Raupen vom Wiener Nachtpfauenauge giftig?

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    • Raupen vom Wiener Nachtpfauenauge giftig?

      Hallo,

      als ich heute meine Wiener Nachtpfauenaugen Raupen gefüttert und gesäubert habe,hatte ich danach starken juckreiz.Es kann sein das ich mit den langen Haaren der Tiere in behrürung gekommen bin.Nun meine Frage sind die Haare der Raupen giftig??? (Sie sind L4 und L5)

      Vielen Dank im Voraus

      Mfg Emely
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    • Hallo,
      es kann sein, dass Du dich an den Dornen an den Warzen der Raupe gestochen hast. Das ist mir schon mal bei selene passiert und hat ganz schön gejuckt :) . Es ist bei der Berührung von Raupen immer mit Vorsicht umzugehen, man weiß nie, wie man reagiert (ich kenne jemanden, der nimmt sogar Automeris in die Hand, ich würde das nie machen ! )
      Viele Grüße
      Franz
    • Soweit ich mich erinnere, haben meine Pyri-Raupen bei sehr starker Störung, Stress durch zu viele Tiere oder bei WF an den Warzen winzige Flüssigkeitstropfen ausgeschieden. Es könnte sich dabei um ein Sekret handeln, das der Verteidigung dient und auch eventuell Irritationen der Haut hervorruft. Gelesen hab ich darüber jedoch noch nichts. Bei mir habe ich jedenfalls keine Hautprobleme deswegen beobachtet, aber ich habe einen unangenehmen Geruch der Raupen bemerkt. Dass dieses Sekret für Predatoren schlecht schmeckt, wäre auch noch eine Möglichkeit. So führt z.B. das Sekret der asiatischen Marienkäfer, die im Herbst manchmal in Massen in den Trauben in den Weinbergen nach Überwinterungsquartieren suchen, dazu, dass ganze Weinernten "verseucht" werden, wenn die Käfer mitgekeltert werden, ein Riesenproblem für die betroffenen Weinbauern. Der Wein ist dann durch die Hämolymphe des Käfers schlicht ungenießbar. Die Geschmacksnoten werden als "Bitter, Erdnussbutter, Spargel" beschrieben. Lecker.... :irrelachen:

      In meinem Garten auf Prunus ausgesetzte große Pyri-raupen wurden von Meisen attackiert, und tödlich in die Kopfkapsel getroffen, jedoch dann nicht verzehrt, sondern sitzen gelassen. Das spricht für einen Abwehrmechanismus.
      Bei manchen Schmetterlingen weiß man, dass Raupen, die an giftigen Pflanzen fressen, die Giftigkeit ihrer Nahrung übernehmen und dann ungenießbar sind. Prunus ist nicht giftig, also scheidet diese Möglichkeit wohl aus.

      Ich bemühe mich bei meinen Zuchten, die Raupen gar nicht oder so wenig wie möglich direkt zu berühren. Beim Umsetzen in andere Behälter oder beim Reinigen lasse ich sie immer auf dem Ästchen sitzen und schneide diesen dann mit einer Gartenschere kurz vor und hinter der Raupe ab. So muss ich sie nie anfassen und es besteht auch nicht die Gefahr, ihre empfindlichen Haken an den Füßen abzureißen, der sichere Tod der Raupe.

      Und ich kann Franz nur zustimmen: Man sollte grundsätzlich auf den Kontakt verzichten.
      Wer schon mal auf einem Spaziergang einen gefundenen, unbekannten braunen Kokon einer Spinnerraupe mangels Behälter in der hohlen Hand nach Hause getragen hat und sich dann über die seltsamen scheußlich juckenden Pusteln zwischen den Fingern gewundert hat, der wird vorsichtig... :D
      Gruß
      Arnd