Zucht Eichenschwärmer

    Hallo ich habe aus Ungarn Eier von Marumba quercus also F0, hatte die Art dieses Jahr schon mal gezogen mit großen Verlusten. Wäre es vielleicht sinnvoll die Raupen auszubinden. Oder lieber einzeln in Schachtel oder an gewässerten Eichen Zweigen zu halten. LG Sven

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  • Schuster August 3, 2025 at 10:24 AM

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    Hallo Sven

    Die Eier am besten einzeln in kleine Plastikdosen mit einem Stück Eichenlaub geben. Einzeln deswegen, weil geschlüpften Raupen permanent einen Seidenfaden spinnen. Treffen sie auf andere, soeben geschlüpfte Raupen, verspinnen sie sich ineinander, kommen nicht mehr los und sterben. Am beigegebenen Eichenlaub spinnen sie eine Unterlage um sich - ohne Nahrungsaufnahme - zu häuten; meist wird die Raupenhaut danach gefressen. Eichenblätter werden erst als L2-Raupe gefressen.

    Nach der ersten Häutung Umzug in größere Plastikdosen (Eisdosen, Aufstrichdosen etc.), oben mit Glas oder Plexiglas abgedeckt. Auch hier noch nicht viele Raupen zusammengeben. Möglichst morgens und abends frische Eichenblätter hineingeben. Die "alten" Eichenblätter mit einer Schere um die Raupen herum ausschneiden und auf die frischen Blätter geben.

    Ab L3 halte ich die Raupen in einem großen Plexiglaskäfig, der oben mit einem Fliegengitterrahmen abgedeckt ist. In Wasser frischgehaltene Eichenzweige werden gut vertragen, sollten aber spätestens jeden zweiten Tag ausgetauscht werden. Bei dieser Gelegenheit auch das Wasser wechseln!

    Die Eichenblätter sollten auf keinen Fall Pilzbefall aufweisen.

    Wenn die Raupen verpuppungsreif sind (verfärben sich und laufen im Käfig herum). gebe ich sie einzeln in zu zwei Drittel mit mäßig feuchter Gartenerde gefüllte Plastikkörbe (jene, wo Bei Aldi/Hofer etc. Kiwis, Obst usw. gefüllt sind), decke diese oben ab und grabe nach ca. 2 Wochen die Puppen aus.

    Die Lagerung der Puppen erfolgt ebenfalls auf mäßig feuchter Gartenerde; diese wird regelmäßig getauscht, um permanent jene Feuchtigkeit zu bieten, die auch gerade in der Natur herrscht. Überwinterungstemperatur ca. 2 bis 8 Grad.

    Viel Erfolg und eine möglichst verlustfreie Zucht!

    Otto

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