Überwinterung von Ocneria Rubea

    Bienenkiller verbieten!

    Neonikotinoide sind für Bienen tödlich. Letztes Jahr noch hat Agrarminister Schmidt die Pestizide deswegen verboten. Jetzt gibt er dem Druck von Bayer, BASF und Co. nach – und könnte die Bienenkiller schon in den nächsten Tagen wieder erlauben.

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    Cage
    • Überwinterung von Ocneria Rubea

      hallo! wer hat schon erfahrungen mit der überwinterung von "Ocneria Rubea" ("Rostspinner") gemacht. Mein Kollege und ich tendieren zum Ausbinden. Aber sollte die Raupe am Boden überwintern ... naja, bin mir sicher, dass es hier im forum spezialisten gibt!?
      DANKE
      Colector's Secret
    • Nur Ausbinden ist für manche Arten zu trocken. Sie müssen auch die Möglichkeit haben sich am Boden zu verstecken. Als Bodensubstrat eignet sich Buchenlaub und Moos. Schnee und Regen sind notwendig aber es soll sich keine Staunässe bilden. Ich verwende dazu einen Wäschekorb von IKEA. Der ist aus einem Kunststoffgeflecht und daher sehr wetterfest. Zu einem Viertel mit Bodensubstrat füllen dann darüber Äste von Lorbeerkirsche, Rhododendron und Brombeere. Diese Pflanzen haben den Vorteil daß die Blätter lange frisch bleiben und an milden Wintertagen von Raupen gerne angeknabbert werden.
      Mit Ocneria rubea habe ich noch keine Erfahrungen gemacht.

      Viel Erfolg
      Werner
    • Danke Werner!

      Ich denke, dass wir es auch so ähnlich machen werden. Ich habe eben auch schon die Erfahrung gemacht, dass es mit dem Ausbinden alleine nicht klappt. moos und brombeere wollte ich auch nehmen. warum aber buchenlaub, sind die Blätter etwas besonderes? Jedenfalls sollte das alles kein Problem sein.

      Danke nochmals
      Leo
    • ...Oft sind Raupen im Kühlschrank (Dosen mit Zellstoff locker gefüllt, gelegentlich anfeuchten) unter kontrollierten Bedingungen im Temperaturbereich von 0-5 Grad besser aufgehoben als draußen, wo häufig sowieso nur ein "Nicht-Winter" herrscht, oder Du hast ein ständiges Pendeln vom Plus- in den Minusbereich, was die Tiere zusätzlich belastet.
    • Andreas schrieb:

      ...Oft sind Raupen im Kühlschrank (Dosen mit Zellstoff locker gefüllt, gelegentlich anfeuchten) unter kontrollierten Bedingungen im Temperaturbereich von 0-5 Grad besser aufgehoben als draußen, wo häufig sowieso nur ein "Nicht-Winter" herrscht, oder Du hast ein ständiges Pendeln vom Plus- in den Minusbereich, was die Tiere zusätzlich belastet.
      das meinst du doch nicht im Ernst? :daumennein:
      Natürliche Bedingungen mit Temperaturwechseln incl. Tag-/Nachtabsenkung sind in jedem Falle vorzuziehen.

      LG Frank
      Gruß Frank

      "Bier trinke ich nur an Tagen die mit ‘g‘ enden... äääh und natürlich Mittwochs" :thumbsup:
    • das meinst du doch nicht im Ernst...


      Und ob! Zygaenen z.B. überwintern bei mir grundsätzlich im Kühlschrank. Auch Arten die sehr klein überwintern wie die Eulen lutulenta/nigra/ ravida/simulans/lunosa u.s.w. gelingen im Kühlschrank viel sicherer...Bei Zygaenen z.B. kann man durch Kühlschrankeinsatz einen "realen" Winter einsparen und die Masse der Falter im Herbst des Jahres welches auf das Fundjahr folgt erhalten. Und so gibt es noch wahnsinnig viele sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten.
      Allerdings habe ich einen Kühlschrank welcher die Temperatur konstant ganz geringfügig über "Null" hält; diesen Betrug hat mir bisher fast jede Art abgekauft!
    • Hallo Andreas,

      das gelegentliche anfeuchten im Kühlschrank ist riskant. Bei zu wenig anfeuchten vertrocknen die Raupen, bei zu viel anfeuchten besteht Schimmelgefahr.
      Eine halbwegs natürliche Überwinterung im Freien ist die bessere Option. Ein Knabbern der Raupen an milden Tagen ist sicher natürlicher.

