Das Verschwinden der Schmetterlinge

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    Marc Fischers World of Silkmoths


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    Ständig neue Angebote von Eiern und Kokons/Puppen tropischer Schmetterlinge. Darüber hinaus werden qualitativ hochwertige Zucht- und Flugkästen angeboten.



    Cage
    • Ich glaube, Japan hat seit Jahren kein Wirtschaftswachstum, trotzdem geht es den Japanern nicht schlecht, das ewige Mantra vom Wirtschaftswachstum stimmt möglicherweise so nicht (und wo es hinführen soll, kann einem auch niemand so richtig erklären).

      Bewusster Verzicht für den Einzelnen ist das Stichwort. Fairtrade und ökologisch erwirtschaftete Güter müssen nicht wesentlich teurer sein. Es sollte Aufgabe des Staates sein, über Produktionsbedingungen zu informieren. Beim Nudging in bestimmte politische Richtungen klappt die Propagandamaschinerie ja auch hervorragend.
      Und Demokratierung der Gesellschaft muss auch weiter vorangetrieben werden (direkte Demokratie!). Dass das klappt, zeigt uns die Schweiz. Dann jedenfalls wäre mit bestimmten Themen einfach mal so eben Schluss, über die unsere Regierungen monatelang ohne zufriedenstellendes Ergebnis palavern. Aber wo die Worthülse Demokratie ständig falsch verwendet und wie eine Monstranz und als Inbegriff des Guten und Wahren vor sich hergetragen wird, traut man eben diese Demokratie dem Demos nur alle 4 (vielleicht bald 5) Jahre zu.

      Wie Thomas es beschreibt, kann man jedenfalls hoffen (und das tue ich), dass die Entwicklungen umkehrbar sind.

      Ein gängiger Kritikpunkt gegen ökologisch orientierte Landwirtschaft lautet ja, dass die Erträge nicht ausreichen würden, um die (Welt-)bevölkerung zu ernähren. Stimmt das? Hat jemand belastbare Informationen?
      ENTOMO-SATSPHINGIA
    • Wie das Wirtschaftswachstum in Japan aussieht, keine Ahnung.
      Selbst wenn es mancherorts stagniert- Afrika und Teile Asiens machen einen Wandel durch, hin zu unserem westlichen System. Auch ist das Bevölkerungswachstum noch nicht im Begriff abzunehmen..

      Das bisschen Fairtrade, was u.a zu einem verschärften Wettbewerb der Erzeuger führt und ökologischer Anbau werden am Grundproblem nichts ändern. Nämlich, dass wir uns an Dinge gewöhnt haben und von manchen quasi abhängig sind, die in dem Ausmaß nicht lange umweltschonend zur Verfügung stehen können.

      Verzicht hätte nur dann Sinn, wenn er kollektiv beschlossen wird und die Autonome Versorgung funktioniert, ansonsten werden die Probleme wie bisher nur in andere Regionen verlagert.
      Autonome, umweltschonende Stromversorgung ist in dem Ausmaß nicht umsetzbar in Mitteleuropa- weil wir mittlerweile nicht mal mehr Türen selbstständig öffnen und ein massiver Ausbau von Wasser und Windkraftwerken ebenfalls mit Arten und Lebensraumverlust einhergehen würde.

      Autonome Versorgung mit den Nahrungsmitteln die für uns Normal sind, ist ebenfalls nicht möglich. Ökologischer Anbau von Bananen, Mangos, Kaffee (ect) zusätzlich zu den Grundnahrungsmitteln ist nicht möglich.
      Das wäre weit mehr als bedachter Verzicht des Einzelnen.

