• Eine Frage an alle mit "grünem Daumen":


    Ich brauche im März vorgetriebenes Knäuelgras...


    Ich kenne es leider nur so wenn man einen Grashorst eintopft und ins Zimmer bringt stirbt der innerhalb von zwei Wochen ab. Fehlende Luftbewegung??? Keine Ahnung.


    Würde es dagegen klappen wenn ich demnächst noch kaum ausgetrieben Knäuelgraswurzeln eintopfe und im Zimmer vor ein Fenster stelle???


    Kennt sich jemand damit aus?

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  • Ich glaube nicht das noch so viel Zeit bleibt

    deshalb kommst du auch etwas spät mit deiner Anfrage - Schilf geht bestimmt auch.

    Dennoch glaube ich, dass es mit dem Weizen noch klappen sollte. Du wirst dich erschrecken, wie schnell

    der wächst, wenn man ihm die geeigneten Bedingungen bietet. (Pflanzenlampe, Wärme etc.)


    Ich vermute mal, dass du beim Ausgraben etwas falsch machst - viele Gräser haben ein umfangreiches Wurzelwerk,

    dass sehr tief reichen kann.

  • Grüße,


    im Lepiforum sieht man ne Raupe an aufrechter Trespe, Bromus erectus.

    Ich züchte selbst jedes Jahr Grasfresser und habe deswegen verschiedene Grassorten eingetopft. Sehr erfolgreich, manche stehen seit Jahren im selben Topf und nix geht kaputt, ganz im Gegenteil, sind schöne kräftige Büschel geworden. Auch vortreiben in der Wohnung geht, am einfachsten ist es aber draussen. Meine Töpfe stehen am Balkon.

    Da du hier einen heimischen Falter züchten willst, verstehe ich nicht, warum du das nicht im Freien machst. Dann würde es auch jetzt nicht so eilig sein. Die kleinen Raupen fressen nicht viel und bei diesen Temperaturen sind sie eh kaum aktiv.


    Gruß, Heiko

  • Was willst du denn da vortreiben? Das ist doch den ganzen Winter grün? Ok, kleiner als sonst, aber zum füttern alle mal ausreichend. Wenn du es aus irgendeinem Grund aber doch vortreiben willst: Bromus wächst sogar aus abgeschnittenen Halmen noch und Dactylis kenne ich als ähnlich hartnäckig. Es sollte also eigentlich kein Problem sein das zum anwachsen zu bekommen. Wenn sowas schief geht, dann nach meiner Erfahrung nur weil man das Gras beim angießen ersäuft und die Wurzeln wegfaulen. Oder gar nicht gießen. Ist ähnlich schlecht, aber das erklärt sich ja von selbst. Sonst wüsste ich jetzt nicht wieso Gräser nicht anwachsen wollen sollen.


    Grüße Dennis

  • Weil die Gräser eventuell ein Problem mit der Umsetzung von Freiland ins Zimmer haben? Irgend etwas vertragen sie nicht, ein lokaler Gärtner meinte was von fehlender Luftbewegung..

    Ganz ehrlich, ich habe meist eher einen schwarzen als einen grünen Daumen...

    Zwei andere Beispiele : eine eingetopfte Weide und einen Ginster beim Gärtner gekauft. In den Hausflur gestellt und normal gegossen. Nach 14 Tagen beide tot und vertrocknet...

    Warum? Ein Fluch wird es kaum sein...


    Alle Gärten in der Verwandtschaft sind mittlerweile aus Altersgründen abgegeben. Ich selbst habe lediglich einen Südbalkon, welcher aufgrund der Lage von Mai bis September entomologisch unbrauchbar ist.

    Daher muss ich oft versuchen zu tricksen...

    Cespitis verträgt Schnittfutter nicht so besonders.

    Die Raupen selbst an die getopfte Pflanze zu bekommen ist auch nicht optimal - keine Kontrolle mehr und beim Absterben des Topfes sind sie kaum noch wieder zu finden.

    Ideal läuft es an Dactylis was lang genug ist durch ein Loch im Boden einer Box gezogen zu werden welche dann auf einem Wasserglas deponiert wird.

    Das heißt das verflixte Gras sollte wenigstens Handlänge haben.

    Und der Versuch die Eier im Kühlschrank zu verzögern hinterlässt bei dieser Art meist einen Totalschaden...

