Posts by bellargus

    Dann stelle doch einfach deine Frage so, dass man weiß was du wissen willst. Ich weiß auch nicht was da jetzt das Drama dran ist. Ich hab die Frage ehrlich nicht verstanden oder glaubt ihr ich stelle mich absichtlich dumm, um Leute zu nerven?


    Grüße Dennis

    Ja, stimme ich dir zu. Ich habe auch nicht gesagt, dass sie Frost gar nicht aushalten, aber eben nicht für lange. Ein paar Wochen sind da vermutlich das Maximum, je nach Art. Ich denke der Admiral würde mehrere Wochen eher selten überstehen. Aber wer hat das schon exakt getestet? Wir stellen hier alle gerade relativ wilde Vermutungen auf. Das einzige was ich an wenig belastbaren Daten zu liefern habe sind meine erwähnten Tagpfauenaugen mit n=6 und einer halbwegs brauchbaren Temperaturmessung...


    Grüße Dennis

    Seit wann das? Ich denke jeder sollte bei seiner Wortwahl darauf achten nicht persönlich zu werden. Nichtsdestotrotz sind Moderatoren auch Menschen und ich werde mein Worte auch in Zukunft nicht dreimal wenden, weil es könnte sich ja jemand angegriffen fühlen. Ich gebe mir die größte Mühe meine Worte so zu wählen, dass sie respektvoll und nicht verletzend sind. Wenn ich erkennen kann, dass ich mich unbeabsichtigt im Ton vergriffen habe, dann tut es mir Leid und ich werde mich dafür entschuldigen. Das kann ich, solange mir niemand erklärt was genau ihn angegriffen hat, hier nicht erkennen. Wenn dann wäre es auch eher am Fragesteller den ich damit angegriffen haben könnte mir das zu sagen.
    Ansonsten spalten wir hier denke ich gerade Haare über einzelne Wörter.


    Grüße Dennis

    des Rätsels Lösung ist Trehalose

    Hast du da mehr Informationen zu? Weil das kommt in Insekten zwar als Reservezucker vor, aber ich würde annehmen, dass für einen Kälteschutzeffekt eine nicht unerhebliche Konzentration davon aufgebaut werden müsste. Das wiederum ist bei Tardigrada nachgewiesen, aber bei Schmetterlingen auch? Ich hätte jetzt gedacht, dass Schmetterlinge da zu viele andere Probleme mit bekommen, aber ich lasse mich gern eines besseren belehren. Also beim Zitronenfalter ist Glycerol das was den Kälteschutz aufbaut.


    Grüße Dennis

    Ich weiß auch nicht, ob es Untersuchungen dazu gibt. Aus eigenen dämlichen "Experimenten" weiß ich aber, dass zumindest Tagpfauenaugen Temperaturen unter 3°C maximal ein bis zwei Wochen durchhalten. Aus irgendeinem Grund dachte eine frühe Version von mir, es wäre eine gute Idee Tagpfauenaugen in einem Käfig frei auf dem Balkon zu überwintern. Braucht wohl keine Erklärung dafür dass es das nicht war. Einmal denke ich, ist die Pufferwirkung von Schnee und größeren Luftmassen in Hohlräumen oder Gebäuden nicht zu unterschätzen. Zweitens würde ich annehmen, dass Falter frostempfindlicherer Arten, gerade beim Admiral, sich im Winter in mildere Gebiete zurückziehen und nicht gerade auf dem Feldberg überwintern. Was auch immer die Falter machen, um sich vor starkem Frost zu schützen irgendwie müssen sie es tun. Starken Frost halten sie jedenfalls nicht lange aus, ich denke das ist schon belegt.


    Grüße Dennis

    Ok, ich hätte wissen sollen dass das so wie ich es formuliert habe falsch verstanden wird...

    wie definierst Du "heimischen Falter" (Tagfalter?); oder "im Freien überwintern".

    Das erste ist einfach. Eine Art die dauerhaft bodenständig im betrachteten Gebiet (Deutschland) ist. Wenn man so will könnte man davon Neozoen ausschließen mit "ohne menschliche Einwirkung" oder so.


