Flatterndes Phänomen: die Migration der Distelfalter

  • Gestern Abend noch vereinzelt, heute schon in größeren Mengen. Ich habe heute so an die 40 Stück gesehen, daß ist für unsere Region(Plau am See) sehr ungewöhnlich. Die Falter waren sehr schnell und zielstrebig unterwegs, aber eine eindeutige Richtung war nicht auszumachen.
    Viele Grüsse
    Monty

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  • Hallo zusammen,
    möchte nur sagen, dass auch hier, in Rheinhessen (Nieder-Olm/Alzey), ein Massenauftreten von Distelfaltern zu sehen war. Auf der Autobahn klatschten sie nur so gegen mein Auto -leider :-(.
    Gruß Dieter

  • Nur zur Vervollständigung der Beobachtungen: am Sonntag, 17.05., flogen die schon mehrmals erwähnten "Massen" (das müssen zehntausende gewesen sein) in der oberfränkisch/westsächsischen Gegend in Richtung Osten. Leider habe ich auch (mußte Autobahn A72/A9 fahren) etliche "auf dem Gewissen". Solche Massen hab`ich noch nie beobachten können. Die sind aber alle kleiner, als die "normalen", die sich ab und zu auch setzen und fotografieren lassen ! :P


    Günther

  • Hello all,


    Just a small report from Denmark concerning V. cardui.
    By us, so far (undtil 18/5) only few specimens have been observed, estimated less than 30 and mainly in Jutland and the southermost part of DK. The first report is from 11/4 and then scattered reports since. This may be due to the fact, that we have for a very long time had wind almost exclusively from the east, but yesterday the wind has changed to south-southwest. This has now resulted on a report from the southern island Møn, where 9 cardui was observed today. So we expect many more the next days.
    You may visit our informal report page at http://www.lepidoptera.dk/obs/DKreps.php but obs are written in Danish.
    Kind regards
    Per Stadel Nielsen

  • Hallo,


    die ersten wandernden Distelfalter beobachtete ich im April in Nord-Jordanien. Sie zogen, wie es sich für einen anständigen Distelfaölter gehört, um diese Jahreszeit von Süd nach Nord. Im S4you-Wanderfalterforum berichtete ich darüber.


    Seit Sonntag sind im Raum Dessau ständig wandernde Distelfalter an unterschiedlichsten Stellen zu beobachten. Das merkwürdige dabei ist, dass diese alle von Nord nach Süd ziehen. Es handelte sich um ein Beobbachtungsgebiet in der Nähe der A 9 zwischen Berlin und Leipzig in einem Umkreis von ca. 10 km.



    Gruß aus Dessau



    Ernst

  • Ernst Görgner


    Gestern (Montag 18.5.) zogen fast alle noch wie gewohnt nach Nord-Osten aber heute an gleicher Stelle ( A14 zwischen Halle und Leipzig) zogen ca. 80% der Falter Richtung Süden - das bei leichten, böigen Wind von Süd-West.


    Einige Falter - gerade im Stadtgebiet Halle schienen gar keine bestimmte Richtung zu haben!


    Gruß
    Rigo

  • Hallo!
    Bei mir sind jetzt endlich auch die Distelfalter angekommen.
    Und so viele an einem Tag hab ich noch nie gesehen!


    Hier ein Zeitungsartikel der heute bei uns in der Lübbecker Kreiszeitung stand:


    Bunte Invasion der Distelfalter in Deutschland


    Millionen Distelfalter ziehen derzeit durch Deutschland. Am Wochenende wurden allein in einem Garten in Jena etwa 40 Falter pro Minute gezählt. Ähnliche Beobachtungen seien ihm aus Karlsruhe, Mainz, München und Nürnberg gemeldet worden, sagte gestern der Zoologe Gunnar Brehm von der Jenaer Schiller-Universität. >>Dass der Distelfalter so massenhaft auftritt wie in diesem Jahr, ist ungewöhnlich<<. Möglicherweise sei das Futter in den Herkunftsregionen knapp geworden. Die sandfarbenen Falter (Vanessa cardui) zögen jährlich aus Afrika und dem Mittelmeerraum nach Mittel- und Nordeuropa, um sich dort zu vermehren. Die Raupen des Falters ernähren sich von Disteln und Brennnesseln. Der WWF erklärte: >> Der Distelfalter ist eine anpassungsfähige und weit verbreitete Schmetterlingsart. Diese Eigenschaften können ihm helfen neue Bedrohungen, zum Beispiel auch den Klimawandel zu überstehen, während viele seiner Verwandten wie der Apollofalter durch den Klimawandel bedroht werden.<<


    So das war`s ;)

  • Hallo Distelfalterfans,


    hab hier noch ein kleines Video aus Dachau. Leider sieht man nicht viel bei der Auflösung.
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  • Ich möchte noch meine Beobachtungen vom Sonntag ergänzen: Gestern war das Wetter in München leider nicht besonders, als aber mittags die Sonne durch die Wolken geblinzelt hat, ging's sofort wieder los mit der Wanderung, es sind wieder viele Exemplare aufgetaucht, wenn auch deutlich weniger als tags zuvor (am Sonntag) und nur für kurze Zeit. Sie waren sehr zielstrebig in Richtung Nord bis Nord-West unterwegs (wie Sonntag).


