Posts by Menetriesi

    Hallo Heiner,


    auch Dir vielen Dank für die Hinweise, vor allem zu dem A. molitor. Ich muss gestehen, da hatte ich zu wenig recherchiert.

    Momentan habe ich 8 Zuchten am Laufen und meine Kapazitäten sind eigentlich erschöpft. (Zum Teil habe ich ganze Büsche ausgegraben und eingetopft, mein Gästezimmer sieht aus wie ein botanischer Garten...)

    Ich versuche mich daher auf die Species zu konzentrieren, über die es bislang wenig Informationen gibt.

    LG

    Andreas

    Hi Rudi,

    danke für die Hinweise. Ich muss die Zucht vor Ort durchführen.
    Hier gibt es keine Wintermonate, momentan ist Trockenzeit, aber dank der Flussnähe trotzdem alles schön grün.

    Momentan habe ich 15 Hippotion eson Raupen, die kurz vor der Verpuppung stehen. Da hatte ich auch rumprobiert und bin bei einer bislang nicht identifizierbaren

    Ranke gelandet, die unmittelbar vor meiner Haustür wächst. Die meisten Pflanzen die mir aus Europa geläufig sind, lassen sich hier nicht finden. Es gibt hier keine Ziergärten o.ä.

    Von daher in der Tat "try and error"

    LG

    Andreas

    Jau, da hast Du recht, das könnte schwierig werden...;)

    Von dem Hippotion habe ich noch 3 M und 1 W im Flugkäfig, die waren allerdings schon beim Abgreifen ziemlich zerfleddert. (Die Geckos sind da wohl drüber hergefallen)

    Daher hatte ich keine Abbildung eingestellt. Der Pseudoclanis ist bislang ein Einzelstück, aber der ist mir ohnehin nicht interessant genug (aus Platzmangel) für eine NZ.

    Meine LF-Anlagen betreibe ich jeden Abend, von daher bin ich eigentlich immer optimistisch, dass auch bei selteneren Arten der Nachschub nicht ausbleibt...

    LG

    Andreas

    Lieber Michi,

    vielen Dank für Deine kompetenten Antworten!


    Nach kurzer Recherche fand ich im Internet (http://www.zobodat.at) eine ausführliche Abhandlung zu Hippotion psammochroma verfasst von U. Eitschberger und G. Müller.

    Zur Verbreitung der Species wird auch der Tschad genannt. Wörtlich heißt es dort:


    „Das Material der coll. SMCRO beherbergt ein † aus dem Tschad (der Fundort „Fat Lamy“ ist leider nicht auf der Landkarte in Google Earth zu lokalisieren) und ein ‡ aus Nord-Kamerun.“


    Der Fundort lautet sicherlich nicht auf „Fat Lamy“ sondern muss Fort Lamy bzw. abgekürzt Ft. Lamy lauten. Dies war offiziell bis 1973 der Name der Hauptstadt des Tchad, die danach in N´Djamena umbenannt wurde. Das ist exakt der Fundort meines Exemplars.


    Dank Dir also für beide Exemplare eine sichere Bestimmung! :daumenja:


    Hinweise zur Futterpflanze gibt es anscheinend noch nicht. Ich werde es mal mit diversen Ranken und krautigem Zeug das hier am Fluss wächst probieren.

    LG

    Andreas

    Moin,

    ich will jetzt nicht das Bestimmungsforum mit meinem Krempel überstrapazieren, aber die beiden Schwärmer würden mich doch sehr interessieren (ggf. Nachzucht). Insbesondere der Hippotion (???), der merkwürdig bleich, leicht sandfarben aussieht.

    Beide Exemplare aus der Republik Tschad; N´Djamena, Nähe Chari-Fluss, LF am 12.-14.02.2021

    Wäre schön, wenn sich die beiden bestimmen lassen. Ich bin leider nicht gerade der Experte für Sphinxe…?(


    LG

    Andreas


    Vielen Dank für die Infos.

    Bis jetzt läuft alles nach Plan. Die Eiablage hat begonnen.

    Hoffe die Art ist polyphag und ich finde passendes Grünzeug.

    Ich habe übrigens gerade entdeckt, dass auf ACTIAS ein Bild von einem Pallastica sanricia Männchen aus Kamerun eingestellt ist:



    LG

    Andreas

    Moin,

    kann jemand diese Lasiocampidae bestimmen? (LF 06.02.2021, Republik Tschad, N´Djamena) Spannweite ca. 7 cm

    Einen Hinweis, welchem Genus die Art zuzuordnen ist würde mir auch schon helfen.

    Wenn es nicht gerade eine der häufigsten Arten ist, würde ich die gerne nachzüchten.

    LG

    Andreas

    Hallo Thomas und Manfred,


    im Prinzip halte ich es wie Manfred für eher unwahrscheinlich, dass es sich um S. panda handeln könnte. Andererseits ist die Ähnlichkeit zu S. panda schon sehr frappierend.

