Totalausfall von Zuchtmaterial in diesem heißen Sommer ohne Regen (Feuchtigkeit)

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    • Totalausfall von Zuchtmaterial in diesem heißen Sommer ohne Regen (Feuchtigkeit)

      Hallo Actias Freunde,
      nach langjähriger Zuchterfahrung mit Lepidopteren habe ich dieses Jahr eine sehr enttäuschende Erfahrung machen müssen. Sämtliche G. isabellae, selbst die aus eigener Kolpula erhaltenen Eier mit anschließenden schlüpfenden Räupchen sind mir dieses Jahr total eingegangen, also Totalausfall. Aber noch schlimmer, alle meine actias dubernardi, bis auf 5 Kokons, sind ebenfalls alle eingegangen.Ich hatte ca. 300 Eier von G. isabellae und ca. 200 Eier von Actias dubernardi. Aber es geht weiter. Ich habtte 100 Eier von A.gnoma ssp. gnoma aus Japan. Bis auf 4 Kokons alle total eingegangen. Ich hatte weitere Raupen von Saturniidae, alle eingegangen. Umgekehrt haben sich alle Raupen von S. pavonia und S. pyri verpuppt ohne großern Ausfall.
      Dies ist mir bisher noch nicht passiert. Selbst die Desinfektion meiner Zuchtkäfige hat nichts geholfen. Liegt es an dem heißen Sommer mit wenig Regen? Ich weiß es nicht. Mich würde interessieren, welche Erfahrungen ihr mit der diesjährigen Zucht gemacht habt. Hattet ihr auch enorme Ausfälle?
      Danke für eure Antwort und eventuelle Tipps.
      Gruß0
      Dieter
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    • Hallo Dieter,

      machst Du Deine Zuchten im Zimmer oder im Freien? Luftige Behälter oder nur teilweise belüftet?

      Ausgebunden im Freien geht zwar langsamer (Tag-/Nachtabsenkung) aber der Tau in der Nacht sorgt für die notwendige Feuchtigkeit.
      Die Zuchtansprüche sind zwar von Art zu Art verschieden aber mit der Zucht im Freien habe ich bessere Erfahrungen gemacht.

      Wenn ich nicht an der lebenden Pflanze ausbinden kann so führe ich die Zucht mit eingefrischten Futterpflanzen in diversen Behältern (meistens IKEA-Wäschekorb) durch.
      Hier ist der Standort an Stellen wo nicht allzuviel Sonne hinkommt. Da hier der Tau nahe am Haus nicht wirksam ist sprühe ich alle 2 Tage bei Trockenheit morgens mit Wasser.
      Bei Kaltwettereinbrüchen kommen die Behälter für einige Tage in die Wohnung. Bis L3 führe ich die Zuchten im Zimmer durch.

      Ich bin in der glücklichen Lage einen Garten zu besitzen.

      Bei dir vermute ich eher die Probleme einer Massenzucht.
      Zitat: Ich hatte ca. 300 Eier von G. isabellae und ca. 200 Eier von Actias dubernardi