      Ich glaube trotzdem, dass ökologisch, umweltverträglicher Anbau für alle Menschen machbar wäre, allerdings zur Deckung des Grundbedarfs und ein wenig darüber. 3000-5000 kcal Energiezufuhr pro Tag und mehr, ohne Bedarf, nur weils schmeckt- das wird sich für eine steigende Weltbevölkerung (man geht von 11 Milliarden Menschen am Ende des Jahrhunderts aus) nicht mehr ausgehen, vor allem wenn man die gegebene Überproduktion für den Abfall und die für den Handel miteinbezieht.
    • Passend zu diesem Themengebiet ein aktueller Artikel, der gestern auf N-TV erschienen ist.
      Meine Anmerkungen hierzu vorab.
      Die verantwortlichen Personen in Politik und Naturschutz wissen genau wer und was verantwortlich ist. Leider fehlt es aber scheinbar am Willen um auch etwas dagegen zu unternehmen. Die Lobby auf der Gegenseite bzw. wirtschaftliche Zwänge alles und jedes gewinnorientiert zu optimieren, sind und bleiben wohl zu stark.
      Aber es ist doch etwas beruhigend, dass man die Insektensammler/-Züchter (noch) nicht für den Artenrückgang verantwortlich macht. Aber wenn man noch ein paar Sündenböcke braucht, wäre das komplette Sammelverbot doch sicherlich eine opportune Maßnahme, die sicherlich breite Zustimmung bei vielen Wählern finden würde, die sich nur oberflächlich mit dem Thema befassen.


      EDIT Moderation:
      Die Beiträge von ntv unterliegen den Urheberrechtsbedingungen. Damit ist nur eine Verlinkung zur Seite von ntv erlaubt, aber nicht die Kopie ganzer Textpassagen.
      Hier nun der Link zum erwähnten Beitrag auf ntv:

      Bienen, Fliegen, Schmetterlinge: Insektensterben gefährdet Ökosystem - n-tv.de



      Quelle: n-tv.de , mba/dpa
    • Bishop1964 schrieb:

      Schuld daran sind vor allem Pestizide und die Ausbreitung von künstlichen Lichtquellen
      Und nun vergleiche man mit einem Zitat von 1930:
      "Ganz allgemein ist die Ansicht verbreitet, dass die gegenwärtige Schmetterlingsfauna gegenüber früheren Zeiten verarmt sei, dass unsere Gärten, Wiesen und Felder nicht mehr in gleicher Menge wie früher von bunten Sommervögeln belebt seien. (...) In besonderem Grade zutreffend und augenfällig ist für die nähere Umgebung unserer Stadt, dass das fröhliche Faltergewimmel stark zurückgedrängt ist; auch mir, der ich schon seit mehr als 60 Jahren Schmetterlinge beobachtet und gesammelt habe, ist diese Tatsache schon längst aufgefallen" J. Müller-Rutz (1930)

      Pestizide? Zu der Zeit wohl kaum. Sie mögen heute einen beträchtlichen Beitrag zum Insektensterben leisten und sich zu anderen Faktoren hinzuaddieren - aber ich denke, wir sollten nicht die aktuelle Zeit betrachten, sondern ein Jahrhundert zurückdenken, um die womöglich schwerwiegendsten Ursachen zu ermitteln...

      Zur Lichtverschmutzung: Ich dachte, mittlerweile sind die meisten Straßenlampen mit Birnen ausgestattet, die keine Insekten mehr anlocken sollen? Täusche ich mich?

      Beste Grüße,
      Toni
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
    • Toni Kasiske schrieb:

      Pestizide? Zu der Zeit wohl kaum. Sie mögen heute einen beträchtlichen Beitrag zum Insektensterben leisten und sich zu anderen Faktoren hinzuaddieren - aber ich denke, wir sollten nicht die aktuelle Zeit betrachten, sondern ein Jahrhundert zurückdenken, um die womöglich schwerwiegendsten Ursachen zu ermitteln...
      Verstehe ich nicht ganz, Toni. Was denkst Du denn, hat vor 100 Jahren das Insektensterben eingeleitet ?

