Lichtfang im Sommer 2011

  • @ Schaudi:


    Die Mischlichtlampe (z.B. OSRAM HWL) kannst Du für den Lichtfang nehmen. Sie wird auch vom entomologischen Fachhandel angeboten. Du mußt sie aber vor Regen und Spritzwasser schützen. Der Vorteil gegenüber HQL-Lampen ist, daß man bei Mischlichtlampen kein Vorschaltgerät braucht. Es eignen sich aber auch andere UV-Licht-Lampen zum Nachtfalter fangen (z.B.: superaktinisch, Schwarzlicht, Solariumslampen).


    @ klow:


    Beispiel für Stellung und Aufbau siehe dieser Beitrag: http://www.actias.de/p66313-hoi-metalldampflampen-für-lichtfang.html#post66313.
    Wo: Optimal in der Natur, am Ortsrand. Das Licht muß von Weitem sichtbar sein (zwischen Häusern ist es nicht gut).
    Wind: Bei Wind fliegen nur wenig Nachtfalter.
    Lampe: Eine Lampe, dessen Spektrum UV-Licht enthält (siehe oben: @ Schaudi)


    Viele Grüße - TX

  • http://www.silkmoths.eu
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  • Wie muss man aber die lampen anschlieben am strom nets???
    Ich bin nur noch schüler ein accu bezahlen ist ein bischen zu teur.


    Hallo klow,

    alle hier genannten Lampentypen sind nicht für den Betrieb an Akkus. So werden die Lampen angeschlossen:


    Mischlichtlampen, Osram HWL, Osram Ultra-Vitalux: Direkt am Netz (230 V):


    Netz :hinweis: Lampe.


    Quecksilberdampflampen, Osram HQL: Nur über ein Vorschaltgerät betreiben (sonst Explosionsgefahr!):


    Netz :hinweis: Vorschaltgerät für HQL :hinweis: Lampe.


    Halogen-Metalldampflampen, Osram HQI, Osram HCI: Nur über ein Vorschaltgerät betreiben (sonst Explosionsgefahr!):


    Netz :hinweis: Vorschaltgerät für HQI oder HCI :hinweis: Lampe.


    Leuchtstofflampen, "Neonröhren" (Schwarzlicht oder superaktinisch): Betrieb in den Leuchten für Leuchtstofflampen (in den Leuchten ist bereits ein Vorschaltgerät eingebaut):


    Netz :hinweis: Leuchte mit Leuchtstofflampe.


    Es gibt auch Handleuchten mit Leuchtstofflampen für 12 V: Betrieb am Auto oder mit Autobatterie (Polung +/- beachten!).


    Viele Grüße - TX

  • Hallo TOX!
    Da Du Dich sehr gut auszukennen scheinst, möchte ich Dich fragen, ob diese Handleuchten überhaupt effektiv genug und zu empfehlen sind. Wie lange könnte ich damit mit der Batterie (im Auto) leuchten, ohne hinterher nicht mehr wegfahren zu können? Die Lösung mit dem Auto wäre für mich die beste, um die besten Biotope aufsuchen zu können.
    Könntest Du evtl. Bezugsquellen nennen?
    Danke schon mal für Deine Antwort!
    Liebe Grüsse, Hans

  • @ fossilien51:


    Hallo Hans,


    mit Handleuchten habe ich keine Erfahrung. Wenn ich beim Leuchten war, dann immer mit Freunden und dort war immer ein Netzanschluß verfügbar. Mit einer Handleuchte wird man wahrscheinlich nicht so viele Insekten anlocken können wie mit einer großen netzbetriebenen Leuchte.


    Den Stromverbrauch und wie lange man mit einer Autobatterie leuchten kann, kann man wie folgt berechnen:


    Diese Angaben brauchst Du: Die Kapazität der Autobatterie in Ah (Amperestunden, steht auf der Batterie), die Betriebsspannung (12 Volt), die Leistungsaufnahme der Leuchte in Watt (siehe technische Daten der Leuchte).


    Zunächst den Strom, den die Leuchte braucht, berechnen (Leistungsaufnahme geteilt durch Betriebsspannung).
    Dann die Zeit, die man leuchten kann bis die Batterie entladen ist (Kapazität der Batterie geteilt durch Strom).


    Beispiel:
    Angenommen die (vollständig aufgeladene) Batterie hat eine Kapazität von 56 Ah und die Leuchte eine Leistungsaufnahme von 14 W.
    14 W : 12 V = 1,16666667 A (Strom in Ampere)
    56 Ah : 1,16666667 A = 48 h (Stunden)
    In diesem Fall kann man also 48 Stunden ununterbrochen eine Leuchte betreiben bis die Batterie entladen ist.


    Bezugsquelle: Der entomologische Fachhandel (z. B.: http://www.ento-meier.de/content/0/64/).


    Viele Grüße - TX


    P.S.: Das Thema heißt zwar "Lichtfang im Sommer 2011" aber die Naturgestze sind immer gleich, also gilt dies auch im Herbst, im Winter und im nächsten Jahr und im übernächsten... ;)

  • Um diesen Thread mal wieder nach vorn zu bringen und in der Hoffnung um Leuchterlebnisse anderer Nachtschwärmer:


    Gestern habe ich in Nordvorpommern mal kurz geleuchtet (war zu müde, um nach 0 Uhr weiter zu leuchten) und freute mich unter anderen über Gastropacha quercifolia (bitte überprüfen).Im Foto in Nachbarschaft zu Phragmatobia fuliginosa. Das Foto ist gestellt, da beide Falter für die ruhige Position etwas runtergekühlt wurden - 5 Minuten.


    Geleuchtet wurde mit 500W HWL von Osram in einer Eigenbau-Leuchtturm-Konstruktion. Von 22 - 0 Uhr kamen außerdem noch 10 Noctuiden und 5 Geometriden.


    (eingesteckt wurde nichts)


    Gibts auch so unglaublich "krasse" Abenteuer anderer Leuchten?


    Gut Licht und Fang, Michael

  • https://www.exotic-insects.com
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  • Könnte ich auch mit einer normalen 50W Lampe ein paar Falter anlocken?


    Ja, das funktioniert schon - aber sehr schlecht. Und die Wahrscheinlichkeit, daß etwas anderes kommt als ab und zu mal eine Gammaeule oder ein paar kleine Spanner, ist sehr gering. Die Nachtfalteraugen sind für blaues und UV-Licht nun mal am empfindlichsten, d. h. das sehen sie am besten. Darum braucht man Lampen mit einem höheren UV-Anteil im Lichtspektrum und eine normale 50W-Birne erzeugt eben nur sehr wenig UV-Strahlung. Welche verschiedenen Lampentypen man am besten verwenden kann, wurde weiter oben schon geschrieben.


    Viele Grüße - TX

  • Hi,
    hier ist nochmal ein Bild von der Eule von gestern abend/heute morgen.

    Es könnte allerdings auch eine Markeule -Hydroecia micacea sein. Verwunderlich ist es vor allem, dass gestern noch ca. 3 Stück ans Licht flogen, was bei solch einer seltenen Art, wie der Pestwurzeule, wahrscheinlich eher unwahrscheinlich ist;) Kann mir diese Art vielleicht jemand sicherer bestimmen bzw. sichere Unterscheidungsmerkmale nennen? ...darüber wäre ich sehr dankbar.
    MfG,
    Toni

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