Insektenbörse am 3. 11.2018 in Frankfurt

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    • Insektenbörse am 3. 11.2018 in Frankfurt

      Hallo liebe Actias Freunde,

      ich habe eine Frage.

      Mein Bruder und ich waren am Samstag, den 3. November diesen Jahres auf der Insektenbörse in Frankfurt. Ein Massenbetrieb aber hoch interessant, weil viel Interessantes angeboten wurde. Als Beispiel: Ein Zwitter von Graellsia isabellae für 3.200,- Euro. Die rechte Seite komplett ♀, die linke Seite komptell ♂. Nun werden ,wie stets, eine Menge an ausländischen Insekten , zum Teil auch lebend als Puppen oder Raupen, angeboten. Und nun meine Frage. Wie kriegen die Anbieter diese Insekten aus dem Ausland über den deutschen Zoll? Es werden ja nicht alle ausländische Insekten in Deutschland gezüchtet. Habt ihr eine Erklärung? Danke für Antworten.

      Gruß

      Dieter
      ENTOMO-SATSPHINGIA
    • lieber Dieter ich war zwar diesmal nicht auf der Börse in Frankfurt., aber da werden bestimmt legal und sicherlich auch Illegal Tiere transoprtiert. Vor über 30 Jahren war in München der Bund Naturschutz auf der Börse und hat beschalgnahmt- mit Verhaftung was ich danach erfahrnen habe. Seit dem ist dei Börse in München Tod die Früher so groß war wie Frankfurt. DA ich mit meine Tropischen Sphingidae kaum probleme bekomme so sind bestimmt "schwarze Schafe "darunter. Grüße Michi
    • Lieber Dieter,
      das ist eine komplexe Frage von Dir.
      Auf was spielst Du genau an ? Artenschutz ?
      Warum sollte ich Insekten nicht legal durch den deutschen Zollbekommen ?
      Sollte es sich um eine geschützte Art handeln, dann eben mitden nötigen Papieren (z.B. Cites etc.)
      Ggf. muss ich Einfuhrsteuern und Zoll bezahlen.
      Bei Lebendmaterial brauche ich im schlimmsten Fall dann auch noch dieUnbedenklichkeitsbescheinigung eines Amtsveterinärs.
      Ich glaube nicht, dass heutzutage noch im großen Stil „illegal“auf Börsen verkauft wird.
      Da braucht es auch keinen Bund Naturschutz, da hat derBörsenveranstalter schon im eigenen Interesse ein Auge drauf.
      Die meisten Aussteller sind altgediente Profis, die kennen die Börsenordnung in und auswendig und halten sich auch daran. :)
      Gruß
      Andreas
    • Menetriesi schrieb:

      Bei Lebendmaterial brauche ich im schlimmsten Fall dann auch noch die Unbedenklichkeitsbescheinigung eines Amtsveterinärs.
      Wenn dieser "schlimmste Fall" eintritt, bezahlst du allein dafür schon über 100,00€ Gebühren, unabhängig vom Ausgang. Ganz abgesehen von der weiteren Verlängerung der Versandzeit und damit Steigerung der Probleme für die lebenden Tiere.
      In Europa stellt diesbezüglich der Deutsche Zoll bei der Durchsetzung wohl die mit Abstand uneingefochtene Spitzenposition dar.
      Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen,
      aber haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun,

      Orson Welles


      Homepage
    • Hallo,

      ich besuche die Insektenbörse in Ffm seit vielen Jahren und kenne etliche Aussteller persönlich. Daher weiß ich, dass der Zoll/die amtlichen Naturschutzbeauftragten immer wieder 'Razzien' durchführen und schon mal geschützte Tiere (meist P. apollo) beschlagnahmen und empfindliche (Geld-)Strafen verhängen! Daher werden alle Aussteller dringlichst auf die Börsenordnung hingewiesen. Somit ist die 'Illegalität' offiziell kein großes Thema (mehr); aber was so vor dem Börsensaal ablaufen mag, ist eine andere Frage...