      Liebe Grüsse
      Hans
    • Toni Kasiske schrieb:

      Zur Lichtverschmutzung: Ich dachte, mittlerweile sind die meisten Straßenlampen mit Birnen ausgestattet, die keine Insekten mehr anlocken sollen? Täusche ich mich?
      Es gibt leider nicht mehr viel anzulocken. Die modernen Straßenlampen kommen einige Jahre zu spät zum Einsatz. Auch in entlegenen Gebieten bringt der Lichtfang nicht mehr annähernd so viel an Arten und Individuenanzahl
      wie in den 60iger/70iger-Jahren. Ein Massenanflug ist heute nur mehr die seltene Ausnahme und nicht mehr die Regel.

      Werner
    • Bezogen auf Hans: Das habe ich ja nicht geschrieben. Aber das wäre die übergeordnete Frage, die sich auch mir stellt. Das Mahdregim/ die Beweidungsintensität und der Stickstoffeinfluss wäre hier wohl nicht ganz unbedeutend (man man Aufforstung, Überbauung, Entwässerung etc mal außen vor lässt).
      Klar, wie immer eine Vielzahl an Faktoren, die sich addieren, keine Frage. Aber der hauptauschlaggebende Grund der damaligen Zeit wäre schon nicht ganz uninteressant auch für unsere heutige Naturschutzdebatte.

      LG,
      Toni
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
    • Toni Kasiske schrieb:

      Ich dachte, mittlerweile sind die meisten Straßenlampen mit Birnen ausgestattet, die keine Insekten mehr anlocken sollen? Täusche ich mich?
      Jein. Du hast Recht viele neuen Straßenlaternen haben ihr Hauptspektrum im längerwelligen Bereich (deswegen sind sie auch rötlich). Das soll verhindern, dass Insekten, die ja hauptsächlich auf kurzwellige Spektren anspringen, da dran fliegen. Ich weiß nicht mal ob das Absicht ist oder einfach ein Nebeneffekt den man nicht speziell eingeplant hat, jedenfalls funktioniert das nur so halb. Nagelt mich darauf nicht fest ich habe gerade keine Studie dazu zur Hand, obwohl ich einige zum Thema gelesen habe, aber ich glaube das Spektrum der Lampen ist nicht komplett außerhalb des Bereichs den Nachtfalter sehen können. Sie sind nur weniger empfindlich darauf. Das kommt aber auch darauf an was für Lampen verwendet werden. Das ist ja nicht so einheitlich. In der Praxis sehe ich zumindest immer noch Nachtfalter an Straßenlaternen (oder plattgefahren darunter).

      Wie du mit den Pestiziden schon schreibst, ist das aber sicher nicht die schwerwiegenste Ursache des Insektenrückgangs. Trotzdem wäre es nicht so kompliziert und zu begrüßen da mal gegenzusteuern.

      Gruß Dennis
    • Achso und noch was: Ich finde eigentlich die einleuchtenste Erklärung für den Insektenrückgang ist einfach der immense Flächenverbrauch. Wo sollen die Insekten denn auch noch groß herkommen. Aus den ganzen Getreideäckern, Maisfeldern, den Holzplantagen die wir gemeinhin als Wälder bezeichnen? Wohl eher nicht. Am schönsten zeigt es finde ich immer das Beispiel von Schmetterlingsarten die in Mooren vorkommen. Die Raupennahrungspflanzen stehen zwar im Moor, aber die Falter finden dort kaum Nahrung. Deswegen sind diese oft auf den umliegenden Wiesen zu finden. Viele intakte Moore sehen super aus, aber die Wiesen drumherum sind alle intensiv genutzt. Nichts mehr mit artenreicher Blumenwiese. Hinterher wundert man sich warum das Moor sich nicht verändert hat und die Schmetterlinge trotzdem aussterben...