      Werner
    • Bei zu wenig anfeuchten vertrocknen die Raupen, bei zu viel anfeuchten besteht Schimmelgefahr....

      Wie bei fast Allem ist das Ganze eine Frage der Übung. Wenn Du den Kühlschrank permanent nutzt weißt Du auch
      wie das mit dem Befeuchten zu händeln ist... Ich habe jedenfalls keine Probleme damit, sondern kann nur Vorteile erkennen - WENN DU DEN SCHLUPF DER FALTER NICHT MIT DEM FREILAND SYNCHRONISIEREN WILLST ODER MUSST...
      Und den schönsten Schimmelrasen kann man auch unter Außenbedingungen erhalten...

      Wie gesagt, Alles Ansichts- bzw. Erfahrungssache....Es MUSS ja keiner nachmachen...
    • Hallo zusammen,
      ich kann Andreas nur zustimmen. Auch ich habe seit einigen Jahren sehr gute Erfahrungen gemacht mit der Überwinterung im Kühlschrank. Natürlich muss man die Tiere regelmäßig kontrollieren und auch gelegentlich das Substrat (wobei ich meist nur Toilettenpapier und Holzwolle mit Futterpflanze hinzugebe) austauschen. Ich lagere die Überwinterungsdosen im Gemüsefach, in welches ich als Unterlage ein leicht befeuchtetes Handtuch lege. Die stabilen Verhältnisse im Kühlschrank führen zu fast keinen Ausfällen bei der Überwinterung. Früher sind mir oft Tiere bei der Überwinterung im Freien vertrocknet oder verschimmelt, das passiert mir bei der Kühlschranküberwinterung viel seltener. Wichtig ist der regelmäßige Luftaustausch (mindestens einmal die Woche gut durchlüften) und die richtige Feuchtigkeit. Zu Beginn der Diapause und am Ende stelle ich die Tiere nach draußen, um die Diapause langsam einzuleiten und um langsam ein Aufwachen herbeizuführen.

      Viele Grüße
      Klaus-Bernhard
    • Bei einer optimalen Überwinterung im Kühlschrank ist das Ergebnis sicher besser da die natürliche Selektion ausfällt und auch schwächere Raupen eine Überlebenschance haben.
      Ich wage aber zu behaupten daß bei Überwinterung im Freien die "Qualität" der überlebenden Raupen die bessere ist was sich dann auch im Paarungsverhalten der Falter auswirken wird. Die Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen im Freien sorgen für eine natürliche Selektion.

      Ich habe eine ähnliche Erfahrung mit Kokons von Actias isabellae gemacht. Überwinterung nicht im Kühlschrank aber ähnlich im kalten Treppenhaus bei konstanten Temperaturen zwischen ca. 5° bis 8°. Das Ergebnis: Ein guter Schlupf, schöne Falter aber paarungsfaul.
      Überwinterung im Freien bei Temperaturen zwischen ca. 12° plus und 15° minus. Das Ergebnis: Einige Puppen waren abgestorben aber dafür agile Falter und sehr paarungswillig.


      LG Werner

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wern ()

    • wern schrieb:

      Ich wage aber zu behaupten daß bei Überwinterung im Freien die "Qualität" der überlebenden Raupen die bessere ist was sich dann auch im Paarungsverhalten der Falter auswirken wird. Die Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen im Freien sorgen für eine natürliche Selektion.
      so isses :winken:

      LG Frank
      Gruß Frank

      "Bier trinke ich nur an Tagen die mit ‘g‘ enden... äääh und natürlich Mittwochs" :thumbsup:
    • Manchmal hat man eben ein Weibchen am Netz, welches sehr schnell ablegt. Ansonsten versuche ich so schwierige Fälle auch zu vermeiden. aber hin und wieder versucht man sich eben auch an solch einer Art. Vor allem, wenn man es mit kollegen gemeinsam in Angriff nimmt und jeder seinen Teil einbringt. Ohne "Feldversuche" kommt kein Forscher zum Ziel.
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