Liebe Annett:
Du nennst dich Entomologin, weißt aber offenkundig nicht was Entomologie bedeutet. Es ist eine Wissenschaft mit vielen Facetten.
Eine ist der Artenschutz, aber man kann nur schützen was bekannt und erforscht ist. Eine andere die Taxonomie, die Wissenschaft über die Kenntnis und Systematik der Arten.
Insekten werden zu wissenschaftlichen Zwecken getötet um sie genau zu untersuchen, um neue Arten zu beschreiben, Konspezifitäten und Verbreitungsbilder zu erkennen.
Die Sammlungen, die wir anlegen, werden spätestens bei unserem Ableben in die eines (staatlichen) Institutes eingebettet, überleben uns hoffentlich um Jahrhunderte und stehen später anderen Entomologen zur Verfügung, so wie wir heute mit den alten Sammlungen von Achilles Guenée, George Hampson, Francis Walker und sonstigen Größen vergangener Epochen (um nur einige zu nennen) arbeiten. Die Typen meiner Sammlung gehören jetzt schon der ZSM, wie in jeder meiner Beschreibungen ersichtlich ist.
Wenn du in einer flugstarken Nacht mit dem Auto fährst, tötest du mehr Falter als ich im Jahr sammeln kann (und ganz ohne wissenschaftlichen Wert).
Chemikalien: das hab ich nicht verstanden, Salmiakgeist hat meine Oma vor 60 Jahren schon benutzt um Wespenstiche einzureiben. Euparal zum Einbetten
der Gens ist ne Chemikalie, alles sind Chemikalien, jedes Desinfektionsmittel, dein Parfüm, sogar Wasser. Was ist dagegen einzuwenden wenn Chemikalien auf entomologischen Treffs gehandelt werden?
Also, wir bringen unsere Familien nicht um sondern wir tragen nicht unerheblich dazu bei dass die Natur erforscht wird, die unsere Politiker eigentlich schützen sollten.
Ich finde deinen Beitrag mehr als obsolet.
An die Administratoren:
Wie ihr sicher wisst, sind die Entomologen eine aussterbende Art, die dringend Nachwuchs sucht. Wenn solche schwachsinnigen Beiträge kritiklos hingenommen
werden, dann hat das sicherlich sowohl für Newcomer als auch für langjährige Entomologen eine abschreckende Wirkung.
Heinzelmann