      Gruß Werner

      P.S.: Ausgebunden auf Liquidambar züchte ich derzeit problemlos Hyalophora cecropia, in IKEA-Körben habe ich Arctia flavia und Euthrix potatoria.
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    • Danke Manfred für deine Feststellung bei deiner eigenen Zucht.
      Danke Werner für die Tipps.
      Ja, ich habe zum Teil die Zucht im Zimmer durchgeführt in Zuchtkäfige mit allseitiger Gazeumspannung (also luftige Behälter), aber auch in meinem Garten, wie du auch, und richtig ist auch die Massenzucht, die ich durchführen wollte. Nach einiger Überlegung heute vermute ich einen großen Fehler gemacht zu haben.
      Nämlich:Ich habe im Zimmer etwa 8 Zuchtkästen, und jedesmal bei der Säuberung habe ich die Raupen dann in einen anderen vorher mit Raupen versehenen leeren Zuchtkasten umgesetzt, so daß unter Umständen Raupen, die sich vorher in diesen Zuchtkästen durch eventuellen Fraß am Kot infiziert hatten, den gesamten Kasten infiziert haben. Beim Umsetzen der anderen Raupen wurden diese vielleicht wegen der Menge an Raupen ebenfalls durch den inffizerten Zuchtkasten angesteckt und sind damit eingegangen. Dies könnte eine Erklärung der Totalausfälle sein. Aber vielleicht auch die extreme Trockenheit. Daher auch meine Anfrage an andere Züchter, ob wegen der Trockenheit auch größere Ausfälle zu verzeichnen waren.
      Die restlichen Raupen habe ich dann auf eine kleine Kiefer in meinen Garten umgesetzt, sind aber auch eingegangen, weil sie sich unter Umständen vorher infiziert hatten. Ich habe dann mit "Buraton", einem Flächendesinfektionsmittel die Kästen desinfiziert. Hat natürlich nicht viel geholfen bei eventuell bereits infizierten Raupen.
      was ich nicht verstehe oder aber doch, daß ich andere Raupen in Plastikboxen gehalten habe, die auch eingegangen sind. Aber auch hier habe ich immer wieder aber nur in Plastikboxen gehaltene Raupen umgesetzt in leere Kästen, die ich zuvor ausgewaschen aber nicht desinfiziert habe. Vielleicht auch ein Fehler von mir.
      Lieber Werner, meinst du ich hätte auch die Plastikboxen desinfizeren sollen, weil ein Auswaschen nicht ausreichend ist?
      In meinem Garten habe ich etwa 6 kleine Kliefern, die aber alle in der prallen Sonne stehen. Ich habe sie nur mit Plastikplanen abgedeckt, um die Raupen zu schützen, aber unter der Plane war es ziemlich warm.
      Vielleicht hätte ich auch im Freien Wasser (Wassernebel) versprühen sollen.
      Ich werde nun sämtliche Zuchtbehältnisse desinfizieren und leider wieder von vorn anfangen. Das ist nun mal Züchterpech. Aber ich lasse den Kopf nicht hängen, man kann nur aus Fehler lernen.
      Viele Grüße
      Dieter
    • Also so ganz verstehe ich jetzt nicht welche Symptome die von dir beschriebenen Totalausfälle gezeigt haben. So wie ich das verstehe, hatten die Raupen Infektionen? Oder zumindest ähnliche Krankheitssymptome?
      Das kann denke ich nicht an Trockenheit liegen. Krankheiten aller Art, besonders bakterielle Infektionen, verbreiten sich nicht gut bei Trockenheit und mögen vielmehr feucht-warme Umgebung. Im Normalfall sind Infektionen eher ein Zeichen für fehlende Luftzirkulation und daher zu viel stauende Feuchtigkeit. Die angesprochenen Spritzmittel können natürlich auch soetwas auslösen. Das ist aber meistens leicht zurückzuverfolgen, wenn man weiß woher das Futter stammt und man alle betroffenen Tiere damit gefüttert hat. Wenn Tiere an Trockenheit eingehen sind die logischen Symptome, dass sie aufgrund des Wasserverlustes schrumpfen und irgendwann, na ja, eben vertrocknen. Actias dubernardi und isabellae sind in der Hinsicht sowieso heikle Arten, da sie keine Staunässe vertragen und es relativ luftig brauchen, andererseits die Kiefer an der sie fressen nicht so viel Wasser enthält und die Raupen auch anfällig sind zu vertrocknen. Je kleiner sie sind desto schlimmer. Aber ich nehme an du hast mit den Arten genug Erfahrung. Ich denke jedenfalls nicht, dass diese Ausfälle einen direkten Zusammenhang mit der Trockenheit in diesem Jahr hat. Zumal es nicht das erste Jahr wäre. Ich weiß nicht wie es in anderen Teilen Deutschlands war, aber mir ist 2015 als besonders trocken in Erinnerung geblieben. Die Jahre dazwischen waren auch alle relativ trocken mit einigen Ausnahmen.

