Herkunftsbedingte Größenunterschiede

    Hallo,

    mir ist eben eine für mich sehr interessante Frage in den Kopf gekommen...

    Ist es normal, dass Schmetterlinge (oft) unterschiedliche Größen je nach Gegend haben? Mir ist das ziemlich aufgefallen muss ich sagen. Wenn ich außerhalb meiner TK-Blätter kartiere, so wundere ich mich immer, warum die Arten denn so klein sind. Bei mir sind sie in den meisten Fällen immer größer. Bei "kleineren" Arten fällt mir das schon auf, aber bei den Großen besonders.

    Um ein Beispiel zu nennen: Im Vergleich zu einem Cossos cossus aus Bayern, sind alle aus meiner Gegend bis zu ca. 50% größer. Auch bei Cerura erminea ist es auffällig. Bei Raupen das Selbe. M. rubi die mir in Ostsachsen über den Weg laufen, haben 5-6 cm, während bei mir alle 8 cm haben, wenn nicht manchmal noch mehr. Bei Tagfaltern hält sich das in Grenzen, aber bei Nachtfaltern ist es sehr auffällig... :nixweiss:

    Nun ist mir bewusst, dass es auf die Nahrung ankommt. Es kann aber nicht nur Hungerformen geben. Ebenfalls sind einige Pflanzenarten bei mir nicht so oft vertreten, aber die Falter trotzdem groß. An irgendwas muss es ja wohl liegen.

    Habt ihr damit auch schon Erfahrungen gemacht? Würde mich auch mal interessieren :grinning_face_with_smiling_eyes: .

    Mit freundlichen Grüßen

    Finn Küchenmeister

  • AD

    Größen sind sowohl genetisch als auch futterbedingt und andere Faktoren (z.B. Temperatur) verschieden

    Oder mal mit Michmädchenrechnung:

    Große Eltern, fettes Futter - große Tiere

    Kleine Eltern, mageres Futter - kleine Tiere

    dazwischen alles z.T. wetterbedingt, regional bedingt (Gebirge, Polar, Tropen...) möglich

    LIeber Finn, Lieber Manfred

    es kommt immer wieder vor so habe ich eine Art aus Brasilien beschrieben die deutlich kleiner war als Pseudosphinx tetrio sueli. Da alle Tiere zur gleichen Zeit gesammelt wurde dachte ich das es eine Hungerform ausgeschlossen ist. Heute 30 Jahre später schließe ich eine Hungerform vermutlich aus.

    Im Natural History Museum in London sah ich bei meinen 2. Besuch 2015 Agrius convonvuli von der Fiji Iseln die deutlich kleiner waren mit einem Vermerk Nov. Species??? Auch den Spezialisten sind da unsicher was der Zuordnung zu stellen ist.

    Grüße Michi

    Solche kleinen Tiere gehören oft einer anderen Generation an.

    Es wird wärmer/kälter, mehr naß/trocken, Futterqualität schlechter/besser ....

    Mit etwas Geduld kann man durch Auswahl der Eltern auch kleinere - oder größere Tiere züchten.

    Es ist bei den Menschen auch nicht anderst.

    Schaue auf Ritterrüstungen und auch David und Goliath sind schon bekannt.

    Mit DNA läßt sich fast alles "Artenmäßig" überprüfen.

    Noch ein kleines Beispiel - vor einiger Zeit habe ich eine Abhandlung eines Studenten über Namen gelesen.

    Er hat soweit erinnerlich mehrere tausend SCHMIDT (Schmid, Schmitt ....) und SCHNEIDER überprüft.

    Nur auf Gewicht und Körpergröße.

    Die SCHMIDT's waren im Durchschnitt erheblich größer und schwerer als die SCHEIDER's.

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