Spannen von Brahmaea hearseyi

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    • Spannen von Brahmaea hearseyi

      Hallo zusammen!
      Einer meiner ersten Brahmea hearseyi ist geschlüpft.
      Da ich noch kein Tier in meiner Sammlung habe, soll es präpariert werden.
      Spannbrett raus, Nadeln und Spannstreifen her, und los geht´s.


      Der spannweiche Falter war einen Tag im Tötungsglas.
      Jetzt ist er butterweich und optimal zu spannen. :thumbup:
      Aus den Nadeln suche ich eine etwas stärkere Nadel aus, ist ja auch kein kleiner Falter. :D


      Ich benötige zwei Spannstreifen.
      Da ich noch weitere Falter spannen werde, wähle ich die Streifen in Spannbrettlänge.


      Den Falter nehme ich locker zwischen zwei Finger, um die Nadel einzustechen.


      Die Nadel soll zentral im Thorax stecken und senkrecht zur Körperachse ausgerichtet werden.


      So könnte eine gelungene Position aussehen.
      Sie ist wichtig, damit nachher beim Flügelausrichten der Körper nicht schiefhängt
      und die Präparation misslingt. :wut:


      Genauso wichtig ist es, die Nadel dann mittig in der Rille und senkrecht zum Brett einzustechen.
      Sonst gibt es beim Flügelausrichten Probleme.


      Nach dem Fixieren des Spannstreifen wird dieser parallel zum Spannbrett ausgerichtet
      und vorsichtig über den ersten Flügel gelegt.


      Mit wenigen Nadeln wird der erste Flügel grob vorfixiert.
      Der Körper stellt sich dabei schräg, das gleicht sich später aus.


      Nun fixiere ich den zweiten Flügel ebenfalls nur grob vor.
      Dann widme ich mich wieder dem ersten Flügel.


      Nun richte ich den ersten Flügel feiner aus und nehme immer mehr Nadeln zum Feststecken.


      Das gleiche wieder mit dem zweiten Flügel. Dann fixiere ich den Hinterleib mit zwei Nadeln.
      Man kann natürlich auch etwa einen Wattebausch unterlegen.


      Meistens verzichte ich auf eine Präparation der Beine.
      Die Fühler richte ich parallel zur Vorderflügelkante aus und fixiere sie mit Nadeln.


      So sieht der fertig gespannte und fixierte Brahmaea hearseyi aus. War doch gar nicht schwer, oder?

      Nun noch mindestens drei, besser sechs Wochen trocknen, damit sich die Flügel nicht mehr senken.
      Dann noch das Sammlungsetikett ausdrucken und ab in die Sammlung. :thumbsup:


      Das war´s! Und der nächste kommt sogleich! :daumenja:

      Grüße
      Arnd
      Buy and Sell with Peace of Mind
    • Zu eng oder zu weit?

      Max:
      Wenn du es, wie du schreibst, toll findest, wie Arnd seinen Brahmaeiden präpariert, warum machst du es ihm dann nicht nach? Wie du sicher selbst siehst, hast du einen wesentlich größeren Winkel zwischen Vorder- und Hinterflügel gewählt. Das ist aber auch OK so!

      Arnd:
      Bei aller Wertschätzung, aber ich finde deine Präpariermethode insoferne etwas verbesserungswürdig, als du zwischen den Vorder- und Hinterflügeln ein Eckchen Platz einräumen solltest. Ich (bzw. nicht nur ich) finde, dass die Flügel zu eng aneinander stehen. Sieh' bitte mal andere Bilder gespannter Falter an und entscheide dann selbst. Das ist aber ausschließlich kameradschaftlich gemeint und soll keine Klugscheißerei sein.

      Grüße
      Heinz
    • Spannmethode

      Hallo Heinz,
      bei aller Wertschätzung, ich denke, die Stellung der Flügel ist für mich in erster Linie eine Frage der Ästhetik.
      Die extrem offene Flügelstellung der "Japaner" sagt mir einfach nicht so zu. Andererseits stellen sich die Anhänge der Saturniiden extrem nach außen, hier lasse ich die Hinterflügel eher hängen.
      Mir gefällt eine geschlossene Flügelhaltung einfach besser, der Vorder- und der Hinterflügel bilden dann eine Einheit.
      Wer´s lieber etwas separierter möchte, auch ok.
      Wie sacht der Franzose: "Chacun a son gout" :thumbsup:
      Gruß
      Arnd
      Colector's Secret
    • Servus Arnd

      Ja, ich stimme mit dir uneingeschränkt überein: die japanische Art des Spannens mit sehr weit auseinandergezogenen Flügeln, gefällt auch mir ganz und gar nicht.
      Trotzdem, denke ich, ist es angebracht, zumindest ein kleines Eckchen zwischen Vorder- und Hinterflügel einzubauen.
      Aber das ist, wie du richtig andeutest, jedermanns eigene und freie Entscheidung.