      VG, HM
      HM
    • Naja und wenn man ehrlich ist, wurde auch zB. Apollo und Z. polyxena (zumindest dieses Jahr) dennoch (selbst offen) angeboten. Und dabei reden wir ja nur von den höchst illegalen Arten...die restlichen bei uns streng geschützten Arten ignorieren wir dabei einfach mal^^
      Aber gut, das muss ja jeder selbst wissen, was er riskiert. Wenn derjenige ein paar Tiere für nen Tausender verkauft -und gleichzeitig vielleicht ein paar hundert Strafe zahlen muss, werden wohl einige die Gefahr in Kauf nehmen.

      LG,
      Toni
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
    • spinne schrieb:

      Menetriesi schrieb:

      Bei Lebendmaterial brauche ich im schlimmsten Fall dann auch noch die Unbedenklichkeitsbescheinigung eines Amtsveterinärs.
      Wenn dieser "schlimmste Fall" eintritt, bezahlst du allein dafür schon über 100,00€ Gebühren, unabhängig vom Ausgang. Ganz abgesehen von der weiteren Verlängerung der Versandzeit und damit Steigerung der Probleme für die lebenden Tiere.In Europa stellt diesbezüglich der Deutsche Zoll bei der Durchsetzung wohl die mit Abstand uneingefochtene Spitzenposition dar.


      Meine Antwort bezog sich auf die Frage von Dieter.
      Ich meinte also nicht Postversand, sondern wenn ich aus dem Ausland anreise um z.B. als Aussteller an einer Insektenbörse in Deutschland teilzunehmen.
      In den letzten 4 Jahren bin ich 9 x mit Material im Gepäck eingereist und hatte dies auch beim Zoll deklariert.
      In 2 Fällen wurde auf Wunsch des Zollbeamten (wohl eine Ermessensentscheidung) ein Amtsveterinär hinzugezogen. Für die Bescheinigung musste ich je 56,--EURO vor Ort berappen. (2016 und 2017)
      Der Zeitaufwand war vertretbar. Wenn ich nicht mit dem Veterinär solange gequatscht hätte, wäre ich wohl nach 45 Minuten fertig gewesen.
      Ob dies den Aufwand lohnt muss natürlich jeder selbst entscheiden. Klar macht es einen Unterschied, ob ich als Urlaubsreisender ein Dutzend Raupen einer mehr oder weniger häufigen Spezies mit mir schleppe oder ob ich hochwertiges Material für eine Börse mitbringe.
      Flughafen Frankfurt scheint besonders kleinlich zu sein. Dort wird u.U. auch ein Veterinär bei der Einfuhr von Trockenmaterial hinzugezogen. Angeblich um festzustellen, ob das Material mit Schimmelpilzen o.ä. behaftet ist.
      Gruß
      Andreas
    • Toni Kasiske schrieb:

      Aber gut, das muss ja jeder selbst wissen, was er riskiert. Wenn derjenige ein paar Tiere für nen Tausender verkauft -und gleichzeitig vielleicht ein paar hundert Strafe zahlen muss, werden wohl einige die Gefahr in Kauf nehmen.
      Es lebe die Übertreibung!!!
      Auf den Börsen selbst sicher nicht, Toni.
      Wenn dann im "stillen Kämmerlein" oder "vor´m Eingang um die Ecke rum"...

      Auf den Börsen wird mittlerweile sehr wohl darauf geachtet was in welcher Form angeboten wird, wo es herkommt etc.
      Zugegeben: mal mehr, mal weniger. Das ist abhängig vom Wissenstand der Aussteller und der Kontrolleure und des Veranstalters. Es ist auch nicht ganz einfach da den Überblick zu behalten.

      Wer sich als Aussteller auf Börsen begibt weiß zumindest um die Vorschriften bezüglich WA.

