Augsburger Bär Pericallia matronula

  • Hallo,


    seit einer Woche sind ein paar Räupchen des Pericallia matronula bei mir in die Terrarien eingezogen (aus einwandfreier Herkunft, von einem Züchter). Davon 5 kleine (L2) und einige größere (L4). Während sich die Kleinen prächtig entwickeln und fressen, gehen die Großen kaum ans Futter, verhalten sich apathisch und leider sind auch schon 2 verstorben.


    Die Haltungsbedingungen sind identisch (um die 21 Grad, 70-80% Luftfeuchtigkeit, tägliche Reinigung, täglich frisches Blattwerk und ein paar Sprühstöße aus dem Wassersprüher).


    Als Futter gibt es Blätter der Waldbrombeere, Kratzbeere, Löwenzahn, Eiche und seit gestern sind auch die (Bio-)Himbeerstauden da. Die Kleinen freuen sich, die Großen verschmähen alles.


    In der Literatur habe ich gelesen, dass ein Bad mitunter die Verdauung anregt und habe die Großen deshalb unter einem sanften Wasserstrahl benetzt, was tatsächlich die Vitalfunktionen gefördert hat, aber fressen wollen sie noch immer kaum.


    Hat jemand noch Ideen was man tun könnte? Vielen Dank. :verwirrt:

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  • Servus

    Esche und Walnuss essentiell, zusätzlich Pfaffenhütchen, Brennnessel und Haselnuss.

    Baden erst nach der Überwinterung wenn die Raupen erwachsen sind.

    Die Raupen vertragen kein nasses Futter wie Löwenzahn etc. fressen es zwar, bekommen dann aber Probleme.

    Baden im Frühjahr mit Regenwasser ja nicht mit Leitungswasser! Richtig absaufen lassen! 6-8 Std. kein Problem.

    Rausnehmen und auf ein Küchenpapier legen. Holzwolle rein und dann kacken sie sich aus und gehen anschließend

    in die Verpuppung.

    Futterwechsel unbedingt aber da schon einige L4 abstürzen sehe ich eher schwarz, dass das noch zum Erfolg führt!

    Gruß

    Christian

  • Danke für die Tipps, werde es versuchen. Der bisherige Züchter war durchgehend mit Himbeere erfolgreich, deshalb die Beschaffung der Himbeere.

    Die anderen Blätter kann ich sogar einfacher aus dem nahen Wald besorgen.


    Und, wie gesagt, die Kleinen entwickeln sich prächtig, das ist ja das seltsame.

  • Das ist völlig Bockwurst. Matronula ist hier streng geschützt und daher ist jegliche Inbesitznahme bzw Besitzhaltung zumindest für deutsche Bürger verboten.

    Ich kann mir auch nicht vorstellen das man zumindest irgendwo in der EU legal matronula sammeln darf.

    Wie kommt ihr bloß auf das schmale Brett das die Behörden bei Kenntnis des Sachverhaltes NICHT mit Feuer und Schwert dazwischen hauen würden?


    Wo kein Kläger, da kein Richter.

    Aber gerade bei matronula bewegt man sich auf ganz dünnem Eis.


    Ich muß immer wieder das Negativbeispiel eines Entomologen aus Niedersachsen anführen der vor etlichen Jahren ungarische (dort nicht geschützte) populifolia anbot und richtig Ärger bekam.

    Begründung : In Deutschland geschützt, und damit für Deutsche tabu. Die Herkunft interessierte dabei nicht.

    Gab jedenfalls richtig teuer Probleme.

    Matronula ist im Vergleich zu populifolia noch etliche Stufen höher auf der Anschißleiter...

    Was auf Actias nicht angeboten werden darf ist offiziell für unsereins verboten!

    Wollt ihr es wirklich darauf ankommen lassen???

  • Reputation hin, Reputation her - streng geschützt bleibt streng geschützt.

    Eine Einstellung hier kann sehr teuer werden und nicht nur das,

    weitere Ermittlungen und ggfs. Durchsuchungen.