      Gruß Dennis
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    • bellargus schrieb:

      Ich hab diese Studie gefunden. Leider nur das Abstract.
      Interessant! Wäre jetzt noch wissenswert, welche Arten aktuell vorrangig eingebaut werden. LEDs sind ja vermutlich bisher noch eher selten zu finden.

      bellargus schrieb:

      Ich finde eigentlich die einleuchtenste Erklärung für den Insektenrückgang ist einfach der immense Flächenverbrauch
      Definitiv. Wo kein Lebensraum, da kein Falter. Das trifft auf die heutige Situation vermutlich mehr zu, als alles andre. Das wiederum finde ich eben auch im Hinblick auf den Vergleich zu 18xx interessant. Ich wäre davon ausgegangen, dass die Flächennutzung im Vergleich zu heute noch eher gering war. Es keine hektargroßen Monokulturen gegeben hat, die Wiesen extensiver bewirtschaftet wurden und auch Randbereiche, Saumstandorte noch stärker vertreten waren, kurz: ein Mosaik aus unterschiedlicher Flächennutzung bestand. Was an sich eigtl. noch förderlich für die Diversität sein sollte, solange es eben nicht übertrieben wird. Zumindest sollte es mehr Rückzugsorte für gefährdete Arten gegeben haben. Scheinbar war aber auch dieser Zustand schon ausschlaggebend genug, um über die Diversität genauso zu berichten, wie wir es heute tun.
      Wie auch immer es aussah und welch unvorstellbaren Reichtum es damals gab - ich finde den Gedanken daran (und va. dass man schon vor knapp 100 Jahren genau das Selbe feststellen konnte/ schlussfolgerte wie heute) absolut faszinierend
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
    • Flächenverbrauch+ falsche Bewirtschaftung sind definitiv ein großes Problem. Letzteres vor allem in Wien- ( und wohl auch anderen, landwirtschaftlich kaum genutzten Gebieten)

      Hier hab ich direkt an einer Ubahnstation die letzten 1,5 Jahre eine Bestandsaufnahme gemacht, da dort sehr artenreiche Wiesen stehen- auch wenn der Anflug in der Station enorm war (sowohl bei Tag- als auch Nachtfaltern) werden die Populationen vor allem durch die jährliche Mahd inkl Strauchschnitt stark dezimiert.

      Zu den Beobachtungen in den 1800er Jahren ist die Entwicklung des Waldbestandes vielleicht interessant- dazu lässt sich einiges nachlesen.
      Hier ein kurzes Zitat aus einem Wikipedia Artikel:

      "Im Zeitraum zwischen 1750 und 1850 befand sich der Wald im schlechtesten Zustand. Um 1800 waren in Deutschland kaum noch geschlossene Wälder vorhanden (siehe Entwaldung). Zeitgenössische Darstellungen sprechen teilweise von wüstenähnlichen Landschaften. Holz war zeitweise so knapp, dass zur Winterzeit Zaunpfähle, Treppen und sonstige Gegenstände aus Holz verbrannt wurden."

      quelle:
      Geschichte des Waldes in Mitteleuropa – Wikipedia
    • Toni Kasiske schrieb:

      Interessant! Wäre jetzt noch wissenswert, welche Arten aktuell vorrangig eingebaut werden. LEDs sind ja vermutlich bisher noch eher selten zu finden.
      Ich konnte dazu auf die schnelle keine genauen Zahlen finden, aber ich denke momentan sind Natriumdampflampen Standart. Es wird aber anscheinend durchaus vermehrt auf LEDs gesetzt. Ich glaube Natriumdampflampen werden, ebenso wie schon seit etwas längerem Quecksilberdampflampen, nicht mehr neu eingebaut. Leider scheint bei der Auswahl des Lichtspektrums den die LEDs abgeben nicht so sehr darauf geachtet zu werden wie das mit den Nachtfaltern ist.