      Was immer wieder passiert sind angebotene FFH IV Tiere, meist von Ausstellern aus osteuropäischen oder südeuropäischen Ländern, die sich des internationalen Schutzstatus nicht bewusst sind. Denn...wer würde schon eine Geldstrafe von einigen tausend Euro riskieren um 10 Zerynthia polyxena für je 4,-€ im Kasten anzubieten. Oder 20 Puppen von Proserpinus proserpina zu je 3,-€?
      Das sind Leute, bei denen diese Arten direkt vor der Haustür in Menge fliegen und nicht darauf kommen, dass diese Arten in Europa solch einen Schutzstatus genießen.
      Das kennen wir doch alle.
      Wenn du diese Leute dann drauf hinweist, werden die froh drum sein und die Tiere sofort weg packen. Ist doch klar.
      Aber deshalb ist eine Börse noch lange kein Bereich wo in großen Stil solche Tiere bewusst vertickt werden!

      Und es gibt genügend Präparate, die aufgrund ihres Aufsammeldatums nicht unter die FFH-Vorschriften fallen.
      Diesen Präparaten siehst du ihr Alter oft auch an.

      Toni Kasiske schrieb:

      Und dabei reden wir ja nur von den höchst illegalen Arten...die restlichen bei uns streng geschützten Arten ignorieren wir dabei einfach mal^^
      Und auch für die gibt es genug Ausnahmen, so dass ein solches Tier nicht einfach illegal sein muss.
      Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass die meisten angebotenen Tiere auf den Börsen, die unter dem Schutzstatus "besonders" oder "streng" geschützt laufen, völlig legal angeboten werden, weil die möglichen Ausnahmeregelungen eine legale Aufsammlung und Vermarktung in Deutschland möglich machen.
      Es wird nur auf den IB nicht so konsequent "gelebt" bezüglich Dokumentation wie es eigentlich gefordert ist.

      Diese Tiere, die Preise von tausenden Euro erzielen sind in der Regel nicht mal geschützt, ob nun international oder national.
      Den Preis den diese Tiere erzielen liegt in ihrer Seltenheit begründet und nicht daran, dass sie nicht gefangen und vermarktet werden dürfen.
      Oder die artenschutzrechtlichen Hürden sind nicht unüberwindbar, so wie bei den Ornithopteren.
      Und die paar Tabu-Arten aus den Familie der Papilio....die bekommst, wenn überhaupt, wohl eh nur ausserhalb der Börsen.
      Wer wäre den so blöd und das mehr oder minder offen auf einer Börse zu machen?

      Und wenn ich unbedingt ein Tier, der absoluten Vorzeigeart für den internationalen Artenschutz kaufen möchte....illegal....ganz frisch von 2018....sprich einen Parnassius apollo, und ich bin mir sicher, dass es einige Idioten gibt die so was anbieten, weil es andere Idioten gibt die so was unbedingt haben wollen....was wird wohl der Preis sein?
      20,-€ oder vielleicht 30,-€?
      Komm......und dafür das Risiko auf sich nehmen?
      Was für ein Quatsch!
      Da muss ich viel verkaufen um die ersten tausend von dir erwähnten Euro zu knacken.

      Da ist mit anderen Dingen leichter und schneller Geld zu machen.

      Also...bitte sachlich bleiben was den Verkauf von tatsächlich oder scheinbar illegalen Tieren betrifft.

      Ich bin nicht so blauäugig, dass ich solch ein illegales Geschehen ausschließe und verleugne.
      Aber ich bin auch nicht so blauäugig, dass ich solch ein Geschehen in Masse ausgeführt nicht erkennen würde.
      Sprich die bekannten Schwarzen Schafe gab es, gibt es und wird es immer geben. Die Masse der Anbieter aber geht gesetzeskonform vor.

