Frage: Schmetterlinge spannen/ Ausrichtung des Kopfes und der Antennen

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    • Frage: Schmetterlinge spannen/ Ausrichtung des Kopfes und der Antennen

      Ich habe mal eine Frage zum Präparieren von Schmetterlingen.

      Wie bekommt man es hin, dass der Kopf des Schmetterlings wieder gerade und symmetrisch sitzt.

      Bei diversen Tütenfaltern, speziell bei Graphiums (agamemnon, sarpedon, doson) sind die Köpfe sehr oft um 90 Grad um die Hauptachse rotiert.
      Man kann zwar dann trotzdem die Antennen nach rechts und links bis unter die Spannstreifen bringen. Das Endergebnis wirkt aber trotzdem schief (was es ja auch ist) und der Falter ist unsymmetrisch.

      Den Kopf auf dem Spannbrett mit irgendwelchen Nadeln gerade zu richten will mir auch nicht recht gelingen.

      Hat da jemand einen Tip für mich ?

      Eventuell den Kopf vor dem Spannen irgendwie gerade drehen und dann vielleicht mit Insektenleim fixieren ?

      Gruß
      Hermann
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      ENTOMO-SATSPHINGIA
    • Moin

      Sphingiden haben dasselbe Problem.
      Ich drehe den Kopf händisch oder mit ner Pinzette um ihn wieder "beweglich/gängiger" zu machen.
      Steckt das Tier auf dem Brett wird als erstes der Kopf gerade gerichtet und mit starken Insektennadeln Grösse 5 fixiert/seitlich gestützt.
      Jetzt auch den Körper mit starken Nadeln seitlich gegen das Drehen fixieren..
      Beim spannen der Flügel verschiebt sich das meist wieder mehr oder weniger, nichtsdestotrotz geht es danach dann viel leichter auch die Fühler und Kopf symmetrisch auszurichten.
      Es kappt aber nicht bei jedem Tier, das muss ich zugeben.

      Rudi
      Sphingiden - was sonst? 8o Sphingids - what else?
    • Hallo,
      ich klemme in die Rinne des Spannnbretts unter den Kopf des Falters meist ein kleines Schaumstoff-Klötzchen (Reste von Insektenkasten-Auslagen-Schaumstoff), in das ich vorher mit einer Schere eine Kerbe für die Palpen und den Rüssel geschnitten habe, und das dann den Kopf mehr oder weniger abstützt und ein Rotieren verhindert. Klappt auch nicht immer gut und ist oft eine ziemliche Fummelei, aber bei Tütenfaltern kriegt man den Kopf meiner Erfahrung nach "freischwebend" nur ausnahmsweise gerade hin. Beim Abnehmen der Falter ziehe ich dann erstmal das Schaumstoffklötzchen SEHR vorsichtig mit Pinzette und Nadel unter dem Kopf wieder hervor, damit beim Anfassen der (zentralen) Insektennadel nicht der Kopf oder die Antennen abbrechen, das kann sonst leicht passieren.
      Es stimmt freilich, gerade bei so manchen Graphium's (aber auch z.B. Kallima u.a) ist das mit dem Kopf eine richtige Herausforderung, da der einerseits sehr breit ist und andererseits die Vorderflügelkanten basal so stark nach vorne geschwungen sind, daß kaum genug Platz bleibt.
      Schöne Grüße,
      Markus.
      :blume: :blume:
    • Hallo,

      klingt jetzt vielleicht brutal, aber ich habe bei mehreren Tütenfaltern tatsächlich den Kopf abgetrennt und mit einem winzigkleinen Tropfen Leim wieder in der richtigen Position angeklebt. Die Fühler habe ich dann ohne Probleme unter Spannstreifen fixiert. Ich fange da auch immer an zu fluchen, wenn der Kopf nicht so will, wie ich^^, deshalb die etwas ruppigere Variante, die sicherlich nicht jeden gefällt.

      Lg Christian
    • Moin Moin,
      einen Kopf abtrennen und dann wieder ankleben halte ich für nicht gut, denn dann verliert der Falter seinen wissenschaftlichen Wert und ist für taxonomische Arbeiten praktisch unbrauchbar. Es wäre dann ja nicht auszuschliessen, dass einmal Köpfe vertauscht worden sein könnten. Wir haben für unsere Saturniiden die Rinnen der Spannbretter mit Watte "ausgestopft". Dadurch wird einmal verhindert, dass der Hinterleib absackt und auch, dass der Kopf / Antennen absacken. Zuerst wird der Kopf in die richtige Haltung (über)gedreht. Etwas mehr ist besser, denn die "federn" gelegentlich leicht zurück. Danach wird der Falter erst in die Rinne gesteckt. Zuerst werden dann die Antennen auf der Watte in Position gebracht und mit einem quer gelegten Spannstreifen flach fixiert, der aber nur mit 2 Nadeln am Rande der Rille fixiert wird. Danach kommen erst die Flügel dran. Die Flügel und ihre Spannstreifen überdecken dann etwas den Spannstreifen der Antennen. So bewegt sich während der Trocknungsperiode auch kein Kopf. Mit etwas Übung dauert die Präparation nicht wesentlich länger, denn man spart sich die Nadeln für Körper und Antennen.
      Grüsse
      Ulrich