Agrius convolvuli ?

  • Hallo,


    mein Arbeitskollege hat mir vom Kartoffelfeld diese Puppe mitgebracht.
    Ich gehe von Agrius convolvuli aus,liege ich da richtig?
    Und was ist das beste für den Falter wenn er denn schlüpft?
    Noch fliegen lassen?
    Oder die Puppe kühl im Puppenkasten im Keller überwintern?
    Vielleicht hat jemand eine Antwort auf meine Fragen.
    Vorab vielen Dank


    Grüße Micha


  • https://insektenlifestyle.com
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  • Ja, da liegst du richtig. Was das beste für den Falter ist? Nun, vermutlich das was er sonst auch getan hätte: Draußen rumfliegen. Natürlich wird der den Winter nicht überstehen. Du kannst versuchen die Puppe zu überwintern, aber da die nicht sehr kältetolerant sind und nicht unbedingt darauf ausgelegt zu überwintern, könnte das etwas heikel sein. Die Gefahr dass die Puppe den Winter nicht übersteht ist jedenfalls nicht so gering.


    Grüße Dennis

  • Normalerweise schlüpfen September/Oktober die Falter und wandern nach Süden".
    Bei Frost stirbt vermutlich die Puppe.


    Dieser Schwärmer ist in wärmeren Ländern oft ein Massentier und am Licht hatte ich schon oft
    so viele im "Wanderanflug", dass ich abbrechen mußte.
    In meinen Bildern im ACTIAS unter -Policeman- findest du ein paar schöne Convonvuli-Eater.


    Policeman

  • Vielen Dank euch allen für die Antworten.
    Also ich werde ihn auf jeden Fall mal schlüpfen lassen.
    Und dann schau ich mal was das Wetter so macht.
    Ich denke auch das ich ihn fliegen lassen werde.
    Jetzt hat er es so weit geschafft,da soll er die Möglichkeit haben evtl. zurück zu wandern.
    Freu mich jedenfalls wenn er schlüpft und alles in Ordnung ist.
    Ich werde auf jeden Fall ein paar Bilder posten....


    Einen schönen Abend euch allen


    Grüße Micha

  • Ich werde die Diskussion mit der Südwanderung nicht wieder führen, aber da existieren halt unterschiedliche Meinungen.
    Bei Frost stirbt die Puppe würde ich sagen so ziemlich garantiert. Es gibt aber interessante Beobachtungen von natürlich überwinternden Puppen an der Adriaküste (Dvořák 2017).
    Insofern ist das nicht so abwegig wie es klingt, in dem zitierten Paper wird allerdings auch von einer größeren Ausfallquote berichtet. Nichtsdestotrotz finde ich das sehr spannend, weil man das schon irgendwie als zaghaften Ansatz sehen kann, das ein Wanderfalter in Europa Fuß fasst. Heiner hat aber natürlich recht, da die Puppe sich schon entwickelt ist das sowieso gelaufen. Da hab ich nicht gut genug aufgepasst.


    Grüße Dennis

  • Lieber Dennis in Afrika ... sterben die Puppen auch nicht - wir sind natürlich nicht Adriaküste.
    Dieser Schwärmer ist nahezu weltweit verbreitet und faßt überall da Fuß, wo es momentan das Klima und die
    Futterpflanze erlaubt.
    Wie viele schnelle Flieger besetzt er sofort neue Gebiete. Bei häufig vorkommenden Massenvermehrungen wandert er.
    Habe Wanderungen erlebt, dass so viele Falter ans Licht kamen, dass ausgehungerte Ginsterkatzen,Waldschweine ....
    zu meiner Leuchtstelle kamen und gefressen haben.

  • Ich weiß nicht worauf du hinauswillst. Die Puppen sterben in Afrika nicht...weil? Es da warm ist? Die Adriaküste ist nicht so warm wie man meinen mag, jedenfalls nicht im Winter. Kälteeinbrüche mit Frost bis -10°C waren bis vor 10 Jahren noch keine Seltenheit. Mittlerweile ist das sicher anders, aber ich glaube das Klima der letzten Jahre im Mittelrheintal kann mit dem der Adria durchaus mithalten. Die Frage war aber auch, ist eine Überwinterung möglich und mit den vorliegenden Beobachtungen ist sie das wohl. Ansonsten stimme ich mit deinen Ausführungen 100% überein, ich hab ja nicht gesagt dass die nicht wandern. Das ist ja genau der Punkt sie wandern halt überall hin wo sie hinkommen und wo die Bedingungen es zulassen fassen sie Fuß, für kurz oder länger.


    Grüße Dennis

  • Ich hatte 3 Raupen gefunden Ende August 2002. Die hatten sich verpuppt und trotz Zimmertemperatur sind die nicht mehr geschlüpft. Bei "Überwinterung" in der Abstellkammer, Temperaturen um die 12-15 Grad, schlüpften die Drei dann im April des Folgejahres.
    Ob das an den Temperaturen lag oder an der Tageslänge während der Raupenzeit weiß ich nicht.
    Aber sie gehen wohl bei bestimmten Bedingungen in eine Art Diapause.


    Gruß, Heiko

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