Fallberichte zur Zerstörung von Biotopen

    Für den Erhalt des privaten Sammelns

    Das geht uns alle an. Die Freiheit des Sammelns soll massiv eingeschränkt werden. Mehr hier zu unter Neues Kulturgutschutzgesetz betrifft auch alle naturwissenschaftlichen Sammlungsobjekte.

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    Vielen Dank,
    Eric van Schayck

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    • Fallberichte zur Zerstörung von Biotopen

      Liebe Actianer,

      nachdem in der Vergangenheit sehr intensiv, aber aus meiner Sicht etwas einseitig über die Probleme des Artenschutzes diskutiert wurde, hat mich ein heute eingestelltes Foto auf einen Gedanken gebracht:

      actias.de/gallery/image/33417-…Fnahme-im-nsg-ffh-gebiet/

      Ich fände es nicht nur interessant, sondern auch im Sinne des Artenschutzes, wenn solche Negativbeispiele ebenso öffentlichkeitswirksam kommuniziert würden, wie der bekannte Fall des Englischen Sammlers. Wer, wenn nicht wir, könnte auf solche Verfehlungen aufmerksam machen?

      Ich möchte damit natürlich nicht illegales Verhalten legitimieren, sondern eine ausgewogene Darstellung durch Nennung der eigentlichen Probleme im Artenschutz fördern. Wer weiß: ggf. könnte dies in dem einen oder anderen Fall nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Behörden und Kommunen zu einer Verhaltensänderung bringen.

      Ich möchte daher vorschlagen und dazu aufrufen, hier weitere konkrete Fälle beim Namen zu nennen und im Bild festzuhalten.
      Ich bin davon überzeugt, dass jedem von uns dazu etwas einfällt oder begegnen wird.

      LG, Andreas
      Bin immer auf der Suche nach Automeris-Arten und nehme gerne neben Eiern auch kleinere Stückzahlen von Kokons ab. Ebenso suche ich stets interessante leere Kokons aller möglicher Arten. Über Einträge in meinem Gästebuch würde ich mich freuen.
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    • Hallo miteinander,
      gerade kürzlich bin ich beim Aufräumen auf einige Dias aus den 70er Jahren gestoßen, darauf u.a. Raupen von Orgyia antiquoides (=ericae) und Orgyia recens. Besonders der Heidebürstenbinder war damals im Himmelmoor bei Quickborn (NW Hamburg) recht häufig, Eudia pavonia, Lasiocampa quercus und L. trifolii regelrecht Massenarten. Auf google earth kann man sich nun ansehen, was aus diesem einzigartigen Lebensraum geworden ist (Dezimalgrad: Breite 53.738622°, Länge 9.850577°).
      Vor einigen jahren war ich beruflich mal wieder dort, und das Bild der bis an den Horizont reichenden Torfwüste ging mir tagelang nach. Rund herum wurden einige Supfbereiche hübsch hergerichtet, und auf großformatigen Tafeln wird der Spaziergänger über diese wunderbaren Renaturierungsmaßnahmen aufgeklärt. Und die Leute sind´s zufrieden, nicht wisend, was hier früher mal war. Auch vor 40 Jahren wurde hier schon Torf abgebaut, das aber extensiv, es blieb immer genug übrig.
      Mit traurigen Grüßen
      Thomas
    • ? :thumbup:

      maikaefervilla schrieb:

      weiß: ggf. könnte dies in dem einen oder anderen Fall nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Behörden und Kommunen zu einer Verhaltensänderung bringen.

      Ich möchte daher vorschlagen und dazu aufrufen, hier weitere konkrete Fälle beim Namen zu nennen und im Bild festzuhalten.
      Ich bin davon überzeugt, dass jedem von uns dazu etwas einfällt oder begegnen wird.
      Und wie genau soll das Vorgehen aussehen? Hier auf Actias Bilder von gemähten Straßenrändern posten und darauf hoffen, dass die Behörden mitlesen und ein schlechtes Gewissen bekommen? Vielleicht könntest du deine Gedanken dazu nocheinmal ein wenig ausführen :)
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
    • Hallo Toni,

      das Prinzip sollte das gleiche sein, wie auf allen anderen "sozialen Medien":
      Auch auf Facebook lesen nicht unbedingt die, die es betrifft. Es gab aber bereits einige "shit-storms", die eine unglaubliche Wirkung entfacht haben!
      Ich hätte allerdings die Bitte, dass Beiträge trotz alledem sachlich formuliert werden und Beleidigungen oder Beschimpfungen unterbleiben.

      Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass

      1. Probleme erst einmal benannt,
      2. öffentlich gemacht und
      3. behandelt werden müssen.

      Nur ganz allgemein rumjammern, hilft uns nicht weiter!

