Posts by suparmani

    Hallo Manfred,


    ich setze seit 3 Jahren erfolgreich eine 12 Volt / 30 Watt High Quality Blacklight Energy Saving Lamp ein. Davon 2 Stk und diverse Schwarzlicht Leuchtbänder locken auch Saturniiden an. Der PKW-Akku hält problemlos eine Nacht. So brauche ich keinen Spannungswandler sondern nur ein Batterieladegerät wenn der Leihwagen tagsüber nicht gefahren wird.


    Ulrich

    Habe seit fast 50 Jahren keine Probleme mit Worldwide Butterflies. Allerdings blieb bereits kurz vor Brexit eine Sendung mit Lebendmaterial eines anderen UK-Anbieters beim deutschen Zoll 3 Wochen hängen. Habe keine Erfahrungen mit Sendungen von dort nach dem Brexit, ausser mit einem Buch. Dieses wurde wegen der hohen Transportkosten, ein paar Euro Zoll und DHL-Aufschlag für die Bearbeitung dann am Ende recht teuer. Seitdem versuche ich, Bestellungen in GB möglichst zu vermeiden.

    Hallo Sindy,


    so wurde früher immer präpariert; siehe altes Museums Material. Die heutige Methode zeigt eine eher unnatürliche Flügelstellung. Auch Styropor ist gut geeignet, jedenfalls viel besser als Spannbretter aus zu hartem Holz. Das Styropor sollte eine glatte Oberfläche haben. Ich arbeite seit fast 60 Jahren mit Styroporbrettern allerdings mit angewinkelten Steckflächen. Noch einfacher geht es mit Metall-Spannbretter mit Magnete.


    Ulrich

    Hallo Salome,

    den unpräparierten oder besser den präparierten Falter komplett in eine Schale mit Waschbenzin geben (Flügeloberseite nach unten) und bis zu eine halbe Std. (je nach Verschmutzungsgrad) darin "baden". Glasschale mit Deckel verwenden, da Benzin schnell verflüchtigt. Gelegentliche Bewegung ist wichtig, damit das Öl herausgewaschen wird. Den Falter dann Flügeloberseite nach unten auf saugfähiges Küchenpapier legen, damit Benzin und Ölreste aufgenommen werden. Evtl. die Prozedur mit frischem Benzin wiederholen. Wichtig, im Freien oder bei offenem Fenster entölen (Explosionsgefahr!). Wenn das Öl zu alt und ausgehärtet ist funktioniert das eventuell nicht mehr. Den Falter sehr gut durchtrocknen lassen, was bei grösseren / dicken Tieren auch mal eine Stunde dauern kann. Danach die Behaarung (die Falter haben kein Fell) mit dem Mund anpusten bis sie wieder flauschig wird. Ich mache das aber nur bei wertvollem und älterem Sammlungsmaterial da es nicht nur arbeitsintensiv sondern auch kostspielig wird. Waschbenzin ist möglich, es gehen aber auch Alkohole.

    Deine Aufweichmethode ist zu kompliziert. Es reicht etwas kaltes Wasser in den Thorax zu spritzen und den Falter mit Nadel auf eine Styropor- / Schaumstoffleiste in eine dichtschliessende Plastikbox zu stecken. Ohne Fensterreiniger etc. etc. Die Box mit nassem Haushaltstuch auslegen. Die Falter sind weich nach 6-24 Std.

    Ulrich

    Hallo Katie,

    Puppenruhe bei Attacus atlas zwischen 3 Wochen und 3 Jahre ist alles möglich; das sind eigene Beobachtungen. Bei einer Sommerzucht erreicht man den Schlupf in der Regel nach 3 Wochen. Bei einer Herbstzucht können es bei einigen Tieren 3 Wochen sein, oder aber ein Teil überliegt bis zum Frühjahr. Importierte Kokons sind ebenfalls unberechenbar. Eine absolute Trockenstellung der Kokons verhindert keinen Schlupf nach 3 Wochen. Wie gesagt, die Atlasspinner sind unberechenbar. Die Falter schlüpfen wenn sie es wollen und nehmen keine Rücksicht auf Manipulationen.

    Ulrich

    Moin Rudi, moin Katja,

    also das Tier auf Sumatra reckte nicht sein Abdomen nach oben, habe davon genügend andere Bilder. Erebidae kann ich 100%ig ausschliessen, da diese in der Regel sehr dünne Antennen haben. Die Einordnung durch Rudi könnte schon in die richtige Richtung gehen. Ich tippe aber auch auf Lasiocampidae, jedenfalls eine Bombycoidea. Wenn es weiter hilft: die Antennen sind dick mit kurzen Rami.

    Holloway Moths of Borneo und The Moths of Borneo Part 3, Barlow Moths of South East Asia, Seitz Indo-Australische Fauna und Chandra et al. (2019) Zoological Survey of India bilden solch ein Tier nicht ab. Muss ja auch noch nicht alles einen Namen haben!?

    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulrich

    Moin David,

    Häutungsdatum ist bei uns immer die 1.Raupe. Also wenn bei der täglichen Reinigung die Raupenexuvie oder die Kopfschale gefunden wird, kann man bei intensiver Suche auch die frisch gehäutete Raupe finden. Ist natürlich ein Problem bei L3 bis L4 wenn sich die Zucht hinzieht und die Stadien überschneiden. Deshalb auch ein zusätzlicher Abgleich mit den Kopfschalen (Grösse und Anzahl).

