Hallo allerseits,
vielen Dank für die wirklich interessanten Beiträge!
Ich verwende ein ähnliches Rezept, wie die Annett, gebe jedoch noch etwas Glyzerin hinzu. Durch die hygroskopische Wirkung des Glyzeris trocknet die Mischung nicht so schnell und ist länger wirksam.
Ansonsten habe ich auch gute Erfahrungen damit gemacht, die Köder aufzuhängen - wie Heinz weiter oben schreibt. Allerdings gebe ich zu, dass ich keine eleganten Leinwandstreifen verwende, sondern einfach Küchenpapier - das wandert nach der Anwendung in den Müll oder auf den Kompost.
Ich hatte vor einiger Zeit auch mal die "klassischen Köderschnüre" aus Apfelscheiben ausprobiert, wie sie z.B. im KOCH empfohlen werden - das brachte aber keine Vorteile, die Handhabung war jedoch eine Riesensauerei.
Es gibt da noch ein Rezept, welches ich noch nicht ausprobiert habe - es aber unbedingt noch tun will.
Dieses geht auf SCHEERPELTZ zurück und ist eigentlich für Baumsaft-trinkende Käfer gedacht (SCHEERPELTZ, O. (1951-1954): Eine einfache Ködermethode für alle an ausfließenden Baumsaft zu findenden Insekten. Coleopt. Rdsch., 32: 97.):
Rohrzucker in warmem Wasser auflösen und in diese Lösung abgekratzte Harzreste zufällig gärend angetroffener Laubbäume oder entsprechende Rindenstücke hineingeben.
Gären lassen und dann etwas Glyzerin unterrühren.
Noch eine Frage:
in der Literatur wird bisweilen auf Apfeläther als Ködermittel verwiesen.
Weiß jemand, was das für eine Substanz ist? Hat jemand Erfahrungen damit?
Ach ja - liebe Annett:
Hast Du im Gelände immer welches [Bier] dabei??? 8)
Oh - wir Entomologen sind doch ein sehr soziales Völkchen! Wenn nicht noch eine Heimfahrt ansteht, ist beim Nachtfang eigentlich immer etwas Bier oder Wein dabei.
Alles Gute
Joachim