt oder überhaupt nicht mitgemacht. Sie werden deshalb hier nicht erwähnt.

Besten Dank! Der nächste Wettbewerb folgt bald.

8)

  • "Luckyluke" is male
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26

Tuesday, March 16th 2010, 10:03pm

Danksagung mit Aussicht auf Schleimerei

Hey, schönen Abend,

wollte mich nur noch mal kurz bedanken - das ist wirklich sehr nützlich und ich werd es auf jeden Fall in dieser Saison brauchen!
Danke schön für den tollen Wettbewerb!
Glückwunsch auch an Josephine, weiterhin DANKE und das Expertenteam, welches versucht hat, die Sache zu berechnen, und natürlich an Marc für seine super Ideen, Organisation,( PREISE... 8) ) :respekt:
Freu mich schon auf die nächste Austragung :irrelachen:

MFG,
Lucas

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27

Tuesday, March 16th 2010, 10:27pm

Hallo ihr Lieben,

ich möchte mich Lucas, den ich auch beglückwünsche,
anschließen und meinen Dank an alle Beteiligten aussprechen!
Vielen Dank, ich freue mich jetzt schon auf mein neues Buch!

Ich freue mich auch schon, auf einen folgenden Wettbewerb :thumbup:

LG
Josephine

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28

Wednesday, March 17th 2010, 12:20am

Wie gut...

... dass das Jungvolk den Sieg davon getragen hat. Da sind Aerarium und Buch mit Abstand am besten aufgehoben, so dass ich nicht umhin kann Josephine (lady's first) und Lucky Lucas Luke zum Gewinn zu gratulieren. Also: meinen herzlichsten Glückwunsch euch beiden und viel Spaß mit den Gewinnen.

Liebe Grüße

Napoleon oder Joe Dalton (wie es gerade paßt ;) ), ansonsten einfach

Klaas

  • "Josephine" is female

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29

Wednesday, March 17th 2010, 12:34am

Vielen Dank,
den werde ich haben :D !

LG
Josephine

jupp100

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30

Wednesday, March 17th 2010, 4:05pm

Auch von mir die besten Glückwünsche an
Josephine und Lucky Luke
zum Gewinn des Wettbewerbes.

Viel Spaß mit Eurem Preis.

Es würde mich freuen wenns ein feedback gäbe in dem Ihr kurz schreibt ob Euch das Buch gefällt oder nicht.

Gruß
Joachim (Jupp100)