      Gruß Dennis
    • Hallo Dieter,

      mit Infektionen hatte ich auch schon zu kämpfen. Meistens endete das mit einem Totalausfall. Die Hauptursache ist sicher eine zu große Raupendichte in den Zuchtbehältern. Speziell bei raren Arten machte ich den Fehler
      und behielt mir in meiner Gier zu viele Eier/Raupen. Bei Zuchten mit nur wenigen Raupen (maximal 1 Dutzend) pro Behälter hatte ich wenig Probleme. Einwandfreies Futter und Sauberkeit ist sowieso zu empfehlen. Bei Zuchten im Freien ausgebunden hatte ich noch nie Probleme mit Krankheiten. Hier ist eher das Problem mit Wespen und Ameisen. Die Wespen beißen sogar durch die Gaze wenn eine Raupe zu nahe ist. Auch kommt noch dazu daß
      man oft zu viele Arten gleichzeitig züchten möchte. Wenn der tägliche Arbeitsaufwand über 2 Stunden und mehr ausmacht wird es problematisch besonders wenn man noch berufstätig ist. Auch die Gattin/Partnerin muß dafür viel Verständnis aufbringen.

      Mit der Desinfektion habe ich noch keine Erfahrungen. Ich wasche die Behälter mit heißem Wasser aus. Ein Zuchtkollege reinigt seine Zuchtboxen im Geschirrspüler und hat damit gute Erfahrungen gemacht.
      Trotzdem passiert es mir immer wieder daß oft aus unerklärlichen Gründen eine Zucht Schwierigkeiten macht. In letzter Zeit hatte ich mit sogenannten "Allerweltsarten" wie z. B. Saturnia pavonia/pavoniella und Aglia tau die größten Probleme. Sowohl in der Zimmerzucht als auch im Freien. Solche Rückschläge entmutigen mich (noch) nicht und ich handle nach dem Prinzip "Jetzt erst recht".

      Viel Erfolg mit Deinen zukünftigen Zuchten wünscht Dir
      Werner

      P.S.: Kiefern in der prallen Sonne sind sicher nicht geeignet für eine Isabellae-Zucht. Angeblich sind die Habitate im Wallis eher auf teilweise schattigen Standorten. Bei Freilandzuchten wird die Einstrahlung der Sonne oft unterschätzt. Ich versuche immer einen Ast auf der Ost- oder Nordseite als Futter zu verwenden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von wern ()

    • Hallo Dennis,
      um deine Frage zu beantworten, ja, die Raupen haben an der Kiefer heruntergehanden und waren dürr. Man könnte auch sagen ausgetrocknet. Aber ausgetrocknet nach Tot durch Infekt oder fehlende Feuchtigkeit, kann ich jetzt nicht mehr beurteilen. Na ja, aller guter Dinge ist ein Neuanfang.

      Und dir Werner, nochmals vielen Dank für deine Tipps und deinen Glückwunsch für den Erfolg zukünftiger Zuchten. Ich hatte die Plastikboxen auch mit heißem Wasser ausgespült, hat aber nichts geholfen. Wie gesagt, jetzt desinfiziere ich sämtliche Zuchtbehälter und werde zukünftig auf Massenzuchten verzichten. Das war mir eine Lehre. Aber man lernt ja nie aus, auch als langjähriger Entomologe.
      Allen ein Dankeschön für Antworten und Tipps.
      Viele Grüße
      Dieter
    • Hallo,