    Wenn ich zurück in D bin, wird er präpariert. Zur Not muss er auch ein Bein und ich ein wenig Geld fürs barcoding opfern. Dann gibt es wenigstens Gewissheit ob panda oder nicht. (Sollte es doch S. panda sein, schulden wir Thomas eine Maß Bier…) ^^


    Vielen Dank für das Angebot mit den Tipps zu Afrika. Ich habe mittlerweile mehr als 20 Jahre in West- und Zentralafrika gelebt und gearbeitet, meine Tochter studiert in Kamerun. Ich komme dort einigermaßen zurecht.


    Vielleicht treffen wir uns ja mal auf einer der Börsen, wenn der Covid-Zirkus vorbei ist. Würde mich freuen.


    LG

    Andreas

    Erstmal vielen Dank für die Antworten, besonders Dir Manfred, für die investierte Zeit.

    Über Streblote diluta bin ich auch gestolpert, es scheint allerdings, dass es bislang keine Beschreibung des Männchens gibt.

    Streblote scheint es mehr als gedacht zu geben, die sich aber relativ gut unterscheiden lassen, sofern Abbildungen davon zu finden sind.

    In Wikipedia gibt es ja die Länderlisten (list of moths) mit dort nachgewiesenen Nachtfaltern. Für Kamerun und Mali wird Streblote panda gelistet.

    Scheint mir aber auch, ähnlich wie bei afromoths, auf falschen Angaben bzw. Fehlbestimmungen zu beruhen. Die Verbreitung wäre sonst ein seltsamer Flickenteppich.

    Ich denke der Fall bleibt erst mal ungelöst. :(

    LG

    Andreas

    Moin,


    ich hatte gestern LF betrieben (31.01.2021, Republik Tschad, N´Djamena, Nähe Chari-Fluss) und dabei die abgebildete Streblote-Art angelockt.

    Am ehesten käme m.E. Streblote panda in Frage. Die Unterflügel sind etwas hell für ein Männchen.

    Oder sind dies „normale“ Abweichungen? (Auf Bild 1 sind die Farben wg. der UV-Beleuchtung verfälscht)


    Kann jemand bestätigen, dass es sich um S. panda handelt bzw. die Art bestimmen ?

    Laut Internetrecherche ist das Verbreitungsgebiet von S. panda die iberische Halbinsel und Nordafrika. Das wäre eine Ecke weit weg. Also doch eine andere Art ?


    Bin für jeden Hinweis dankbar.:)


    LG


    Andreas


    Zugegeben, viel Tiefe hat die Publikation nicht. Aber das hatte meine Ursprungsfrage auch nicht. Das Thema hat sich nur interessant entwickelt. Das hier noch erheblicher Klärungs- bzw. Forschungsbedarf besteht, ist unbestritten. Zumindest bestätigt der Beitrag mir, dass in der Tat die convolvuli aus dem zentralen Afrika deutlich kleiner ausfallen und es sich nicht um ein örtlich oder zeitlich begrenztes Phänomen handelt.

    Die Farbunterscheide (hell/dunkel) halte ich auch nicht für so relevant. Die Exemplare im Tschad sind von hellgrau, zeichnungslos bis sehr dunkel mit ausgeprägter Zeichnung in jeder Variation vertreten.

    Es ist sicherlich wert, sich damit noch weiter intensiv zu bestätigen. Ich werde versuchen eine Zucht unter optimalen Bedingungen zu starten und dann noch eine Nachzucht. Die Auswertung daraus, im Vergleich zu Freilandexemplaren lässt vielleicht neue Schlußfolgerungen zu.

    LG

    Andreas

    Hi Dennis,

    Süsskartoffeln werden im Tschad bis nördlich des Tschadsees angebaut. Teilweise mit ausgeklügelten Bewässerungssystemen.

    Unabhängig davon findet sich genug Vegetation an den Ufern des Chari-Flusses der den Tschadsee speist. Die Uferzone ist auch in der Trockenzeit ausgesprochen grün und dicht bewachsen. (Auf dem zweiten von mir eingestellten Bild ist der Fluß im Hintergrund zu erkennen). Deshalb glaube ich auch nicht recht an die Theorie von schlechtem Futter.

    Irgendwie doch etwas rätselhaft - wie Du schon angedeutet hast, von der Logik her, müssten die Exemplare eigentlich normale Größen erreichen.

    Ich werde noch bis Mitte nächsten Jahres im Tschad bleiben, mal sehen wie die nächste Generation ausfällt.

    LG Andreas

    Hi Dennis,


    im Norden des Tschad ist so gut wie kein Niederschlag und kaum Vegetation (ausgenommen die Gebirge)

    Der Mittelteil ist Trockensavanne mit Regenzeit von Juni bis September.

    Im Süden ist die Regenzeit von Mai bis Oktober

    Das mit der Nord - Südwanderung ist eine coole Idee, daruf wäre ich nicht gekommen.:daumenja:

    Da A. convolvuli auch auf Süßkartoffel gedeiht, die fast überall angebaut wird, wäre eine Zuwanderung auch aus dem extremen Norden nicht auszuschliessen.

    Bei den Spannweiten gab es kaum Ausreisser - größtes Männchen 84 mm, größtes Weibchen 92 mm.

    Auffällig war, dass die im gleichen Zeitraum fliegenden D. nerii alle von der üblichen Größe waren. Da waren zum Teil wahre Riesen mit Spannweiten von 12-13 cm dabei.


    Grüße

    Andreas