    Das zweite ist definitionsmäßig schwieriger und kommt drauf an wie man die Semantik sieht. Ich hab vermutlich Mist gebaut und "im Freien" und "frei" gleichgesetzt. Besser wäre zu sagen, alle überwintern im Freien, aber nur der Zitronenfalter überwintert frei. Wobei das auch schon nicht so ganz stimmt, da die meisten Falter durchaus in Gebäuden, Höhlen oder Nischen überwintern. Das würde für mich einen mehr oder weniger geschlossenen Raum darstellen, was es rechtfertigen würde das nicht mehr im Freien zu nennen. Ich wollte damit nur gesagt haben: Alle Arten außer dem Zitronenfalter suchen sich in der Regel geschützte Plätze zum überwintern, wo die Temperaturen nicht unter 3°C oder sowas fallen. Die können Frost nämlich nur über kurze Zeiträume aushalten. Im Gegensatz zum Zitronenfalter, der Frost ohne Probleme über lange Perioden erträgt. Hin und wieder findet man auch andere Falter mal frei an Bäumen, aber ob das ein guter Platz ist wage ich zu bezweifeln. Wer weiß ob die da überleben. In den milden Wintern der letzten Jahre möglicherweise schon.


    Natürlich wollte ich "im Freien" nicht "in der (beheizten) Wohnung" gegenüberstellen und auch nicht in Frage stellen, dass diese Falter hier überwintern. Das ist alles belegt und steht außer Frage (auch beim Taubenschwänzchen). Es ging mir lediglich im Kontext der Kühlschranktemperaturen darum, dass die meisten überwinternden Falter das ohne Probleme aushalten, aber eben keinen Frost wie der Zitronenfalter.


    Ich hoffe ich konnte meine schlechte Formulierung damit erklären.


    Grüße Dennis

    Werner jetzt sei aber mal nicht so. Ich weiß nicht wo sich da ein schulmeisterlicher Ton erkennen lässt und das war weder böse noch anderweitig nicht nett gemeint. Ich kann da lediglich keine Frage erkennen. Die einzige Frage in dem Text ist: "Wie lange kann das noch so gehen?" Darauf weiß ich nichts zu antworten außer vielleicht bis zur Verpuppung. Daher hab ich in ganz normalem Ton gefragt wo das Problem ist. Man kann Sachen auch überinterpretieren und wenn dir meine Antwort nicht gefällt, dann könntest du ja eine bessere verfassen, anstatt mich mal wieder wegen meinem falschen Ton anzupflaumen.


    Grüße Dennis

    Also ich hatte/hab A. baetica und A. rotunda ausgesät und die Qualität des Saatguts ist meines Erachtens sehr ausschlaggebend. Die baetica sind nur zu vlt. 10% gekeimt. Die resultierenden Pflanzen waren aber gesund und sind einigermaßen einfach zu pflegen. Die rotunda sind schlichtweg gar nicht gekeimt, trotz gleicher Behandlung. Hab auch eine Fuhre mal stratifiziert um zu sehen ob's was bringt, aber nein. Ich kann Heiner natürlich auch bestätigen, schlechtes Substrat ist für empfindliche Sämlinge/Samen problematisch. Ich benutze möglichst Anzuchterde welche auch im Gartenbau eingesetzt wird (gemischt mit Sand zur Durchlüftung). Die Erde sollte für besseres Wurzelwachstum nicht so stark wie Pflanzerde aufgedüngt sein, für die meisten Pflanzen einen niedrigen Salzgehalt aufweisen und feinere Struktur haben (steril sowieso). Aristolochia brauchen allerdings generell oft ewig zum keimen. Ich glaub die baetica hat gut 3 Monate gebraucht, also Geduld hilft. Irgendwo hab ich gelesen die Stratifikationszeit kann bis zu 2 Jahre betragen, was mir dann doch lächerlich lange vorkommt. Kann das stimmen? Ich bin absolut kein Experte, auch wenn ich mir einbilde mittlerweile etwas Ahnung von Pflanzenaufzucht zu haben. Also wenn irgendjemand noch Profitipps hat, immer her damit.


    Grüße Dennis

    Es gibt keine heimischen Falter mit Ausnahme des Zitronenfalters die im Freien überwintern, so auch der Admiral nicht (ja, es gibt hin und wieder mal welche die frei irgendwo rumhängen, aber das ist nicht die Regel, bitte nicht direkt mit Kommentaren zumüllen " ich hab aber schon xy da und da gesehen). Kühlschranktemperaturen von +5-7°C sind aber absolut kein Problem und normale Überwinterungstemperaturen in ungeheizten Räumen oder anderen Nischen, wo ein Falter geschützt überwintern könnte. Ein ungeheizter Raum wie Garage oder Keller ist somit ideal für die Überwinterung, der Kühlschrank sollte zur Not auch gehen. Man muss nur bedenken, dass der sehr trocken ist und die Falter ohne Fütterung schnell austrocknen. Vanessa cardui ist kälteempfindlicher als V. atalanta. Der wird zwar bei den Temperaturen durchaus eine Weile klarkommen, aber vermutlich nicht so lange, dass er es über den Winter schafft. Wär aber auch nicht auszuschließen. Die müsste man wenn dann tatsächlich mit Kunstfutter oder wintergrünen Pflanzen durch den Winter ziehen.