      Punkt 3 funktioniert meines Erachtens deutlich besser, wenn eine Community dahinter steht, und nicht nur ein einzelner "depperter Schmetterlingsheini" (nicht meine Worte, vermutlich aber oft der unausgesprochene Gedanke, wenn einzelne von uns in Sachen Biotopschutz aktiv werden). Vielleicht findet irgendwann dann auch mal die Presse Interesse an einem solchen Thema.

      Auch könnte ich mir vorstellen, dass jemand aus unserem Kreis einem anderen hilfreiche Tipps geben könnte, um das Naturschutzrecht für sich anzuwenden.

      Ja, und warum nicht: Fotos von zerstörten Lebensräumen, in denen zuvor schützenswerte Arten nachgewiesen wurden, sollten hier auch eingestellt werden. Es ist nicht unbedingt nur eine Frage der Qualität, sondern auch der Quantität. Und auch das sollten wir publik machen! Kein Sammler kann bspw. jemals so viele T. betulae auf dem Gewissen haben, wie der alljährliche Beschnitt von Hecken durch den Straßendienst ...

      Vielleicht fällt jemand ja noch mehr dazu ein.

      LG, Andreas
      Bin immer auf der Suche nach Automeris-Arten und nehme gerne neben Eiern auch kleinere Stückzahlen von Kokons ab. Ebenso suche ich stets interessante leere Kokons aller möglicher Arten. Über Einträge in meinem Gästebuch würde ich mich freuen.
    • Ich halte die Idee für großartig!
      Auf offensichtliche und nachvollziehbare Biotopzerstörung zu reagieren und diese zu dokumentieren und anzusprechen, halte ich für den richtigen Weg.
      Die Frage, wie man dann mit diesen Berichten umgeht, ist die nächste Frage. Ob man Anzeige erstattet oder gegebenenfalls die von uns festgestellten Umweltsünden den zuständigen Behörden einfach zugänglich macht, muss man sich dann überlegen.
      Da jeder seine eigene Sichtweise von Biotopzerstörung hat und sicherlich auch sinnvolle Landschaftspflegemassnahmen mit Beeinträchtigungen der Biotope verbunden sind, sollten wir eine (natürlich freiwillige!) Form suchen, wie diese Dokumentation aussehen soll.
      Und es stellt sich auch die Frage, ob man nicht vor einer Biotopzerstörung bereits tätig werden kann.
      Jeder von uns kennt Biotope, die aus unserer Sicht besonders und wertvoll sind und die schützenswert sind. Warum also nicht solche Biotope, wenn sie nicht sowieso schon Schutzbestimmungen unterliegen, dokumentieren? Bilder machen und beobachten, die schützenswerten Arten feststellen und möglichst auch dokumentieren. Also im Prinzip ein persönliches Monitoring für die selber besonders gut bekannten und besuchten Biotope. Ob dies ein einziges Biotop oder eine ganze Reihe ist, ist egal.
      Das macht sicher Arbeit und Mühe und verlangt einiges an Durchhaltevermögen.
      Jedoch ist es gerade mit Blick auf immer stärkere Einschränkungen für unser Hobby und dem Versuch von selbsternannten "Tierschützern", die Tierhaltung an sich zu unterbinden, wichtig zu zeigen, dass unser Wissen und unser Engagement für und nicht gegen die Natur gerichtet ist.
      Allerdings ist es problematisch, hier öffentlich Biotope mit geschützten Arten zu präsentieren auf die Gefahr hin, dass schwarze Schafe sich dies zu Nutze machen und die Biotope plündern. Das darf nicht passieren!
      Was also tun?
      Ich schlage vor, im Bereich Naturschutz in dem besonderen Thema"Schützenswerte Biotope"erst einmal ohne exakte Ortsangabe(Z.B. "Bereich Postbauer-Heng") solche schützenswerten Biotope mit Wort und Bild einzustellen und als Flugplatz der angegebenen Arten vorzustellen, vielleicht mit Hinweis auf die Besonderheiten. Mit zwei oder drei Tags läßt sich dann dieses Biotop über die Suchfunktion wiederfinden und Vorkommnisse und Erlebnisse hinzufügen.
      Biotopzerstörungen sollten direkt und auch mit exakter Ortsangabe sowie den betroffenen geschützten Arten in Wort und Bild angegeben werden.
      Je mehr Informationen, umso besser. Dann kann man sich überlegen, wie man weiter vorgehen kann.
      Wir brauchen nicht zu hoffen, dass die Behörden auf uns zukommen und uns bitten, bei Naturschutzprojekten mitzuwirken. Daher denke ich ist es sinnvoller, selber tätig zu werden und zu zeigen, was unser Wissen wert ist.
      Gerade zur Zeit wird sehr stark dikutiert, weil die schwindenden Individuenzahlen und der drohende Artenschwund bei Vögeln und Insekten nun offensichtlich sind. Bringen wir uns doch ein und zeigen, was einer der Gründe ist.
      Gruß
    • Ein paar sehr spontane und aus Zeitgründen wirklich nur sehr kurze Gedanken meinerseits dazu:
      1:

      hoehlearnd schrieb:

