Hummelschwärmer - Männchen oder Weibchen?

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Cage
  • Hummelschwärmer - Männchen oder Weibchen?

    Hallo,

    Ich habe gerade diesen Hummelschwärmer gefangen und möchte gerne wissen, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt.

    Falls es ein Weibchen ist, würde ich es gerne Eier legen lassen. Reicht es da, wenn ich ein Ästchen Rote Heckenkirsche in den Flugkäfig (40x40x60 cm) hänge? Oder muss ich noch etwas beachten?

    LG Gabriel

    PS.: Ich hoffe, dass die Fotos für eine Geschlechterbestimmung ausreichen
    Buy and Sell with Peace of Mind
  • Moin Gabriel,

    das sollte ziemlich sicher ein Männchen sein, erkennbar an den verhältnismäßig dicken Fühlern.

    Zur Eiablage sollte man die Tiere mit Zuckerwasser gut füttern, den Flugkäfig in der Sonne platzieren, aber auch für ein bisschen Schatten sorgen, damit die Tiere sind zur Not zurück ziehen können.
    Und dann natürlich an der Decke und den bevorzugten Aufenthaltsplätzen ein paar Äste von Lonicera sp. am besten L. xylosteum platzieren.

    Gruß
    Rudi
    Sphingiden - was sonst? 8o Sphingids - what else?
  • Gern geschehen, Gabriel.

    Aber...wo fucifomis jetzt fliegt, sind auch Eier von ihnen ziemlich einfach zu finden.
    Sonnig stehende Lonicera xylosteum, gerne freiwachsende, krüppelige an Waldrändern, besonders gerne auf Kahlflächen, wo Windwurf war oder Käferbäume flächig abgeholzt wurden. Aber auch frische Heckenplanzungen, in denen Lonicera xylosteum mit beigemischt ist, aber auch alte Sträucher, aus denen auf der sonnigen Seite einzelne Äste heraus ragen.
    An diesen Pflanzen legt fuciformis gerne ab und oft auch in Menge.
    Die Äste einfach umdrehen und nach den leicht erkennbaren hell- bis blaugrünen ca. 1mm großen Eiern Ausschau halten.
    Bis zum ersten Fund dauert es meistens und wenn man mal ein Auge dafür hat, geht es zackig.

    Vor einer Woche bei einem Spaziergang im Altmühltal an einer Fichten-Käferfläche entlang hab ich nur mal interessehalber Äste gedreht und nicht lange gesucht.
    Es waren in 10 Minuten Spaziergang gut 40 Eier zu sehen. Schätzungsweise wären dort locker 200-300 Eier in ner Stunde zu finden gewesen, wenn es reicht.

    Hier je ein Bild von Josef und Moe, auf dem man das Ei schön sieht:



    Sphingiden - was sonst? 8o Sphingids - what else?
  • Danke, Rudi!

    Ich habe deinen Hinweisen gefolgt und an einer geeignet stehenden Heckenkirsche innerhalb von 10 Minuten 5 Eier von H. fuciformis gefunden :thumbsup:

    Danach habe ich auch noch an anderen Heckenkirschen gesucht, jedoch ohne Erfolg ||

    Heckenkirsche mit 5 Eiern:


    Ei:


    Heckenkirsche ohne Eier:
    Images
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  • Was noch interessant war festzustellen, war, dass alle 28 Eier, die ich gefunden habe, an Roter Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) abgelegt wurden, obwohl es noch einige andere Lonicera-Arten im Wald hatte, von welchen es etwa gleich viele Büsche hatte wie von L. xylosteum. Die Hummelschwärmer scheinen also, solange L. xylosteum vorhanden ist, die anderen Lonicera-Arten zu ignorieren.

  • Papilionidae wrote:

    Die Hummelschwärmer scheinen also, solange L. xylosteum vorhanden ist, die anderen Lonicera-Arten zu ignorieren.
    Eine "mutig" formulierte Annahme.
    Nur weil du keine Eier/Jungraupen von fuciformis auf den anderen Lonicera sp. gefunden hast, muss das nicht bedeuten, dass die Weibchen diese als Ablagepflanze ignorieren, sondern einfach, dass du eben nichts gefunden hast. 8)

    Anders rum formuliert: glaubst du die 28 Eier waren alle, die dort abgelegt wurden? :D
    Sphingiden - was sonst? 8o Sphingids - what else?
    ENTOMO-SATSPHINGIA
  • Lustigerweise habe ich bei mir genau die umgekehrte Situation, dass mit Abstand Lonicera periclymenum bevorzugt belegt wird. Auf Trockenrasen hingegen finde ich auch nur Eier an L. xylosteum, was aber einfach daran liegt, dass da sonst meist nix anderes vorkommt. Wenn man mich fragt gibt es keine Präferenz für die Lonicera-Art, es geht hauptsächlich um den Standort. Die Falter bevorzugen zur Eiablage prall sonnig stehende Pflanzen. In manchen Waldstücken stehen die Geißblätter sonnig und die Heckenkirschen nicht und in anderen ist es umgekehrt, daher ist dann auch bevorzugt die eine oder andere Pflanzenart belegt.


    Grüße Dennis
  • Ja die Weibchen locken auch durch Pheromone, ein Anflug ist bei gutem Wetter recht leicht zu erzielen
    und auch die Verpaarung selbst geht mit Freilandmännchen sehr unproblematisch von statten.
    Am besten Anflug hatte ich bei Sonnenschein und warmen Temperaturen, eine leichte Briese kann auch hilfreich sein, da die Pheromone so einfach besser verteilt werden.
    Im letztem Juni konnte ich durch zwei Zuchtweibchen innerhalb weniger stunden mehrere Männchen anlocken.


    Bei Macroglossum sollte es ähnlich sein, jedoch hab ich da noch keine Versuche gemacht.
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