      Da ich schon seit Jahrzehnten alle möglichen Schmetterlingsarten, darunter auch viele als 'heikel' geltende, gezüchtet habe, seien mir einige Hinweise bzgl. der Problemdiskussion gestattet. Zum einen- Massenzuchten sind meistens ein Problem, da dann leicht Infektionen auftreten können, was auch in der Natur passiert. Insbesondere Virosen (also durch Viren ausgelöste Erkrankungen) raffen in kürzester Zeit die ganze Zucht dahin, eine 'Heilung' ist nicht möglich! Zweitens- Nach meiner Erfahrung ist die Hygiene das A&O! Keine Schimmelbildung aufkommen lassen und die Zuchtbehälter regelmäßig desinfizieren. Meine Zuchten werden idR. in Plastikdosen durchgeführt, diese lassen sich sehr gut mit Peroxid-haltigen Wäschereinigern ausspülen; in härteren Fällen empfiehlt sich der Einsatz von starken Laugen (chem. Abflußreiniger - VORSICHT bei der Anwendung wg. Verätzungsgefahr!).
      Dabei nicht die Deckel der Behälter und Gerätschaften wie Pinzetten vergessen; auch die HÄNDE immer gründlich waschen!!! Eine böse, oft verkannte Infektionsquelle sind, bei Zuchten auf eingefrischtem Futter, die Gefäße,in denen das Futter im Wasser steht. Sofern die Gefäßmündungen nicht sorgfältig (zB. durch Watte) abgedichtet werden, fällt unweigerlich Kot hinein, was - gerade bei warmen Bedingungen - zu einer Bakterienexplosion führt; diese werden mit dem Saftstrom aufgenommen und infizieren dann via den Blättern die fressenden Raupen. Letztlich noch ein - aus meiner Sicht ganz entscheidender - Hinweis: bei Gefäßzuchten (von wenigen Ausnahmen abgesehen) niemals NASSES oder VOLLSAFTIGES FUTTER anbieten. Auch wenn ich immer wieder den Einwand höre, dass die Viecher in 'freier Wildbahn' auch mit Nässe konfrontiert werden und dies bestens überleben- unter Zuchtbedingungen geht dies mit - tödlicher - Sicherheit schief...

      In diesem Sinne, beste Grüße,
      Hans
      HM
    • Heune schrieb:

      ja, die Raupen haben an der Kiefer heruntergehanden und waren dürr
      Das ist meiner Ansicht nach kein Anzeichen von Vertrocknung. wenn die Raupen an der Futterpflanzer "herrunterhängen" und schlaff oder dürr sind, spricht das eher für eine Infektion. Die Raupen können dann auch vertrocknet aussehen, weil sie dann durch den Flüssigkeitsverlust der durch die Infektion hervorrgerufen wird, ebenfalls innerlich vertrocknen. Wenn Raupen wegen fehlender Luftfeuchtigkeit oder generellem Flüssigkeitsmangel vertrocknen, hängen sie meistens nicht, sondern werden einfach im lebenden Zustand zunehmend kleiner, fallen irgendwann runter und sind dann teilweise wirklich extrem klein zusammengetrocknet.
      Wie schon gesagt hilft da nur gute Hygiene. Das Futter oft wechseln, die Käfige (oder Dosen) und auch Wassergläser regelmäßig reinigen oder wechseln. Mein Desinfektionsmittel der Wahl ist Ethanol. Ich hab irgendwie das Gefühl hier benutzen das nicht so viele, aber vielleicht täuscht das. Ich finde das am praktischsten und einfachsten. Es ist überall leicht zu bekommen, nicht schädlich für einen selbst oder die Raupen (es sei denn man badet die Raupen darin oder trinkt es). Zudem verdunstet Ethanol sehr schnell, sodass die Behälter sofort wieder trocken und einsatzbereit sind. Nicht umsonst wird es auch in vielen Laboren bevorzugt für diese Zwecke eingesetzt.