      Gruß Dennis
    • Hallo,
      passend zum Thema habe ich ganz zufällig ein interessantes Buch in die Finger gekriegt: "Schmetterlinge - Warum sie verschwinden und was das für uns bedeutet" von Josef Reichholf. Es scheint ganz frisch erschienen zu sein, da noch der Frühsommer 2018 erwähnt wird.
      Leider hatte ich nicht die Zeit, es wirklich konzentriert durchzulesen, aber der zweite Teil scheint mir die oben angesprochenen Problematiken gut auf den Punkt zu bringen (EU Agrar-Irrsinn, absurde Pflegemaßnahmen, Lichtverschmutzung (mit für mich überraschenden Ergebnissen)).
      Der erste Teil soll dem Leser anhand einiger genauer dargestellter Arten das Leben der Schmetterlinge und grundsätzliche Zusammenhänge näherbringen. Der Schreibstil war mir hier teilweise etwas zu prosaisch, aber das ist Geschmackssache. Immerhin hat der Autor dafür schon mal einen Preis erhalten.
      Insgesamt halte ich das Buch für absolut Lesenswert.
      Thomas
    • Ich denke, die Lichtquellenproblematik wird hier in der Diskussion ein wenig überbewertet. Viele Nachtfalterarten "stehen" nicht auf Lichtquellen und der hier zitierte Prof. Reichholf hat bei Tagfaltern im Raum um München einen Rückgang von über 75% zitiert. Seine Studie ist lesenswert und mW vom Sept/Oktober verg. Jahres. Nebenbei: er hat auch festgestellt, dass die Falterpopulationen in den Wäldern kaum Rückgänge zu verzeichnen haben. Es darf aber nicht unerwähnt bleiben, dass unsere Wälder um 1850 (nachdem sie durch Übernutzung, Vieheintrieb usw. in einem miserablen Zustand waren, stark verändert wurden. Die Übernutzung war Grund für die ersten Waldverordnungen in dieser Zeit (1820-1870). Als Konsequenz wurden aber viele Wälder danach von Laub- in Nadelholzbestände umgewandelt, die bekanntlich weniger Insekten beherbergen. Jeder mag das auf seine Weise bewerten, wie er denkt. Aber ohne (schnellwachsende) Nadelwälder bei uns und in Mitteleuropa wäre die Holznot auch heute präsent, ...auch zu Lasten von Exotenhölzern! Bauholz ist eben Nadelholz und Laubhölzer sind überwiegend dafür ungeeignet. Wir "verbrauchen " mehr Holz, als bei uns nachhaltig nachwächst! Es muss dennoch das Ziel unserer Gesellschaft sein, dort, wo es standörtlich möglich ist, Nadelwälder wieder in Laubwaldungen "umzubauen". Das geschieht momentan im Schwarzwald, im Odenwald und im Bayerischen Wald.
      Zu den Pestiziden: Der Erfinder von DDT wurde seinerzeit mit einem Nobelpreis versehen, weil das hochgiftige Arsen damit abgelöst werden konnte. Bis man...die Persistenz dieses Giftes feststellt. Danach kamen HCH-Mittel, diese wurden durch Lindan abgelöst, ( das waren die gereinigten Gama-Isomeren von HCH). Ich möchte auf die weitere Entwicklung zu den heute "modernen" insektiziden nicht weiter eigehen, alle neuen Wirkstoffe wurden als "Verbesserung" eingestuft. Aber auch sogenannte "biolog. Bekämpfungsmöglichkeiten" , wie den Bac. thuringiensis töten Schmetterlingsraupen ohne grosse Selektion, genau wie der Häutungshemmer Dimilin. Der Einsatz in den Wäldern wurde aber überall in Deutschland stark eingeschränkt. Und in der Landwirtschaft? Seit dem explosionsartigen Anbau von Mais und anderen Futtermitteln (oder Energiequellen!!!) vor ca 30 Jahren, Flächenzusammenlegungen, einhergehend mit der Rodung von Büschen und Bäumen, wurden Herbizide und Insektizidapplikationen stark vermehrt . Stichwort: Neonicotinoide. Für mich ist es naheliegend, dass alle Mittelchen, die Bienen erwiesenermassen schädigen (Nervensysteme), auch unseren Faltern schadet. Es gäbe sehr viel zu diskutieren. BTW: Ich stelle meine Bienenvölkern schon lange nicht mehr in die Nähe von Rapsfeldern, da Rapshonige stärker, als andere Honige, mit Pestiziden belastet sind.