      Dann kann man sich überlegen, wie man weiter vorgehen kann
      Das steht, wie ich finde, an erster Stelle. Denn noch ist mir persönlich noch nicht so ganz klar, wie man etwas erreichen können soll. Ohne ein solches klares Ziel, sehe ich das ganze leider letztendlich für viele als Zeitverschwendung enden...
      Wie gesagt, ich persönlich kann dazu noch keinen wirklich produktiven Gedanken beitragen. Nur soviel:
      Wenn man einfach nur sammelt und am Ende...irgendjemand von "den Behörden" erreichen möchte, wird das ganze vermutlich eher schwierig werden. a) ist der Zeitpunkt des Vergehens dann vermutlich schon längst vorbei und b) sind deutschlandweit in den meisten Fällen ja die unterschiedlichsten Behörden vor Ort zuständig. Eine Sammlung mit dutzenden Vergehen deutschlandweit wird somit keine von den Behörden (die auch für die Exekutive vor Ort relevant wären) interessieren bzw. als ihre Zuständigkeit betrachten. Also meines Erachtens vergebene Lebensmühe... (gerne aber auch für Gegenargumente offen)
      Meiner persönlichen Meinung nach, kann man solch Liste "nur" für Öffentlichkeitsarbeit verwenden. Die Leute aufmerksam machen, evtl auch Druck auf die Behörden ausüben. Eine Veröffentlichung einer Liste in einer Zeitung oder ähnliches könnte evtl wenigstens ein paar Leute erreichen. Da sollte man sich vielleicht nocheinmal ein paar nähere Gedanken machen.

      2:

      hoehlearnd schrieb:

      Jeder von uns kennt Biotope, die aus unserer Sicht besonders und wertvoll sind und die schützenswert sind
      Möchten wir tatsächlich auf die Behörden zugehen/ zusammenarbeiten/ direkt Druck ausüben, so bringt es leider nichts, wenn man für uns schöne Habitate auflistet. Auch dies ist in diesem Hinblick vergebene Mühe. WENN, dann müssen wir uns tatsächlich auf FFH-Arten und FFH-Lebensraumtypen konzentrieren (können hier eingesehen werden). Hier wäre Deutschland sowieso bei der EU noch in der Bringschuld, wodurch evtl etwas mehr Druck aufgebaut werden könnte. Weiterhin wären maximal streng geschützte Arten je nach Bundesland möglicherweise relevant. Von Niedersachsen bspw. gibt es eine Liste der prioritären Arten...Jeder sollte hier für sein Bl checken, ob es für dieses auch solch eine Liste gibt. Wenn ja, sind diese Arten relevant -alle anderen können quasi außer Acht gelassen werden und zählen nichts.
      So könnte man sich zumindest ersteinmal eine auch wirklich relevante Liste erarbeiten.

      Soviel ersteinmal wieder von mir...
      Beste Grüße,
      Toni
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
    • Hallo Zusammen,

      Es geht leider immer noch weiter mit der Zerstörung von wunderschönen, normalerweise schützenswerten Biotopen.


      Bei den angehängten Bildern, flog im letzten Jahr und die Jahre zuvor
      immer Apatura iris, Apatura ilia, Limenitis populi, Limenitis camilla,
      Nymphalis antiopa,
      Nymphalis polychloros usw.. Bin gespannt, ob es da heuer auch nochmal
      was von den aufgeführten Arten zu sehen gibt. Ich bin sehr traurig, daß
      wieder ein Biotop, wo Lim. populi fliegt(zerstört) worden ist. Auf einer
      Länge von ca. 3Km. Und es soll noch ca. 1Km weiter gehen. Danach soll
      vorerst für 2 oder 3 Jahre Schluss sein mit der Abholzung, aber das
      sagen sie schon seit 9 Jahren.


      L-G. Josef







    • Servus Josef,

      das ist schon sehr traurig -va. natürlich für populi....Aber was machen sie denn eigtl genau? Sehen kann man eigtl nur Stämme von Kiefern und Fichten -sprich den Wald vermutlich ausforsten. Das konkrete Problem ist, dass sie die Stämme am Rand -wo vermutlich der Pappel- und Weidenjungaufwuchs hochkommt- ablegen und damit die Weiden und Pappeln stören? Oder wird direkt auch Pappel und Weide abgeholzt?
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
      ENTOMO-SATSPHINGIA
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