  • Faszinierend wieviel Arbeit du dir mit dieser Allerweltsart zu machen scheinst, aber gut, ist ja kein Grund es nicht zu tun nehme ich an.

    Also im Zimmer hab ich immer eher das Gefühl Gräser bekommen da zu wenig Licht. Ich stelle manchmal Pflanzen rein wenn ich im Sommer in Urlaub bin und die Pflanzen in der Bruthitze des Balkons (jep gleiches Problem - Südbalkon) nach einem halben Tag ohne Wasser direkt Asche sind. Da hatte ich es mehrfach, dass die Gräser angefangen haben diese typischen gelblichen, weichen Triebe zu bilden, die man kennt wenn man mal was auf einer Wiese hat stehen lassen und das Gras deswegen kein Licht mehr bekommt. Geht bei gesunden Pflanzen nach ein paar Wochen normaler Besonnung aber wieder vorrüber. Ich schätze das macht Sinn, weil viele Gräser C4-Pflanzen sind und die reichern ja CO2 aktiv an was aber wieder Energie benötigt und das ist bei wenig Licht ungünstig. Daher würde ich empfehlen das Gras so sonnig wie möglich zu stellen. Ich kann dir aber sonst jetzt auch nicht genauer sagen was bei dir schiefläuft, ohne Beschreibung der Symptome, der Behandlung und was für Substrat du benutzt. Auch bei den Weiden. Ich hab meine auf besagtem Südbalkon stehen, der für mich perfekt entomologisch nutzbar ist. Man muss ein bisschen strategisch größere und kleinere Pflanzen platzieren und so viele Pflanzen haben, dass sich ein Mini-Wald bildet der ein weniger wüstenmäßiges Mikroklima aufrechterhält, aber dann geht's ganz gut. Die Ginster sind unter Umständen etwas pienzig. Hab ich aber selber nicht, ich seh die nur in letzter Zeit draußen alle absterben. Die haben glaub ich so eine komische Sache wo die zwar in Trockengebieten vorkommen, aber trotzdem relativ viel Wasser brauchen (?). Lange Rede kurzer Sinn: Wenn du unbedingt Dactylis in der Länge brauchst, dann wird dir ja wohl kaum was anderes übrig bleiben, als es vorzutreiben.


    Grüße Dennis

  • Die Art mag zwar lokal häufig sein, aber wieviel ganz frische, lupenreine Tiere hast Du bisher davon gefunden? Liegt bei mir in 50 Jahren im einstelligen Bereich...

    Jeder mitteleuropäische Makro wird bei mir mindestens ein mal gezüchtet, egal ob häufig oder nicht.

    Und bei cespitis schlüpften die Falter damals ausgerechnet während wir im Urlaub und damit abwesend waren.

    Seit dem habe ich mich davon überzeugen dürfen das cespitis Eier und Kühlschrank eine schlechte Idee sind.

    Also muss beim hoffentlich letzten Versuch das Futter vorgezogen werden.

  • Kommt drauf an mit wie vielen Schuppen weniger du ein Tier noch als lupenrein betrachtest, aber zu Anfang der Flugzeit hab ich eigentlich immer recht frische am Licht.

    Also es gibt schlimmere Arten, die nach 3 Minuten fliegen schon keine Schuppen mehr haben. Da es aber ja scheinbar eh dein Ziel ist jede Art mal zu züchten, ist das ja wohl dann auch nicht die Hauptsache, also Respekt da hast du dir was vorgenommen. Wenn ich so recht darüber nachdenke waren bei mir glaube ich aber die Raupen schon vor dem Winter geschlüpft (offenbar überwintern demnach entweder Eier oder Raupen?) und fraßen eigentlich ganz gut an Poa annua. Hab die dann aber rausgesetzt, weil ich keine wirkliche Verwendung dafür hatte.


    Grüße Dennis

  • http://www.silkmoths.eu
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  • Weniger vorgenommenen, ungefähr 80 % der Mitteleuropäer sind nach fast 50 Jahren geschafft.

    Aber es bleiben typischerweise immer die schwierigeren Zuchten übrig...

    Auch die häufigsten Arten machen Spaß... Sachen wie leucostigma oder micacea - wieviele mögen die schon ex ovo gezüchtet haben? Geht übrigens super mit Blättern der GartenSchwertlilie...

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