Jungraupen sterben alle-bitte dringend

  • hallo,


    habe schon in einem anderen Forum gepostet aber leider (noch) keine Hilfe erhalten. Da mein Anliegen sehr drängt, schreibe ich hier auch rein. Meine zwei kleinen Räupchen die von den länglichen Eiern geschlüpft sind, sind einfach gestorben. Miniraupen die ich auf Brombeerblatt gefunden hatte sind einfach gestorben. Nun hatte ich auf -vermutlich-Raps Mini Spannerräupchen gefunden. Es waren vieleee max 2 Milimeter lange Räupchen. Habe sie mitsamt dem Blatt auf dem sie saßen mitgenommen. Nun befürchte ich daß sie auch eingehen! sie sind noch dünner geworden und bewegen sich kaum mehr.


    worin liegt mein Fehler, was mache ich falsch, ich will die Räupchen nicht verlieren :..(((


    alle Raupen sind in Plastikbechern, mit Küchenrolle dichtgemacht. Eventuell auch Damenstrumpfhose. Sie befinden sich auf der Fensterbank, keine direkte Sonne. Tagsüber steht das Fenster offen. Alle anderen Raupen geht es sehr gut. Habe noch diverse grössere zuhause, es sind immer die kleinsten die sterben.


    wer kann helfen??


    beuunruhigte Grüsse

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  • Hallo Nesrin.


    Mach mal ein Foto, damit wir die Lage besser einschätzen können.
    Sowohl von deinen Zuchtbehältern, so wie sie am Fenster stehen, als auch von den Raupen. Gehe beim Fotografieren nicht zu nah ran, damit die Bilder noch einigermaßen scharf sind.


    Ohne was gesehen zu haben, könnte ich mir vorstellen, dass du die Jungraupen zu trocken hältst. Durch die Abdeckung mit Küchenrolle oder Damenstrumpf könnte das Futter zu schnell austrocknen und damit auch die Jungraupen.
    Das ist allerdings nur eine Vermutung, mehr nicht.


    Gruß
    Rudi

  • hallo,


    danke für deine Antwort! es ist fast 3 uhr morgens und ich habe bis jetzt das INet durchforstet nach einer plausiblen Erklärung. Leider habe ich nichts brauchbares gefunden.
    Die Raupenbehälter und wie sie stehen könnte ich fotografieren aber leider bekomme ich kein scharfes Foto von den Mini-Raupen hin. Falls sie morgen noch leben werde ich es aber versuchen. Ich befürchte aber sie werden sterben und ich bin schuld! dabei waren sie so niedlichst-ich hätte sie nicht mitnehmen sollen. Es reicht anscheinend doch nicht Tiere mit der Futterpflanze mitzunehmen.


    wie meinst du das mit dem zu trocken halten? man soll ja kein feuchtes Futter geben. Dabei wollte ich die natürlichen Verhältnisse nachahmen, darum das ständig offene Fenster. Dabei wollte ich so sehr mal Eiräupchen finden und grossziehen..ach ich heul grad herum, wahrlich die Tränen kullern..

  • hallo


    womit fütterst du die Raupen denn? Mit Raps? Und wo hast du den denn her? Wenn du den vom Feld sammelst ist er vermutlich gespritzt bzw das Saatgut behandelt -dann ists klar das die Jungraupen sterben.
    VG Chris

  • hi,


    Was mit einer "zu trockenen Haltung" gemeint ist:


    Zu viel Luftaustausch bzw. zu trockene Luft bewirken oft, dass das Futter (vor allem einzelne Blätter) innerhalb von weniger als einem Tag komplett vertrocknet. Mit solch trockenem Futter kommen große Raupen meistens nicht zurecht, Eiräupchen schon gar nicht!
    Deshalb muss bei luftiger Abdeckung und offenem Fenster das Futter-wenn möglich-jeden Tag erneuert werden.


    Warum in diesem Fall (ohne genauere Angaben sowieso nur eine Theorie) nur die Eiraupen und nicht die größeren eingehen?


    Das könnte daran liegen, dass große Raupen schneller ans Futter gehen und auch mehr davon zu sich nehmen (sie halten es auch etwas länger ohne Futter aus, als die kleinen). Der Futterwechsel ist da auch kein großes Problem.
    Bei Eiraupen ist dies anders: sie fressen oft erst nach einem Tag bzw. wenn sie schon ans Futter gewöhnt sind nach wenigen Stunden (kann natürlich auch schneller gehen). Kleine Raupen stellen auch ein etwas größeres Problem beim Futterwechsel dar.