    Bekomme dann immer Hilferufe aus dem Inn- und Ausland.

    Hier wäre ein Hilferuf zwecklos.

    Denke dass die Strafe mindestens 4stellig angesetzt werden würde.

    Kann dir nur raten. alles zu löschen und die Finger von streng geschüzten Arten zu lassen.

    Es schadet zudem dem Ruf von ACTIAS (denke da müßten die sonst ständig einschreitenden

    Moderatoren schon vor der Freigabe einschreiten).

  • Ich möchte nur mal darauf hinweisen, dass §44 BNatSchG hinsichtlich Besitzverbots nicht zwischen besonders und streng geschützten Arten unterscheidet ("besonders geschützte Arten" sollten sowohl die besonders als auch die streng geschützten Arten beinhalten, sofern nicht näher spezifiziert) . Auch streng geschützte Arten dürfen hier gehandelt werden, sofern diese einen Legalitätsnachweis haben.

    Da es hier in wilden Spekulationen und Unterstellungen mündet, würde ich im Zweifel für den Angeklagten entscheiden - wir sind hier nicht in der Position die Legalität beurteilen zu können.


    Zum eigentlichen Fall:

    Ich finde auch die Feuchtigkeit etwas hoch... Gefühlsmäßig würde ich sie lieber etwas trockener halten. Bären sind ja doch immer etwas anfällig bei zu hoher Feuchtigkeit.


    LG und viel Erfolg,

    Toni

  • Zum Thema "geschützt unabhängig von der Herkunft".

    Die Regelung wurde eingeführt um Fundortfälschungen vorzubeugen.

    Es ist im o. G. Beispiel nahezu unmöglich festzustellen ob es sich wirklich um - dort nicht geschützte - ungarische populifolia gehandelt hat oder um undeklarierte streng geschützte heimische.


    Matronula ist eine Massenart in Fernost. Im Amurgebiet wird die dort lästige Art mit Besen vom Leuchttuch gefegt. In Tokyo lebt die Riesenrasse helenae auf den Hinterhöfen der Stadt.

    Trotzdem sind auch Tiere von dort in Deutschland für Züchter und Sammler illegal... Begründung s. oben.

    Das der deutsche vorrangige Individuenschutz kontraproduktiv bis hirnrissig ist - geschenkt!

    Der Richter wird sich an Dir exakt nach Paragraphenlage abarbeiten.

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  • Besitzverbot und "Handel treiben" (abgeben an andere ...) sind unterschiedlich zu bewerten.

    Ich kenne niemanden der zum Handel treiben eine Ausnahmegenehmigung für besonders und streng

    geschützte Arten bekommen hat.

    Ich kenne nur Ausnahmen für wissenschaftliche Zwecke, z.B. Umsiedlung, Wiederansiedlung ...

    Ein renommierter Sammler würde einem Anfänger keine im Aussterben befindliche Art abgeben,

    Da diese Tiere sehr wahrscheinlich auf Grund geringer Zuchterfahrung sterben, oder selbst, wenn sie es

    bis zum Falter schaffen, nicht zu geeigneter Zeit und an einem nicht geeigneten Ort freigelassen werden, ist die Sache

    verwerflich.

    Warum muß man stark gefährdete Arten züchten?

    Die Art ist seit langer Zeit geschützt (daher keine Nachzucht) und kann daher nicht legal im Handel angeboten werden.

    Da ich eine Anzahl Anzeigen gesehen habe, kann ich dies konkret belegen und es sind keine Spekulationen.

  • Bleiben wir doch bitte beim Thema.

    Wir haben Börsenvorgaben, an die sich alle zu halten haben.

    Die Diskussion hier ist abseits der Börse und es ist nicht nachvollziehbar, welche Genehmigungen wer vorliegen hat oder auch nicht - sollte bei der Beantwortung der Frage eigtl. auch keine Rolle spielen (wer gerne den Schutzstatus in Deutschland noch einmal durchdiskutieren möchte, darf gerne ein eigenes Thema eröffnen).