      Gruß Dennis
    • Hallo Hans,
      vielen Dabk für deine Tipps. Den Tipp mit den mit Wasser gefüllten Gefäßen für eingefrischtes Futter ist für mich sehr interessant und hilfreich, denn ich habe zwar die Öffnungen gut abgedichtet aber es sind immer wieder einzelne Kotteile ins Wasser gefallen, insbesondere, wenn es sich um kleine Kotteilchen gehandelt hat. Die Vermutung, daß "verseuchtes Wasser" eventuell auch ein Grund für das Sterben der Raupen sein könnte, hatte ich auch sclhon einmal. Aber ich habe nichts unternommen, also das Wasser nicht erneuert und es 2-3 Tage stehen lassen. Also diesen deinen Tipp werde ich nun konsequent befolgen.
      Nochmals vielen Dank für deine Tipps.
      Viele Grüße
      Dieter
      Colector's Secret
    • Hallo Dennis, Werner, Hans ud Manfred,
      so ganz langsam komme ich dem Totalausfalls der Raupen auf den Grund. Ich glaube folgende Gtünde sind dafür verantwortlich::
      1. Massenzuchten vermeiden,
      2. Wenn möglich Zuchten im Freien halten (natürlich geschützt),
      3. Nicht zu lange mit der Hygiene warten, also täglich säubern bei dieser Hitze,
      4, Das Wasser in Behältnissen für eingefrischtes Futter ständig erneuern, Öffnungen abdichten, damit keine Kotteilchen ins Wssser fallen, um bakterielles Wasser zu vermeiden,
      5. Käfige und Plastikboxen immer wieder desinfizieren (Ethanol,also Methylalkohol oder Flächendesinfektionsmittel wie Buraton)
      6. Nicht zu viele Raupen in einen Zuchtkäfig geben,
      7.Die Feuchtigkeit muß stimmen,
      8. Raupen bei Zimmerhaltng, luftig halten und vielleicht auch noch andere Gründe.
      Nun, ich habe meine Erfahrung gemacht und danke für die hilfreichen Tipps. Allen zusammen nochmals ein Danke schön.
      Gruß
      Dieter
    • Trotz der Hitze und Trockenheit laufen die sogenannten 08/15 Zuchten gut.
      Jedoch mit den Graellsia erfolgte ein Totalausfall...... bei mir und 5 anderen Züchtern. Verschiedene Kopulas - Zucht an 6 verschiedenen Standorten und überall das gleiche. Ab L3 hingen sie Tod am Futter und dies auch an der lebenden Futterpflanze und keine Massenzucht. Ursache: wissen die Götter wir haben nichts anderes gemacht wie die letzen Jahre :nixweiss: .
      Von einem befreundeten Züchter der keine probleme hatte weiss ich aber; dass es nur kleine Puppen ergeben hat.

      Uwe
    • Hallo Uwe,
      die Ausfälle bei isabellae kann ich mir nur damit erklären, dass es in der Tat an den unterschiedlichen Zuchtstandorten zu warm und trocken ist: Isabellae kommt natürlicherweise eher in den höheren Lagen der Gebirge vor, wo sicherlich andere Temp./Feuchteverhältnisse - insbes. zwischen Tag u. Nacht - existent sind, als in den tieferen Lagen.
      Aber das ist spekulativ; ich denke nicht, dass die Ursache für das Zuchtversagen geklärt werden kann.
      LG,
      Hans
      HM
    • Hallo Uwe und Hans und die anderen Antworter zu meiner Fragestellung,

      Eine gute Nachricht habe ich noch. Ich hatte im Mai 2018 36 Eier von Andreas Weitzmann bestellt. Davon sind leider nur 25 Räupchen geschlüpft, der Rest war unbefruchtet. Von diesen 25 Rüupchen sind mir leider 13 Räupchen eingegangen, aber 12 Raupen konnte ich im Kokon zur Verpuppung bringen. Das ist meine gute Nachricht. Die Räupchen, die ich von schweizer Anbietern erhalten habe, und alle sind erfreulicherweise zu fast 100 % geschlüpft, sind mir in der Zucht Mitte Juni/Juli alle eingegangen( haben tot am Boden gelegen oder tot im Geäst von gewässerten Kiefern gehangen, wie bei "Chutz"auch). Die von Andreas Weitzmann konnte ich mit 12 Kokons zur Verpuppung brimgen. Die Zucht war also im Mai/Anfang Juni zum Teil erfolgreich.
      Vielleicht ist dies eine Erklärung zur Zucht. Mai und Anfang Juni keine große Hitze und hin und wieder Regen. Juni / Juli große Hitze (bis zu 33 Grad Celsius) ohne viel Regen. Selbst die Raupen, die ich in meinem Garten geschützt an Kiefer ausgesetzt habe sind eingegangen. Ich vermute als Fazit, zu viel Trockrenheit.
      Selbst Bäume verlieren Rinde wegen der Trockenheit. Es könnte also sein, daß die Kiefernnadeln nicht genurg Wasser aufnehmen und bei Raupenaussätzen ins Freie unter Schutz nicht genügend Saft haben. Dies ist aber nur eine Vermutung, kein Nachweis.
      G. isabellae lebt in Spanien in einigen Gegenden, wo es auch kalte Winter (auch um Madrid) gibt. Es könnte also sein, daß in diesen Gegenden mehr Feuchtigkeit herrscht. Diese Feuchtigkeit dann auch hier bei der Zuch herzustellen ist vielleicht nicht so einfach. Bei Besprühren (Wassernebel) mit Wasser bedeutet bei hohen Temperaturen schnelle Virus und Bakterienvermehrung, auch an einem Tag. Auch Ultraschallvibrationen mit kleinesten Wassernebeln ist nicht hilfreich, da entsprechende Vorrichtungen und Zuchtbehälter notwendig sind.