      Danke und Gruß
      Rudi
      Sphingiden - was sonst? 8o Sphingids - what else?
    • Toni Kasiske schrieb:

      Naja und wenn man ehrlich ist, wurde auch zB. Apollo und Z. polyxena (zumindest dieses Jahr) dennoch (selbst offen) angeboten. Und dabei reden wir ja nur von den höchst illegalen Arten...die restlichen bei uns streng geschützten Arten ignorieren wir dabei einfach mal^^
      Aber gut, das muss ja jeder selbst wissen, was er riskiert. Wenn derjenige ein paar Tiere für nen Tausender verkauft -und gleichzeitig vielleicht ein paar hundert Strafe zahlen muss, werden wohl einige die Gefahr in Kauf nehmen.

      LG,
      Toni
      Toni hat schon recht, es gibt natürlich immer wieder schwarze Schafe die geschützte Arten illegal verkaufen (insbesondere auf Ebay)
      Andererseits, allein die Tatsache, dass eine geschützte Art zum Verkauf angeboten wird, muss nicht unbedingt bedeuten, dass der Verkauf illegal ist.
      Nur als Beispiel: Zu meiner großen Verblüffung wurden dieses Jahr beim Auktionshaus Muizon-Rieunier 2 Pärchen von Ornithoptera alexandrae versteigert. Eine Cites Anhang I Spezies !!! Der Verkauf, Erwerb und Besitz (zumindest in der EU) waren legal. Den erfolgreichen und solventen Bietern wurden alle hierfür erforderlichen Papiere ausgehändigt.

      Anbei der link zu dieser Auktion:

      Vente aux encheres - HISTOIRE NATURELLE - Muizon - Rieunier

      Gruß
      Andreas
    • Rudi schrieb:

      Es lebe die Übertreibung!!!
      Auf den Börsen selbst sicher nicht, Toni.
      Okay, wenn ich drüber nachdenke, gebe ich dir vollkommen Recht, Rudi.
      Ich kenne die Preise nicht wirklich - hatte nur die Preise von legalen Parnassius im Kopf, die durchaus häufig über 100€ liegen, und hätte erwartet, dass apollo mind. in ähnlichen Kategorien liegt. War wohl etwas optimistisch gedacht.

      Rudi schrieb:

      Was immer wieder passiert sind angebotene FFH IV Tiere, meist von Ausstellern aus osteuropäischen oder südeuropäischen Ländern, die sich des internationalen Schutzstatus nicht bewusst sind
      Auch da würde ich dir absolut zustimmen. Ich erkenne aber den Widerspruch zu meinem oben Gesagten...was ich damit dann tatsächlich so auch wieder zurücknehmen würde.

      Rudi schrieb:

      Und es gibt genügend Präparate, die aufgrund ihres Aufsammeldatums nicht unter die FFH-Vorschriften fallen.
      Ebenfalls Zustimmung. Ich bin nur einmal schnell durch die große Halle gegangen und habe dabei eben die von mir erwähnten apollo und polyxena gesehen. Was davon nun legal war kann ich so tatsächlich nicht beurteilen.
      Da viele Anbieten sowieso nicht aus Deutschland kommen, kannst du vielleicht sogar mit deiner Aussage bzgl. der besonders/streng geschützten Arten Recht haben, da sie vermutlich zum Großteil legal entnommen wurden.

      Rudi schrieb:

      Sprich die bekannten Schwarzen Schafe gab es, gibt es und wird es immer geben. Die Masse der Anbieter aber geht gesetzeskonform vor.
      Das sowieso. Das würde ich auch nie behaupten wollen -wenn, dann handelt es sich sowieso nur um Ausnahmen.

      Also ich gestehe meinen Fehler ein - ich kann dazu eigtl. nicht viel sagen, außer eben erwähnte, geschützte Arten gesehen zu haben. Der Rest war Vermutung.

      Beste Grüße,
      Toni
      Rechtschreibefehler sind gewollt und dienen zum Test der Leseaufmerksamkeit und Erheiterung des Forums;)
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