Eriogaster arbusculae breeding

  • This week I collected some larvae of Eriogaster arbusculae (L2/3, L5). According to literature on the internet, the larvae are very difficult to rear. A previous breeding of E. arbusculae failed. I was wondering if anyone could advice me under which conditions the larvae can be reared successfully? Many thanks in advance!


    Regards, Klaas

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  • Hi Klaas,
    I also colected some larvae 2 weeks ago in Switzerland 2000m altitute. Its the first time as well and I know that larvae needs cool at night its recommended put them in the refridger 5-8 °C and importent at airy conditions!
    Also its written that the pupae can overwinter 7 or more times ;(:idee:
    I read this in a book. If you like I can send you the text but it is in german written! I guess you do unterstand german?

    Regards André

  • Hallo, ich habe eigentlich jedes Jahr in Norwegen, oberhalb von Lillehammer jedes Jahr einige Raupennester dieser Art im Fjell gefunden!
    Der Mangel an der entsprechenden Futterpflanze hatte mich bisher davon abgehalten solch ein Nest mitzubringen!
    Ich werde Anfang August wieder dort sein!
    Wenn jemand hinsichtlich der Zucht bzw. Handhabung bis zur Verpuppung Tip's haben, könnte ich ZM mitbringen!
    VG
    Achim

  • Hallo Klaas, hallo Achim,
    habe schon viele Eriogaster-Arten gezüchtet, aber noch nie ist mir die Zucht von E. arbusculae gelungen.
    Allgemeiner Tip: Eriogasterpuppen NICHT bewegen und so belassen wie sie sich verpuppt haben.
    Eriogaster schlüpfen im Freiland schon im Februar/März und werden oft übersehen.
    Eriogaster arbusculae/lanestris ist ein ähnlicher Komplex wie Eudia pavonia/pavoniella/josephinae bzw.
    Pieris napi/bryoniae. Es sind eben "Eiszeit"-Erscheinungen die noch nicht ausgereift sind oder schon wieder zusammenkommen.
    Habe E. lanestris in NO-Türkei und Lappland gefangen (Einzelstücke) die vermutl. eher zu arbusculae gehören.
    Werde mal eine DNA anstreben - das ist aber auch kein Allheilmittel.
    Lillehammer liegt ziemlich weit südlich - könnte noch E. lanestris sein. Beide Arten nehmen Saalweide, Birke ... als Futter an.
    Wäre für mich interessant von dort Raupen/Falter zu bekommen.


  • Also its written that the pupae can overwinter 7 or more times ;(:idee:

    Ich kann das nur bestätigen. Eine Puppe hat bei mir 5 Jahre überwintert. Das ist auch mein einziger Zuchtfalter (male). Ich habe schon mehrere male vergeblich versucht diese Art zu züchten. Von gefundenen Raupennestern bzw.
    erwachsene Raupen die im September einen Verpuppungsplatz suchten. Meiner Meinung nach ist die Zucht im Tal schwer möglich. Ein Kollege (Ernst T.) von mir hat die Art erfolgreich am Fundort (ca. 2000m) gezüchtet.


    Werner

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  • Ich glaube, dass das Futter zur Zucht relativ unwichtig ist. E. arbusculae und lanestris fressen sicher kleinblättrige Weiden.
    Die Höhenlage bzw. die nordische Lage macht es aus. Warum weiß ich nicht. In der Türkei fand ich sie auch nur um 2000mNN.
    Zuchten nördl. Polarkreis ex Schweden sind mir auch ALLE abgestürzt.


    für Achim: es gibt in deiner "Urlaubsregion" viele nette "Unterarten/Varianten" von häufigen Arten.
    Zuchten wären toll.
    Z.B. Phragmatobia fuliginosa, Phalera bucephala, Cerura vinula, P. plantaginis, Coscinia cribraria

  • Servus, jetzt geb ich auch mal wieder meinen Senf dazu........
    Ich fand die Nester immer über einem Bach oder Entwässerungsgraben.
    Glaube, dass die Raupen sehr feuchtigkeitsliebend sind. Die Nester müssen am Tag aber abtrocknen können.
    Das macht die Zucht so schwierig........
    Es werden immer nur ein paar Raupen bis zur Puppe gebracht. Egal wie groß das Nest ist oder in welcher Haut die Raupen eingetragen werden.
    Die Puppen überliegen mehrere Jahre, beim Kumpel schlüpfte sein letzter Falter der Zucht nach 8 Jahren!

  • The small larval nest that I collected, contained 65 larvae. An accurate counting was not possible before the last instar. In the last instar a few larvae escaped and 3 died. All other caterpillars made cocoons and I assume they pupated successfully.
    Each day I kept the caterpillars in the fridge in a closed box from 20:00 until 15:00 the next day. The bottom of the box was covered with toilet paper. In the afternoon I stored the box at room temperature, I added fresh twigs of Salix alba x babylonica, I took off the lid, and to prevent the larvae from escaping I put the box in a cage. When the caterpillars stopped feeding, it took up to 4 days until they started pupating.


    It is important to keep in mind that a wild collected nest can contain parasitoids. When I collected the nest with L2 larvae, I thought the larvae were too young to be infected already. However, at the time the larvae were moulting to L5, I suddenly saw many parasitic wasps crawling out of the nest. I was just in time to kill them. When I opened the nest, I discovered the old egg-batch in the center, and around it there were small wasp cocoons. These cocoons were probably already there when I collected the nest. It is likely that in the wild, the 2nd generation of parasitic wasps completely kill whole larval nests.

  • Jeder der sich einmal mit der Eriogaster arbusulae-Zucht versucht hat weiß daß das Problem mit der Puppenruhe beginnt denn die dauert angeblich in der Natur bis zu 7 Jahren.
    Mir ist erst nach vielen Zuchtversuchen 1 Männchen nach 5 Jahren geschlüpft. Normalerweise eine aussichtslose Zucht.
    Heute erhielt ich zu diesem Thema von meinem Kollegen Michael Kratochwill untenstehendes interessante Mail:

    Übrigens, mir sind am 2.12. 2019 zwei Weibchen von E. arbusculae geschlüpft. Obwohl ich nur zwei Dutzend Eiräupchen mitnahm. Ich züchtete mit Kühlschrank und Gefrierfach. Ich simulierte 3 Monate Winter bei minus 2-3Grad im Gefrierfach, dann 3 Monate Sommer im Wohnzimmer und Kühlschrank (22Grad bzw. 8Grad). In 3 Jahren also 6 Überwinterungen, ab kommenden März also 7 Künstliche Winter, etwa 20 lebende Puppen hab ich noch, da dürfte noch was schlüpfen hoffe ich.


    Wie man an diesem Beispiel sieht führen bei der richtigen Methode auch wenig aussichtsreiche Zuchten zum Erfolg.


    Werner

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