    In der Haltung von Eiraupen ist es auch nie schlecht, wenn man mit einer Spühflasche oder einem Zerstäuber eine Wasserwolke in die Luft sprüht und den offenen Behälter mit den Raupen 1-2 mal durch den Nebel zieht.


    mfg, mondvogel99 :winken:

  • Hallo Mischa,


    Raupen haben bei Dir ganz bestimmt viel größere Überlebenschancen als in der Natur - ich habe schon so oft Raupen draußen beobachten wollen und mußte fast immer feststellen daß sie irgendwann durch unterschiedlichste Gründe umkamen (durch Überhitzung eingetrocknetes Eigelege, von einem Vogel vom Zweig gepickte Puppe, ganz oft eines Tages mit samt den Raupen umgenietete Futterpflanze, einmal fünf Abendpfauenaugenraupen an einer kleinen Sal-Weide gesehen - keine einzige hat überlebt - an allen fünfen hingen eines Tages Kokons von parasitären Wespen, u.s.w.).


    Also wenn Du einer Raupe möglichst gewiß ihr Überleben sichern möchtest, nimm sie unter Deine Obhut! ;)


    Viele liebe Grüße, Sascha



    PS: ist nicht immer einfach mit dem großziehen und man hat oft auch Kummer - ich weiß

  • hallöchen


    Ach Sascha ich fühl mich eher wie eine Versagerin von einer Raupenmutter jetzt. Wie ich vermutet habe sind viele gestorben. Manche haben sich wirklich gehäutet. Das hat mich etwas gefreut aber die Bitterkeit in mir bleibt. Ja in der Natur sterben sie auch, aber nicht wegen mir.


    das Futter habe ich extra von der Pflanze mitgenommen auf der sie waren. Das ist ein weiter Weg, aber ich gehe gerne dorthin, hauptsache sie gehen nicht ein.


    Ich habe heute die Überlebenden mal getrennt. Bei manchen habe ich das Futter an manchen Stellen etwas angeschabt, damit sie leichter fressen können.
    mondvogel99 ja das Futter erneuere ich täglich. Aber das mit dem Zerstäuben ist mir auch eingefallen. Heute habe ich sie mit Sprühnebel benebelt. Ich weiss nicht warum sich das so eingeprägt hat, daß ich auf keinen Fall Feuchtigkeit in die Gefässe bringen darf. In der Natur regnet es ja auch. Irgendwo habe ich das gelesen, daß es besonders schlecht ist Raupen feucht zu halten. Sollte ich lieber das Fenster zumachen? nicht daß sie ersticken..


    Anbei die Fotos.



    danke euch für die Antworten und die Tipps!


    Fensterplatz
    erste Häutung
    tote Räupchen
    tote Räupchen auf Futterpflanze

  • Hallo Mischa,


    verstehe Dich total gut - habe glaube ich die selben Gedanken. Ich weiß gar nicht was ich Dir sagen kann. Stehe jedesmal wenn ich Raupen finde im Zwiespalt: soll ich sie mitnehmen in meine Pflege oder haben sie es hier draußen nicht besser? - viele Feinde (Gefahren) aber auch ein Leben wie sie es sich wünschen.


    Wenn es eine Raupe ist die ich sehr faszinierend (süß!) finde erliege ich der Versuchung sie mitzunehmen in jedem Fall - kann nicht anders!


    Ich glaube es kann einem in dieser Beziehung niemand wirklich einen Rat geben - mir jedenfalls nicht.


    A propos Deine Kleinen: das könnten dem Aussehen nach Kohlweißling-Raupen sein. Du hast doch geschrieben es sind ganz viele - würde auf den Großen Kohl-Weißling (Pieris brassicae) passen > auch die Futterpflanze (aber eigentlich auch auf ganz andere Arten - kann also totaler Blödsinn sein!).


    Zur Pflege, würde ich tatsächlich das Fenster zu machen bzw. sie etwas vom offenen Fenster weg stellen ("Zugluft" - die trocknet alles ganz schnell aus, auch die natürliche Luftfeuchtigkeit ist dann ganz gering) - Du mußt keine Sorge haben sie können so wie Du die Becher verschlossen hast auf keinen Fall ersticken! Ich würde sogar - wenn Du die Blätter einfach so in die Becher legst - einen Plastikdeckel mit kleinen Luftlöchchen (mit einer feinen Nadel stechen - von innen nach außen, damit sich die Räupchen nicht verletzen können) verwenden; oder, die Verschlüsse so belassen aber an dem Futterblatt ein Stück vom Stengel lassen und um diesen einen schmalen Streifen feuchtes Toilettenpapier wickeln dann welkt das Blatt langsamer(benebeln hilft in diesem Fall noch zusätzlich - bei der Methode mit dem Plastikdeckel vielleicht besser nicht benebeln).


    Ganz liebe Grüße, Sascha

  • hallo Sascha,


    vielen Dank für deine lieben Worte.
    Kohlweissling wäre auch nicht schlecht, ich bin ja so gespannt was sie werden..wenn sie denn werden..es ist alles so spannend.
    Am liebsten würde ich ja nur die Strumpfhose verwenden, damit sie auch Sonne und Licht sehen, aber die hauen dann sicher ab. Heute hat doch eine grüne grosse Raupe das Küchenpapier angeknabbert und war am Fensterrahmen. Blöd ist nur daß unter dem Fenster mein Bett steht, wenn sie abhauen könnten sie mich die ganze Nacht beissen, und würden in irgendeiner Ecke unbemerkt verenden.


