Argiope bruennichi

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    • Argiope bruennichi

      Hallo zusammen,

      habe gerade, beim Holen von Futter für diverse Insekten, zwei Kokons von Argiope bruennichi finden können. Wer kann mir bitte genauere Angaben zur Verbreitung der Art vorallem im Norden Deutschlands geben. Die Jungspinnen im untersuchten Kokon waren äußerst agil!

      Trotz der doch noch frostigen Temperaturen hier im Hamburger Nordosten.

      Besten Dank für Input
      Franz
      Buy and Sell with Peace of Mind
    • Hallo Franz,

      Argiope bruennichi kommt inzwischen flächendeckend überall in Deutschland vor.
      Die Jungspinnen reifen im Kokon bereits vor dem Winter heran, verlassen diesen aber gewöhnlich erst im Frühjahr.
      Wenn man jetzt den Kokon öffnet, muß man sich dann natürlich zwangsläufig auch drum kümmern.

      LG Guido
    • Argiope bruennichi

      Hallo Guido,

      na klar! Die Tiere sind in meiner Obhut! Ich werde sie noch kalt halten so lange ich kann, dann werde ich wohl mal wieder Futter für die Kleinen kaufen müssen ;)

      Die erste Zucht habe ich 1976 im Rheinland durchgeführt, und damals das Museum König (Bonn) einbezogen.

      Viele liebe Grüße
      Franz
    • Hallo Franz,

      Zebraspinne, Wespenspinne, Tigerspinne oder Seidenbandspinne war noch vor 7 Jahren, auf den von mir regelmäßig besuchten Wiesen, relativ häufig anzutreffen. Man könnte sagen 50:50 mit anderen Arten wie Kreuzspinnen und Baldachinspinnen.In den letzen Jahren hat sich dieses hübsche Tierchen aber immer mehr ausgebreitet. So finde ich heute nur noch vereinzelt Kreuzspinnen oder andere Arten! Dafür hat man hier bei uns schon mal 5-10 Argiope bruennichi auf einem Quadratmeter.
      Sie wird in Deutschland in der Roten Liste als „ungefährdet“ eingestuft. Mir macht es da eher schon Angst wie rasant die Ausbreitung verläuft. :S
      200 000 Spinnen fressen immerhin in sieben Monaten, Insekten im Gewicht von einem Zentner. Das aber nur am Rande, solche Statistiken sind natürlich Quatsch.
      Hier noch die obligatorischen,entomologischen Grüße Falk
    • Argiope bruennichi

      Hallo,

      anders als bei Neozoen hat sich die Zebraspinne im Wesentlichen ohne menschliche Hilfe so flächig ausgebreitet (machen alle Tiere (auch Menschen) wenn sie die Gelegenheit, Klima, Nahrung etc. dazu bekommen). Auch bei uns (Südbayern) gab es Zeiten in denen die Art so häufig war das die Netze schon in einander gesponnen waren. Als relativer Nahrungsspezialist (Heuschrecken) hängt ihr Bestand stark von der Verfügbarkeit der Heuschrecken ab. Heute hat diese schöne Spinne ihren Platz in unserer Fauna gefunden. Der Bestand beträgt heute nur noch etwa 1% von dem vor 10 Jahren.

      Übrigens gibt es alte Belege dafür das sich die Zebraspinne schon sehr viel früher Mal in unseren Gebieten ansiedelte und wieder verschwand.

      Gruß

      Walter
    • Hallo,

      das ist richtig, der erste konkrete Beleg (Nachweis) für Argiope bruennichi stammt aus dem Jahre 1845 von dem Arachnologen C.L. Koch in Berlin.

      Entgegen meinem Vorredner bezweifle ich, daß die Art tatsächlich zwischendurch verschwunden ist. Dagegen sprechen schon die Nachweiskarten der Arachnologischen Gesellschaft.

      Viel mehr ist es wohl abhängig vom Interesse der Menschen. so wird sich wohl anfangs kaum jemand mit dem Getier befasst haben, außer einpaar selbsternannter Naturfoscher. Und diese wurden ohnehin von der Allgemeinheit nur belächelt.

      Danach folgten Krisen und Kriege, der Aufbau - wo sich niemand wirklich ernsthaft damit beschäftigt hat. Und dann, in den 60er - 70er Jahren wurde die ganze Geschichte aktuell. Trotzdem stammen auch aus diesen schlechten Zeiten immer wieder Fundmeldungen von Arachnologen.

      Es gibt immer wieder einmal Jahre, wo diverse Arten recht häufig anzutreffen sind und wiederum Jahre, wo man glaubt, sie sei vom Erdboden verschluckt worden.

      Dies stelle ich auch bei anderen Spezies fest.

      Jetzt aktuell zum Beispiel bei dem Weberknecht - Leiobunum rotundum. Diesen habe ich im Jahre 2007 in dem Park hinter meinem Haus in Massen gefunden. Im Jahr 2008 habe ich ein einziges kümmerliches Exemplar gefunden. Dafür war Leibunum limbatum 2008 weit häufiger vertreten, als im Jahre 2007.

      Und so könnte man noch viele weitere Beispiele bringen. Und offensichtlich gibt es da auch Unterschiede zu Standorten und/oder Regionen.

      LG Guido