      Ich würde mich über Antworten von G. isabellae Züchter freuen, die dieses Jahr erfolgreich gezüchtet haben oder auch keinen Erfolg hatten, wie auch immer.
      Vielen Dank
      Dieter
    • Ich wage mal eine These. Der Grund liegt in den Nadeln der Kiefern, die verfüttert wurden. Nadeln enthalten sehr viel Harz und sogenannte Terpene, gerade Kiefern. Bei extremer Trockenheit ist der Gehalt der Terpen in den Nadeln erhöht. Terpene sind Pflanzengifte. Das macht den Raupen solange nichts aus, bis Schwellen überschritten werden. Ich hatte mal das gleiche Problem mit Liguster in einem extrem trockenen Sommer. Egal was ich züchten wollte, alle starben. In anderen Jahren vom gleichem Strauch keine Probleme. Wie gesagt ist alles Vermutung nicht Wissen.
    • Hallo Dieter,
      schön, dass Du wenigstens einige Puppen aus meinen Eiern erhalten hast, wenn die Schlupfrate schon nicht gut war.
      Bei mir ist die Zucht von G. isabellae ganz normal fast ohne Verluste verlaufen. Ob das jetzt daran gelegen hat, dass meine Falter früher dran waren als diejenigen der Schweizer Anbieter, kann ich Dir auch nicht sagen. Das einzig Ungewöhnliche ist das Geschlechterverhältnis. Ich habe doppelt so viele weibliche Puppen wie männliche.

      Gruß Andreas
    • Hallo Frank und Andreas,
      vielen Dank für eure Antworten. Ich werde die Gründe weiter recherchieren. Einen Hinweis muß ich aber noch geben zur Kopula. Vor einigen Wochen war es sehr schwül daußen (ca. 28 Grad Celsius).
      Ich dachte, das ist genau richtig für eine Kopula (schwül und sehr warm). Habe 1 ♀ und später am Abend 2 ♂ dazugesetzt ohne zu achten auf Lockung des ♀. Morgens keine Kopula bemerkt. Das ♀ hat dann am nächsten Tag Eier gelegt. Habe sie dann eingesammelt in der Annahme, diese seien nicht befruchtet und aufgehoben und siehe da, 14 Tage später sind Räupchen geschlüpft.
      Aber leider sind mir auch diese alle eingeganen.
      Gruß
      Dieter
    • Spannend die verschiedenen erfahrungen die hier veröffentlicht werden und trotzdem tappen wir im dunkeln.
      Franky: gute Theorie aber ich halte mal dagegen mit: wieso sind die Raupen an eingetopften Pinus (gut gewässert nicht zu trocken) an schattigem (Morgensonne) ebenso eingegangen wie die am Schnittfutter???

      Uwe
    • Die Emissionen von Monoterpenen und Sesquiterpenen (bei pinus sylvestris vor allem delta-caren alpha- und beta-pinen und ß-caryophyllene) sind vor allem temperatur und lichtabhängig - trockenheit selbst ist natürlich noch ein weiterer Stressfaktor der das ganze verstärkt. Vielleicht war es einfach insgesamt heiß genug dass alle deine Pinus Bäume genug emittiert haben und die raupen zu töten. Gerade bei Sesquiterpenen (rein temperaturabhängige Emissionen) weiß man gar nicht warum diese ausgestoßen werden aber eine Theorie ist dass Pflanzenschädlinge damit abgewehrt werden sollen... Würde zumindest mit dieser Beobachtung gut passen.
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