    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulrich

    Moin David,

    Rothschildia hat in der Regel 5 Raupenstadien, aber es gibt auch Ausnahmen von dieser "Regel". Lampe (2010) bildet auf den Seiten 239, 240 und 241 drei Rothschildia sp. ab, die bei ihm 6 Raupenstadien unter Zuchtverhältnissen machten, sich bei uns aber teilweise nach "nur" 5 Raupenstadien verpuppten. Das kommt gelegentlich vor wenn die Zuchtverhältnisse (Temperatur, Feuchtigkeit und/oder Futter) nicht gut passen. Ein "supernumeral instar", also eine (zusätzliche) Kleid-Verdoppelung entsteht in der Regel im vorletzten Kleid (eigene Beobachtungen) und ist wegen dann identischer Raupenmorphologien nur schlecht festzustellen. Eindeutig wäre es, wenn Häutungsdatum und Zeiten im jeweiligen Kleid und die Kopfschalen gesammelt werden. Allerdings kann man dann bei den Kopfschalen auch Zwischengrössen festellen, aber die höhere Anzahl Kopfschalen ergibt immer eindeutige Ergebnisse.

    Deine Beobachtung dürfte dann richtig gewesen sein. Georg hatte dann die "normalen" 5 Raupenstadien dokumentiert.

    Ulrich

    Moin Manfred,


    das ist richtig, P. brassicae ist viel grösser. Wenn ich das Bild bei Jens sehe, ohne Massstab, aber mit der Kleeblüte vergleiche, erscheint mir der Falter doch kleiner als brassicae. Deshalb die berechtigte Frage, warum es brassicae sein muss und mannii auszuschliessen ist.


    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulrich

    Hallo,


    Jens und ich hatten zumindest genannt warum das mannii sein könnte. Erwarte deshalb etwas mehr Informationen als die, dass es brassicae ist. Da sollte es dann ja ein klares Unterscheidungsmerkmal geben, das wir übersehen hatten - oder nicht?


    Ulrich

    Moin Jens,


    Die Zeichnung ist doch eindeutiger Pieris mannii wegen des eckigen Diskalflecks. Die Art breitet sich weiter nach Norden aus (es gibt Nachweise aus dem nördlichen Bayern). Versuche doch mal später die Raupe zu finden, die ist eindeutiger zu bestimmen.


    Ulrich

    Hi Nadine,

    ich würde alle Falter in einen einzigen Käfig tun und für gute Lüftung sorgen. Nicht nur Luftstrom durch einen Ventilator erzeugen. Wenn sich zu viele Pheromone im Zimmer befinden findet das Männchen das Weibchen nicht, also lüften wäre besser. Die Falter paaren sich bevorzugt in der Dämmerung; dann würde auch eine Handpaarung klappen. Manchmal klappt es aber überhaupt nicht, besonders mit Tieren aus einer grösseren Zucht oder einer Massenvermehrung im Freiland.

    Viel Glück

    Ulrich

    Moin an Alle,

    hatte bei meiner Ausführung vergessen: Schimmelbildung bei der Überwinterung absolut vermeiden. Das ist die tatsächlich grösste Gefahr! Deshalb überwinterten die Raupen bei mir einer offenen Box zwischen Papierknäuel (kein Zeitungspapier) und grobe Hobelspäne (unbehandeltes Holz). Alle anderen xxxxblätter sind in der Regel nicht sauber und bereits mit irgendwelchen Pilzsporen behaftet. Wenn die Raupen im Aussenbereich oder Bereich mit Aussenklima überwintern haben sie genügend Feuchtigkeit in der Luft und werden nicht vertrocknen.

    Ulrich

    Moin Eric,

    ist schon sehr lange her. Die Überwinterung zwischen Papierknäuel und Hobelspäne auf einem unbeheizten und nicht isolierten Dachboden (gibt es heute wohl nicht mehr), also besser in der zugigen Garage oder Hütte im Garten. Hatte einen mit Gaze offenen Zuchtkäfig. Im Frühjahr müssen die Raupen in lauwarmem Wasser "gebadet" werden bis sie fast ertrunken sind. Das ist wohl die schwierigere Phase. So soll sich der feste Kot lösen. Das hatte ich so vermutlich bei Koch - Wir bestimmen Schmetterlinge gelesen (andere Bücher hatte ich damals jedenfalls nicht) und hatte auch zwei Mal perfekt geklappt.

    Grüsse von der Nordseeküste

    Ulli

    Moin David,


    es gibt natürlich Arten, die keinen Stress (crowding ist ein besseres Wort) durch eine Massenzucht vertragen. Das sind aber Arten, die ihre Eier einzeln oder in kleinsten Gruppen ablegen, wie z.B. Antheraea. Hier kann eine grosse Zucht zum Totalausfall führen, ohne dass die Raupen sichtbar krank werden. Kann aber auch passieren, dass alle überleben, sich paaren, viele Eier legen, aber kein einziges fertil ist (eigene Beobachtungen). Das könnte so bereits genetisch fixiert sein.

    Bei Raupen, die in der Natur bereits "gesellig" vorkommen dürfte das aber nicht passieren. So vermute ich, dass in unserer Gegend grossflächig gesprüht wurde, oder sich Krankheiten aus gesprühten Gebieten langsam über Insekten ausbreiten. Das gleiche / ein ähnliches Problem habe ich seit 2 Jahren auch. Etwas schwächere zurückgebliebene Raupen sterben weg, die grösseren überleben. Bei Berührung "kotzen" die eine grünliche Brühe aus, die Analsegmente sind schmutzig, der wenige Kot ist nass. Wenn man die Raupe anfasst ist die platt, weil sie praktisch nur mit "Wasser" gefüllt ist. Das hatte ich in 50 Jahren davor nie beobachtet, ausser natürlich gelegentlich die "normalen" Raupenkrankheiten.


    Grüsse

    Ulrich