      Ich habe jetzt die Bitte an dich, ob du event. deine Brahmaeidae, sobald du sie vom Spannbrett genommen hast, fotografieren und einstellen könntest.
      Das wäre dann ein gutes Anschauungsobjekt und Ausgangsbasis für eine Diskussion zum Thema "Gefälliges Präparieren".

      Danke und einen schönen Sonntag noch
      Heinz
    • Hallo Heinz,
      warum ist ein "Eckchen" angebracht?
      Aus deterministischen Gründen? Sicher nicht! Warum also denn dann?
      Sollte es wissenschftliche Gründe für eine solche Präparationsmethode geben, nehme ich sie gerne an.
      Gerne stelle ich bei Gelegenheit ein pic des fertigen Präparates ein, ich bitte aber um Verständnis,
      dass ich auf "Nicht´s für Ungut"-Kommentare keinen gesteigerten Wert lege.
      Ich präpariere meine Tiere nicht erst seit gestern, ich mache dies nicht aus kommerziellen Gründen und
      für mich sehen sie ohne "Eckchen" einfach besser aus. Sicher kann man über die Spannmethode diskutieren,
      meine ersten gespannten Falter waren grauenhaft, ohne Form und noch mit einer Stecknadel anstelle einer Insektennadel.
      Heute bin ich einigermaßen mit meiner Spannmethode zufrieden.
      Was mir wichtig erscheint, ist, den "Frischlingen" in unserem Hobby die grundlegenden Techniken zu erklären,
      und sie dann ihren eigenen Weg finden zu lassen.
      Leider lese ich im Forum viel Destruktives, oft getarnt als "Ironie" (Siehe nur die derzeitige Diskussion zum Thema "Kiefern bestimmen".)
      Solches bringt aber niemanden weiter.
      Gruß
      Arnd
    • Lieber Arnd, eine schöne Darstellung.

      Ich habe bis jetzt noch nicht präpariert, interessiere mich aber inzwischen dafür. Mir stellt sich jetzt folgende Frage:

      Fängt der Hinterleib dieses Falters nicht irgendwann an zu verwesen? Und stinkt es dann nicht und er zerfällt? :verwirrt: :verwirrt: :verwirrt: Oder hast du irgendetwas spezielles mit dem Falterkörper angestellt? Ich danke im Vorraus.
      Beste Grüße,

      Mondspinner
    • Servus Basti,
      würden die Abdomen von Faltern, groß oder klein, mit der Zeit in Verwesung übergehen, gäbe es wohl kaum eine Schmetterlingsammlung.
      Nein, du brauchst dir keine Gedanken d'rüber zu machen. Die Körper der Falter trocknen zur Gänze ein und bleiben so auf ewige Zeit.
      Lediglich kommt es manchmal vor, dass Flügel oder auch Körper mancher Arten stark verölen.
      Über dieses Thema wurde aber hier im Forum bereits hinlänglich diskutiert und erklärt.

      Nette Grüße
      Heinz
    • Die Flügel eines jeden Falters verschleißen mit der Zeit, sofern der Falter fliegt. Besonders in Gefangenschaft stoßen sich die Flügel schnell ab und werden unansehnlich. Daher sollte man frisch geschlüpfte Falter, die für die Sammlung bestimmt sind, nach dem Trocknen der Flügel (= 3 h nach dem Schlüpfen) so schnell wie möglich töten und präparieren. Es scheint allerdings bei großen Faltern mit kräftigen Hinterleibern angebracht, die Falter länger am leben zu lassen, damit die Chitinhülle aushärtet und der Hinterleib somit beim Trocknen nicht schrumpeln kann. In diesem Fall stellt man den Falter in den Kühlschrank, damit er sich nicht bewegt, die Chitinhülle aber in Ruhe aushärten kann. Dann kann man ihn töten und spannen.

      Grüße
    • Wann spannen?

      Hallo Nsimba,
      ich gebe die Falter für einen Tag, maximal für 2 Tage in mein Tötungsglas, dann sollten sie gespannt werden.
      Am besten lassen sie sich nach einem Tag im Glas spannen danach werden sie immer fester und die Flügel und Gliedmaßen bekommen eine Art Totenstarre.
      Wenn man nicht zum Spannen kommt, empfiehlt es sich, die Tiere in eine Weichdose zu geben, mit etwas Thymol gegen Schimmel.
      Aber nicht zu lange, sonst beginnen die Häute zu verwesen und sich aufzulösen. Dann fliegen die Tiere auseinander.
      Also lieber schnell spannen, wenn sie weich sind.
      Gruß
      Arnd
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