    Grüße Dennis

    Hab mich nur über mich selbst lustig gemacht, weil ich in der schnelle übringens statt übrigens geschrieben hab. Ich dachte mir schon, dass das nur ein versehen war, wollt's nur gesagt haben... deswegen hab ich es auch als klugscheißen gekennzeichnet ;)

    Ist ja kein Problem. Ist auch nicht böse gemeint, man muss nur wissen, dass bei bestimmten Themen eine gewisse Ermüdung eintritt, wenn man sie schon so oft hatte. Das richtet sich aber meistens mehr gegen einige festgefahrene Meinungen und gar nicht so sehr gegen die Leute die ernsthafte Fragen stellen. Es ist absolut kein Problem wenn wirklich ernstgemeinte, sinnvolle Fragen bestehen diese zu stellen und ich befürworte das auch. Solche Themen können nur oft sehr leidenschaftlich werden und ziehen Stammtischparolen magisch an, dagegen muss man etwas vorbeugen. Solange eine ruhige, gesittete Diskussion entsteht kann das gerne so oft diskutiert werden wie es sich ergibt.

    ... nur mit dem Unterschied, dass Wölfe und Bären vor dem Menschen die Wälder bewohnt haben und der Mensch ihnen
    den angestammten Lebensraum genommen hat.

    Ich wollte gerade sagen... inwiefern halst man uns die auf? Die waren vor uns hier. Wenn dann wurden wir denen aufgehalst.

    Es wird nur halbherzig gegen den Waschbären vorgegangen, die ausgebuexten Nandus in West- M. V. lässt man auch weitestgehend gewähren.
    Wen also interessieren ernsthaft ein paar ausgesetzte Falter?

    Das sind verschiedene paar Schuhe, aber selbst wenn wir das ignorieren: Nur weil irgendwo etwas schiefläuft ist das keine Begründung es selber auch falsch zu machen.


    Und so lange soll jeder tun was er persönlich für vertretbar hält.

    Ja und nein. Wenn das was jemand persönlich für vertretbar hält tatsächlich vertretbar ist kann er in diesem Rahmen gerne machen was für ihn vertretbar ist. Ich hab eigentlich echt keine Lust die Faunenverfäschungsdebatte zum 500. Mal aufzuwärmen. Wenn jemand ernsthafte Fragen dazu hat ok, aber ich möchte vorbeugend schonmal sagen: Wenn hier jetzt jemand wieder polemisch wird und mit sinnfreien, haltlosen Meinungen um sich wirft, dann bekomme ich die Krise und werde demenstprechend etwas unleidlich.
    Das beiseite: Es ist an sich anzunehmen, dass viele rein tropisch verbreitete Arten kein Problem darstellen werden, da sie hier nicht überleben. In der Hinsicht ist holarktisch verbreitete Neozoen einzuführen eine wesentlich heiklere Sache. Man kann jetzt geteilter Meinung sein, ob es deswegen eine gute Idee ist tropische Schmetterlinge hier auszusetzen. Ich bin der begründeten Meinung, dass das völliger Schwachsinn ist, weil es weder den Tieren etwas bringt, noch der heimischen Fauna. Ein gewisses Risiko birgt es immer gebietsfremde Tiere auszusetzen. Es gibt zum Beispiel Fälle in denen Papilio demoleus in Europa eingeschleppt wurde und unklar ist, ob Tiere sich nicht sogar hier vermehren konnten. Im Zuge der Klimaerwärmung ist es jedenfalls nicht weit hergeholt, dass sich diese Art in südeuropäischen Zitrusplantagen vermehren und halten könnte.
    Fazit: Vermutlich macht es nichts, aber das eine Mal wo es doch was macht reicht ja und das wollen wir doch lieber nicht ausprobieren (siehe Aga-Kröte)


    Grüße Dennis


    EDIT: Ach ja, auch gut ist natürlich immer, wenn man die Futterpflanze vorher schon miteingeschleppt hat (siehe Paysandisia archon)