    Dennoch ist der Hinweis auf den Schutzstatus grundsätzlich natürlich immer sinnvoll, um den Besitzer vor unbewussten Fehlentscheidungen zu schützen - alles darüber hinausgehende (inkl. Vorwürfen oder Unterstellungen) sehe ich hier fehl am Platz.


    Weitere Empfehlung zur legalen Zucht für unsere russischen Freunde, die diese Art in Massen bei sich im Haus rumlaufen haben, sind gerne willkommen ;)

  • Ich finde auch die Feuchtigkeit etwas hoch... Gefühlsmäßig würde ich sie lieber etwas trockener halten. Bären sind ja doch immer etwas anfällig bei zu hoher Feuchtigkeit.


    LG und viel Erfolg,

    Toni


    Danke für den Tipp. Das Seltsame ist, dass die kleinen Raupen bei identischer Haltung auf jedes Futter ansprechen, sehr vital und lebendig sind, während die großen vom ersten Tag eigentlich relativ apathisch waren und Futter aus einem großen Fundus an frischem Blattwerk nicht annahmen. Deshalb will ich eine bereits vorher vorhandene Erkrankung inzwischen nicht mehr ausschließen.

  • Servus


    In der Natur gehen die Raupen 2 mal in Überwinterung. Das 1. mal in L4 im Herbst in Diapause mit anschließender Überwinterung. Diese erste Überwinterung kann man verhindern, wenn man die Raupen warm hält. Dieses Jahr ist der Sommer viel zu kalt und wenn Du die Zucht in einem zu kühlen Zimmer durchführst, kann das schon ein Grund sein dass die L4 Raupen in Diapause gehen.

    Wenn dann die Temperatur wieder ansteigt, haben diese keine Lust mehr und sitzen herum weil sie sich ja auf den Winter vorbereiten!


    Das ist logisch und mit entsprechender Erfahrung alles Nachvollziehbar. Lernziel --> Zusammenhänge erkennen!


    Leute die einen zu recht warnen und gut gemeinte Ratschläge geben, bitte ernst nehmen und nicht über den Mund fahren und Maßregeln.

    Das geht gar nicht! Dankbarkeit wäre hier eher angebracht!

    Gruß

    Christian

  • In der Natur gehen die Raupen 2 mal in Überwinterung. Das 1. mal in L4 im Herbst in Diapause mit anschließender Überwinterung. Diese erste Überwinterung kann man verhindern, wenn man die Raupen warm hält. Dieses Jahr ist der Sommer viel zu kalt und wenn Du die Zucht in einem zu kühlen Zimmer durchführst, kann das schon ein Grund sein dass die L4 Raupen in Diapause gehen.

    Wenn dann die Temperatur wieder ansteigt, haben diese keine Lust mehr und sitzen herum weil sie sich ja auf den Winter vorbereiten!


    Ist beides bekannt, da ich mich vorher natürlich intensiv eingelesen habe. Das Zimmer ist konstant temperiert zwischen 21-22 Grad (Siehe Eingangspost) und das Terrarium wird von Luftfeuchtigkeit und Temperatur überwacht. Wie man anhand meines Eingangspostings auf ein kühles Zimmer fehlschließen kann, bedarf einer Erklärung.

    Das ist logisch und mit entsprechender Erfahrung alles Nachvollziehbar. Lernziel --> Zusammenhänge erkennen!


    Lernziel --> Gelesenes verstehen, nicht mit Unterstellungen arbeiten und keine alternativen Fakten verbreiten.

    Leute die einen zu recht warnen und gut gemeinte Ratschläge geben, bitte ernst nehmen und nicht über den Mund fahren und Maßregeln.

    Das geht gar nicht! Dankbarkeit wäre hier eher angebracht!

