Charaxes jasius

  • Hallo,

    mit dem Erdbeerbaumfalter musste ich bei der Zucht eine leidige Erfahrung machen, was mir einen Totalausfall bescherte.

    Laut Informationen soll man die Raupen gut bei Zimmertemperatur züchten können. Als Futterpflanzen werden Arbutus- Arten, vorwiegend A. unedeo angegeben. Auch Laurus nobilis oder auch Rosa corymbifera soll angenommen werden. Leider hat die Umstellung von Erdbeerbaum auf die beiden anderen Futterpflanzen nicht funktioniert.

    Lorbeer wurde verschmäht, soweit ich das anhand fehlender Fraßspuren feststellen konnte. Und die Blätter von Rosen wurden zwar angeknabbert, aber die Raupen haben dieses Futter wohl nicht wirklich vertragen. Zu dieser Jahreszeit sind die Blätter noch frisch und weich, was womöglich der Auslöser gewesen sein könnte.

    Ich kann es derzeit nicht sicher beurteilen, vermute allerdings, dass Raupen von Charaxes jasius nicht so einfach auf Ersatzfutterpflanzen umgewöhnt werden können bzw. zu frische, junge Blätter nicht vertragen. Zwar werden diese Futterpflanzen wohl auch gefressen, aber es scheint so, dass Raupen, die mit Arbutus- Arten gefüttert wurden, nicht mehr umzustellen sind.

    Sollte ich wieder die Gelegenheit haben, diese Raupen zu züchten, werde ich darauf besonderes Augenmerk legen. Es wäre interessant zu wissen, welche Erfahrungen andere Züchter mit dieser Art gemacht haben.



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  • Ich habe Charaxes Jasius immer an Arbutus unedeo gezüchtet und den Busch im Pflanzengroßhandel gekauft. Den Busch sehr gut abduschen und dann abtropfen lassen und ich habe immer guten Erfolg gehabt.

    Gruss Horst

    Bekommt man so etwa den ganzen Pestizidekram ab? Wenn ja wäre das eine besondere Information. Dann müsste man nicht immer Samen anpflanzen oder bei größeren Raupen immer neues Futter holen, welches eventuell sonstwo wächst.


    Mit freundlichen Grüßen

    Finn Küchenmeister

    Die, die ihren Senf dazu geben mögen keinen Ketchup.



    PS: Ich suche immer nach europäischen Spinghidae, Saturniidae und Papilionidae.

  • Also das "Abduschen" von behandelten Pflanzen sehe ich riskant. Es kommt schließlich darauf an, womit die Pflanzen behandelt wurden. Biozide, also Bacillus thuriginesis kann man mit Sorgfalt abwaschen. Herbizide oder Pestizide, die über den Boden und das Wasser aufgenommen werden, lassen sich nicht abwaschen. Hier muss man dann einfach abwarten, bis die Gifte abgebaut sind, was u.U. ein Jahr dauern kann. Dafür muss man die Pflanze umtopfen und auch die Wurzeln abwaschen, um es etwas zu beschleunigen. Selbst kaufe ich meine Futterpflanzen in Gärtnereien, die ihre Pflanzen nicht behandeln. Da muss ich dann leider deren Aussagen vertrauen.

    Mir ging es hier aber eher um die Umgewöhnung auf eine andere Futterpflanze, die einfacher zu beschaffen ist. Bei Daphnis nerii funktioniert das ziemlich gut, auch wenn die L1- Raupen an Oleander gewöhnt sind. Ich biete ihnen dann Liguster an und das klappt problemlos. Manchmal bestreiche ich die Ligusterblätter mit dem Saft des Oleanders. Aber ich denke, das braucht man nicht unbedingt.
    Bei Charaxes jasius wurde Lorbeer jedoch gar nicht angenommen.

    Gruß,
    T.B.

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