Wie präpariert man Schrecken?

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    • Wie präpariert man Schrecken?

      Hi all!
      Ich würde neben meiner schon recht guten Schmetterlingssammlung auch noch andere Insekten sammeln. Das wären dann nämlich die Käfer und die Schrecken. Käfer weiß ich schon alles, aber bei Schrecken kenn ich mich noch gar nicht aus!

      Würde die Tiere gerne in der offenen Variante präperieren (das brauche ich z.B. bei rot- und blauflügelieger Ödlandschrecke)

      Über eine detaillierte und reich bebilderte Anleitung wäre ist sehr, sehr Dankbar!!

      mfg und Danke im Voraus, mondvogel99
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    • Hi Lukas,
      find ich super das du deine Sammlung um ein paar andere Arten erweitern möchtest :thumbsup: . Ich Sammle ja auch alles was sechs oder acht Beine hat, fliegt, schwimmt, ect...
      Nun mit Heuschrecken bzw. Grashüpfern gehe ich volgendermaßen vor :

      Nachdem dein gefundenes Exemplar "abgetötet" worden ist, muss man als erstes, vorallem bei großen Heuschrecken, semtliche Innereien herausnehmen. Ansonsten würden die Tiere zu stinken anfangen und sich schwarz verfärben.
      Dazu ist eine feine und scharfe Schere nötig. Mit ihr setzt man an der Unterseite des Hinterleibs an und schneidet vorsichtig, so mach ich es zumindest, bis zum Kopfansatz. Mit einer feinen Pinzette öffenet man nun die Schnittstelle so,
      das man ans innere kommt. Hierbei fange ich immer am Kopf an, wo der meist gut gefüllte Kropf mit Verdauungsinhalt sitz. Den so weit wie möglich am Kopf abtrennen (abschneiden nicht reißen) und dann den Kropf mit Darm und dem
      anderen Zeug vorsichtig herausziehen. Nimm dir am besten ein Stück Küchenpapier als Unterlage. Wenn du den Darm bis ans Hinterleibsende herausgezogen hasst, trenn ihn mit einer Schere ab.
      Nun können natürlich noch Reste im Korper des Tieres sein, meistens Fettkörper oder bei Weibchen auch Eier. Die Kann man ohne Probleme entfernen. Wichtig ist, das man bei dem ganzen Vorgang die Farbpigmentschicht auf der Innenseite
      nicht verletzt, da sonst die Stelle später braun wird und von außen zu sehen ist.

      Wenn diese Schritte erledigt sind, tupf mit einem Stück Watte den Insektenkörper aus. Nun kannst du dir ein weiteres Stück Watte zurechtformen, das nun in den Hinterleib und den vorderen Brust- und Kopfabschnitt eingelegt wird.
      Dieses "ausstopfen" sollte aber den Insektenkörper nur so ausfüllen, das dieser natürgetreu wirkt und nich wie aufgequellt. Am besten die Wundränder am Hinterleib etwas zusammen drücken.
      Nun kann man das Tier nadeln.

      Wenn du ein Tier in fliegnder Variante präparieren möchtest, nimm dir einfach ein Spannbrett zur Hilfe. Im Prinzip ist es nichts anderes wie einen Falter zu präparieren. Einziges Problem sind die Beine. Meist hat man in der Spannbrettrinne
      wenig Platz um die Beine in eine natürliche und schöne Lage zu bringen. Da muss man halt improvisieren. Auf jedenfall die Flügel einfach in die gewünschte Position bringen, fixieren und ca. 2-3 Wochen warten (kommt auf die Größe an).

      Am Ende hat man ein wunderschönes Exemplar einer fliegenden Heuschrecke und vorallem sind dann (meistens) alle Farben noch erhalten.
      Wie gesagt, diese Art der präparation hab ich mier selbst beigebracht und wende sie auch an. Wer andere Techniken bzw. Vorgehensweisen hat kann die ja nachträglich hinzufügen :thumbup:

      Hier hab ich mal zwei (von vielen) als Beispiel

      Grünes Heupferd

      Wüsten Schrecke



      PS : kann bei Bedarf Bilder nachreichen
      Schwäbische Grüße, Andy :winken:
    • Hier hab ich mal einen kleinen Vergleich.


      Dieses Exemplar einer Weiblichen Laubholzsäbelschrecke war einer meiner ersten Heuscheckenpräparate.
      Man sieht wie die eigentlich grüne Färbung auf braun gewechselt hat.


      Bei diesem Weibchen sind die Farben weitgehenst naturgeträu erhalten geblieben, weil diese eben "ausgestopft" wurde
      Schwäbische Grüße, Andy :winken:
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