    Heute ist das Wetter wieder besser (ab und zu ein paar Wolken sonst Sonne), es stellt sich allerdings ein völlig anderes Bild dar: Es sind immer noch sehr viele unterwegs, (ebenfalls deutlich weniger als vorgestern). Aber es ist keinerlei Wanderverhalten mehr zu beobachten, die Falter fliegen langsamer, setzen sich auf die Wege und Straßen sowie zur Nahrungsaufnahme auf Blüten. Am Sonntag und gestern konnte ich praktisch keinen ruhenden Falter beobachten.


    Sieht das bei euch ähnlich aus?

  • Ich konne heute Abend ca. 20 Uhr an meinen Balkonblumen ( Petunien ) einen Taubenschwanz ( Macroglossum stellatarum ) beim trinken beobachten. Mein Wohnort "Kernen" eine kleine Weinbau-Gemeinde im Remstal liegt ca. 10 km östlich von Stuttgart


    es grüßt Ernst Frei

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  • Hallo,


    bei uns in Dormagen habe ich Sonntag, 17.05. einen Distelfalter gesehen (nach ca. 2 Jahren den ersten, obwohl Admiral immer häufig war). Heute 19.05. habe ich einige zehn gesichtet, aber vereinzelt, ohne erkennbare Zugrichtung. Die Exemplare sind extrem abgeflattert und eher klein.


    Mein Sohn (7 Jahre) hat einige gefangen. Die sitzen jetzt mit eingetopfter Distel und aufgeschnittenen Orangen als Futter zur Eiablage im Käfig fest. (Hat in der Vergangenheit mit Tagpfau und Admiral immer gut geklappt). Nur zur Info: Bei uns wird immer alles fliegen gelassen - kein Ende auf der Nadel.


    Liebe Grüße, Stefan

  • Hallo zusammen,



    ich wohne hier im Hamburger Norden, aber es hat sich bis heute kein Distelfalter sehen lassen. Nachdem ich auf www.science4you.org nachgesehen habe, ist der Schwarm, wenn ich den Zahlen trauen darf weitaus größer als normal, noch einiges von uns entfernt. Ich bin aber, nach Sichtung der Meldungen, sicher das nicht nur der Distelfalter massiv von Afrika nach Europa wandert. Der Schwarm zieht auch einige anderen Arten mit sich. Seien wir gespannt, was da alles bei uns ankommt.


    Viele liebe Grüße


    Franz

  • Hallo zusammen,


    bei meinem heutigen abendlichen Spaziergang habe ich auch in meiner Region (NRW - PLZ 41334) um die 20 Distelfalter gesehen.


    Nachdem ich voriges Jahr nicht einen Distelfalter gesehen habe, kann ich mich ja in diesem Jahr wieder auf einige "Herbergsgäste" freuen.


    Schade, dass ich solche Schwärme hier wohl kaum zu sehen bekommen werde.

  • NACHRICHTEN.AT meldet:


    Viele Innviertler geraten dieser Tage in riesige Schwärme von Distelfaltern. »Es ist richtig finster geworden«, schildert ein Rieder seine Autofahrt durch eine »Schmetterlingswand«.


    Die Augenzeugenberichte zur ungewöhnlichen Schmetterlingsinvasion häufen sich. Unternehmer Markus Desch aus Ried geriet auf dem Rückweg von München auf der Autobahn in mehrere Schwärme, wobei es kurz vor der Grenze bei Suben ziemlich massiv wurde.


    »Es war unglaublich, so etwas habe ich noch nie erlebt. Ich bin direkt in einen schwarzen Schwarm gefahren. Es ist richtig finster geworden dabei«, erzählt der Rieder Juwelier. »Das hat sich angehört, wie wenn lauter kleine Steine gegen die Scheibe prallen. Die Windschutzscheibe war so verschmiert, dass nicht einmal mehr der Scheibenwischer und die Waschanlage etwas genutzt haben. Beinahe hätte es einen Unfall gegeben. Der Fahrer des Wagens vor mir ist so erschrocken, als er in die riesige Schmetterlingswolke gefahren ist, dass er abrupt abgebremst hat.«


    Die Schmetterlinge seien stellenweise vom Grünstreifen in der Mitte aufgestiegen. »Das ging alles ganz plötzlich!« Am Kühlergrill und an den Scheibenwischern fanden sich anschließend die Reste hunderter Schmetterlinge.


    Eine Innviertlerin berichtet von tausenden Schmetterlingen, die eine Straße bei Taiskirchen »wie einen Teppich« aussehen haben lassen. Auch bei Taufkirchen an der Pram wurden riesige Distelfalter-Schwärme gesichtet. »Sie sind von West nach Ost gezogen. Es ist ein besonderes Ereignis. Damit es solche Mengen Distelfalter gibt, müssen im Vorfeld viele Faktoren wie Nahrung und Witterung optimal passen», sagt Franz Grims, pensionierter Biologe.


    Die Distelfalter kommen aus Italien, Spanien und sogar Afrika über die Alpen zu uns. Der Landwirtschaft entsteht laut Experten kein Schaden – als Nahrungsgrundlage der Nachkommenschaft dienen hauptsächlich Distelgewächse und Brennnesseln.


    [map]Ried, Österreich[/map]
    Lasst euch nicht von einer allfälligen Fehlermeldung verwirren.

  • https://www.exotic-insects.com
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