Gastropacha populifolia?

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    "ich wollte einem Tier, dass es extrem wenig gibt nicht sein Leben nehmen"

    Bei einem Männchen weniger dramatisch, ein Weibchen wäre schon eher ein Verlust, allerdings wäre es auch dabei kein großer Unterschied gewesen ob Du oder die nächste Amsel das Tier einkassiert hätte. Sowas kommt ständig vor und ist bei den Eimengen der Weibchen schon eingepreist. (150-200 Eier sind bei den kleinen Glucken üblich).

    Würde die Mitnahme des theoretischen Weibchens dagegen zum Erlöschen der Population führen wäre der Bestand so oder so nicht überlebensfähig.

    Und die Männchen sind bei den Schmetterlingen eher "Verbrauchsmaterialien". Ein Männchen weniger bedeutet für eine Population kaum mehr als das berühmte umgefallene Fahrrad in China.

    Du hättest bei einem Weibchen (was wenigstens noch ein paar Eier spendet) natürlich den Vorteil das die Art über die Raupe sicher zu bestimmen wäre.

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    Hallo Frank und an alle Mitleser,

    ich wollte einem Tier, dass es extrem wenig gibt nicht sein Leben nehmen und liess ihn gestern Abend beim Leuchten in die Freiheit. Die Glucke flog direkt an den Leuchtturm und blieb hängen. Habe sie heute Morgen ins Glas gesteckt und mit schlechtem Gewissen in den Tiefkühler gelegt. Vielleicht kann mir André Brunschli oder sonst Jemand sagen, wo ich die Glucke zum Untersuch abgeben kann.

    Viele Grüsse

    Katja

    Liebe Katja,

    Selber habe ich noch nie eine DNA Barcoding von Insekten machen lassen. Aber ChatGPT gefragt das hier für die Schweiz gefunden.

    Ich würde mal bei der ETH anfragen oder auch bei der EGZ Enomologischer Verein Zürich wo es bestimmt jemanden gibt der Dir eine Stelle empfehlen könnte.

    Jetzt wo das Tier schon tot ist wäre es auch sinnvoll es zu bestimmen zu lassen.

    • ETH Zürich Entomologische Sammlung – Die entomologische Sammlung der ETH Zürich arbeitet mit taxonomischer Bestimmung und Forschungsprojekten zu Insekten. Für spezielle Anfragen können sie oft an passende Labore oder Forschungsgruppen verweisen.
    • SwissBOL – Das wichtigste Schweizer Netzwerk für DNA-Barcoding von Tieren, Pflanzen und Pilzen. Dort sind zahlreiche Universitäten, Museen und Forschungseinrichtungen zusammengeschlossen, die genetische Artbestimmungen durchführen oder koordinieren.
    • Universität Zürich – Über Projekte wie GENSCOP und das Institut für Systematische und Evolutionäre Botanik bestehen genetische Analyseplattformen und Kontakte zu Biodiversitäts- und Artbestimmungsprojekten.
    • ZHAW – Die Forschungsgruppe Umweltgenomik und Systembiologie führt genetische Artbestimmungen, DNA-Sequenzierungen und Biodiversitätsanalysen durch.
    • ecogenics GmbH – Privates Labor mit Angeboten für DNA-Analysen, Sequenzierung und Metabarcoding von Organismen.

    Wenn du mir sagen kannst:

    • welches Insekt du bestimmen möchtest,
    • ob es sich um ein einzelnes Tier oder eine Sammelprobe handelt,
    • und ob die Analyse privat, wissenschaftlich oder für ein Gutachten gedacht ist,

    kann ich dir die geeignetste Stelle nennen und auch sagen, wo Privatpersonen Proben einsenden können.

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    Liebes Forum eine DNA Analyse dauert zwischen 3 bis 4 Wochen oder auch die gleiche Zeit in Monate. Ob eine Art "selten" ist hängt von verschiedenen Faktoren ab die manchmal nicht bekannt sind. Von meinen Sphingidae benenne ich Anambulyx elwesi der Jahre -viele Jahre nur als Extrem selten gesammelt wurde. Jetzt ist die Art gezüchtet worden und die Zucht scheint nicht nur Spezialisten zuzuschreiben. Eine weitere noch "seltenere" Art ist Barbourion lemaii wo der Typus aus Kambotscha stammte und der seit 1933 verschollen war. Von der Art exestierte im Natural History Museum in London eine Zeichnung der Art die ich selber schon gesehen habe 2015. Die Art hat ein besonderes Flugverhalten - Barbourion lemaii fliegt nur in der kurzen Tropischen Dämmerung die ca. 15 min Dauert. Als ein mir unbekannter Sammler vor einigen Jahrzehnte vor der Dämmerung seinen Generator eingeschalten hatte dann wurde die Art häufig gesammelt. Seit dem ist die Art häufig zu sammeln. Liebe Grüße Michi

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    Allgemein zur Verbreitung ist mir bekannt:

    Tschechien

    Deutschland Oberpfalz und Nordseeküste.

    Belgien Hohes Venn (früher lokal sehr häufig)

    Dänemark Nordseeküste (in den Dünen an Kriechweide) lokal nicht selten, besonders im Norden.

    Schweden lokal aber an etlichen Plätzen.

    Finnland: relativ verbreitet auf Mooren.

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    Liebe Katja, die DNA solltest Du von jemanden Einreichen lassen der das schon mehrmals gemacht hat. Ich empfehle eher ein Bein als die Fühler wegen der Optik. Das Bein darf nicht mit Fremder DNA in Berührung kommen sonst ist die Arbeit umsonst. Viel Erfolg auch wenn das Ergebnis noch dauert. Es kann auch ein ganz anderes Ergebnis herauskommen.

    So war ich extrem Überrascht als die seltene Art Ambulyx suluensis (Jetzt) Synonym zu einer ganz anderen Art gehört - Ambulyx moorei palawanica wo das Ergebnis mich überraschte da ich Ambulyx suluensis als Endemit des Sulu Archipels betrachtete.

    Viel Erfolg Katja wünscht Michi

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