    Gruß

    Christian


    Den Leuten mit guten Ratschlägen habe ich entsprechend freundlich geantwortet. Bei Leuten, die in Unkenntnis der näheren Umstände und meiner Person mit überheblichem Duktus den Oberlehrer oder den Sheriff spielen, antworte ich in angemessener Weise. Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück.

  • Aber Leute, erklärts mir bitte, ich verstehe es nicht.

    Ist den meisten nicht bewußt das hier auch Typen mitlesen die der Entomologie wie hier praktiziert feindlich gegenüber stehen? Das einige nur auf die Gelegenheit warten zuzuschlagen und ein Exempel an den bösen Entomologen zu statuieren?

    :evil:Schließlich sind sie ja die Hauptverursacher des Insektensterbens. Fangen die armen Tiere schneller weg als der Landwirt sie vergiften kann! :evil:

    Im Falle der Fälle müssen die Admins umgehend alle Daten des übereifrigen Plauderers herausrücken...Die IP verrät dann den Rest

    Und eh man sich versieht tritt Dir das Sondereinsatzkommando die Haustür ein!

    Bitte sich immer vorher überlegen:

    Alles was Du sagst kann - UND WIRD! - gegen Dich verwendet werden!

    Und dann steht in der Bildzeitung: Einer der Hauptverursacher des Insektensterbens wurde festgenommen, die Tierwelt kann aufatmen!

    Passt wunderbar ins Konzept um von den wahren Übeltätern wie Land-, Forstwirtschaft und Industrie abzulenken ...

    Völlig unreal? Das glaube ich nicht....

  • Naja Sondereinsatzkommando ist ein bisschen weit hergeholt...😅🤣


    Aber Post oder Besuch könnte man bekommen. Ich bin aber der Meinung das hier (wieder mal) zu weit vom Haupthema abgedriftet wird. Man hat es ihm gesagt und dann ist auch mal gut. Ob man die gut gemeinten Ratschläge annimmt oder nicht kann einem ja so ziemlich am Popo vorbeigehen.🤷🏻‍♀️

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  • Siehste, darauf kann man aufbauen. Mir was nicht klar, dass man hier unter "feindlicher Beobachtung" steht. So etwas kann man aber besser freundlich in einer PN mitteilen und muss nicht mit Hausdurchsuchungen und 4-stelligen Strafandrohungen (die meinen Blutdruck übrigens nicht nach oben treiben) im Forum herumfuchteln, was ich eher als den Versuch einer Einschüchterung gewertet hatte. Dem Vorwurf dem ich mich gerne stelle ist der, dass ich hier gehofft hatte, unvoreingenommene sachliche Diskussionen zu einem interessanten Thema zu führen und nicht von den in vielen Foren inzwischen leider unvermeidlichen Tunichtguten und Hilfspolizisten gemaßregelt zu werden. Das war wohl sehr naiv.


    Aber kommen wir zur Sachebene zurück:


    Fünf L2 Raupen leben wie die Fische im Wasser, gehen ans Futter und gedeihen prächtig. Die gleichen in L4 sind träge, gehen nicht ans Futter, zwei sind leider (wenige Tage nach Ankunft) verstorben. Die restlichen scheinen sich zu meiner Freude langsam zu erholen. Die Haltungsbedingungen sind absolut identisch, für eine korrekte Unterbringung und Klimatisierung ist gesorgt. Das Futter besteht aus artgerechten Pflanzen aus der freien Natur (ungespritzt), sowie Himbeerblättern aus biologischem Anbau. Inzwischen hat sich auch eine befreundete Tierärztin das Szenario angesehen und konnte keine offensichtlichen Mängel feststellen.


    Nachdem hier viele Hobby-Juristen und Hausmeister unterwegs sind, gebe ich die Hoffnung dennoch nicht auf, dass sich doch noch ein Experte zur Wort meldet und einen Tipp aus der Praxis geben kann, was evtl. noch zu beachten wäre. Wer Angst vor den hier patrouillierenden Hilfssheriffs hat, gerne auch per PN.

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