    Kann mir vllt. noch jemand einen Grund nennen für den Tod meiner Räupchen?


    heute habe ich die Überlebenden einzeln mit der Hand gefüttert, wenn ich könnte ich würde ihnen die Flasche geben. Ich habe heute ganze 5 Stunden am Stück mit säubern und füttern verbracht. Ich wollte mein schlechtes Gewissen etwas beruhigen, so habe ich ihnen das Futter mal sehr klein geschnitten, damit sie leichter Fressen können. Ich habe auch ganze Blätter + Stengel reingesetzt. Dazu habe ich sie leicht besprüht.


    Es scheint mir daß sie die erste Häutung nicht überleben, irgendwo liegt der Hund begraben.


    danke euch allen


    liebe Grüsse

  • Hallo Nesrin,


    meine Meinung zu Deinem Problem:


    Also 1. würde ich mir andere Zuchtbehältnisse anschaffen, z.B. Haribodosen, Gurkengläser oder einfach nur durchsichtige Plastikdosen. Somit ist gewährleistet, dass die Raupen Tageslicht bekommen, und Du kannst sie beim fressen beobachten. Musst sie also nicht ständig rausnehmen und per Hand füttern. Stell Dir mal vor, Du bist so ein kleines Räupchen und würdest ständig von Deinen Artgenossen getrennt werden, grausam, es gibt Arten, die fressen nur in Gesellschaft! Höre auch auf das Futter zu zerschneiden, nimm einfach ein paar Stengel der Futterpflanze, umwickel diese (wie schon saischel schreibt) mit feuchten Küchen-oder Toilettenpapier oder stelle sie ins Wasser (bitte beachten, das die Räupchen nicht zum Wasser wandern können, Am besten ein Glas mit Deckel, in dem man Löcher stanzt, wo die Stengel eingestellt werden können), gib dies in den Zuchtbehälter und warte ab, die Natur nimmt ihren Lauf.




    2. Solltest Du nicht Jede Raupe aus der Natur entfernen, die Enttäuschung ist dann nicht so groß, falls sie es nicht bis zum Falter schafft.


    3. Du wohnst in Österreich: Versuche doch in Deiner näheren Umgebung einen Entomologen ausfindig zu machen (mit Hilfe der Kartenfunktion), der könnte Dir dann vielleicht ein paar mehr Ratschläge geben. Ich weiß nicht woher Du kommst, aber schreibe doch mal Heinz an, er ist immer hilfsbereit und gibt gern sein Fachwissen weiter.


    Nun wünsche ich Dir bei diesem wunderschönen Hobby noch viel Spaß und Erfolge!


    Grüße
    Annett
    Konzentriere Dich doch auf ein paar einfache Zuchten, z.B. V.io, A.urticae oder auch gern auf ein paar Exoten, wie A. atlas. Da hast Du bestimmt eine Menge Freude und kannst somit Zuchterfahrungen sammeln.

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  • Hallo Annett,
    vielen Dank für deinen Beitrag.


    zu 1, Ich halte einige getrennt von den anderen um sie vor Krankheiten zu schützen, habe gehört in der Gruppe wird man leichter krank und steckt jeden an. Ausserdem kann ich so sehen ob jedes einzelne Räupchen auch gefressen hat. So verliere ich sie auch nicht, sie sind so winzig ich muss mit Lupe immer suchen. Somit weiss ich daß in jedem Behälter eines fix drinnen sein muss. Leider kann ich sie gar nicht beobachten sie sind so klein zwischen den Blättern sieht man sie nicht.


    Wann fressen Raupen eher? in der Früh, Nachmittag oder Nacht. Ich würde gerne das Futter dann wechseln wenn sie auch fressen wollen, damit wäre gewährleistet daß das Futter ganz frisch ist und nicht vertrocknet oder so. Kann man sie zum Fressen irgendwie motivieren? Licht, Dunkelheit sonstwas?
    Meinst du mit manche fressen nur in Gesellschaft, die Raupen die gesellig leben?
    wenn ich die Futterpflanze mit feuchtem Tuch umwickelt in die Gefässe reintue, entsteht so keine zu hoche Luftfeuchtigkeit und Schimmel?


    Zu 2, ja so habe ich es mit den Tagpfauenaugen Räupchen gemacht. Habe ca ein Drittel genommen, die restlichen habe ich dort gelassen.
    Wie ist das mit der Futterpflanze muss ich sie vorher waschen oder nicht?ich habe es immer gewaschen.


    danke
    liebe Grüsse

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