Kleine Tour, back to Minois dryas meiner Jugend

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    Cage
    • Kleine Tour, back to Minois dryas meiner Jugend

      Vergangene Woche nutzte ich das Wetter um nach vielen Jahren wieder ein Biotop aufzusuchen, das ich aus meiner Jugend her kannte.
      Ich war dort sicher seit über 30 Jahren nicht mehr und es war damals schon fragwürdig, ob es langfristig überdauern und seinen kleinen Schatz, den es beherbergt erhalten könnte.

      Minois dryas, das Blaukernauge, flog dort in einer stabilen aber sehr kleinen Population. Und die Streuwiese mit den Pfeifengrasbeständen war schon zu Beginn der 80er Jahre am Zuwuchern durch Weiden, Hartriegel und Eschen.
      Aus persönlichen Gesprächen mit ein paar Leuten vom LBV wusste ich, dass zwei Enthusiasten versuchten die Freiflächen zu erhalten. Mit ihren sehr beschränkten Möglichkeiten, also 4 Händen, Handscheren etc.

      So war ich gespannt ob und was es noch zu finden gab.

      Am Rande des Gebietes wurde ich erst mal von den üblichen Verdächtigen begrüßt.


      Im "Zentrum" angekommen sah ich vorerst auch weiterhin nur Aphantopus hyperantus, Pieris sp. und Ochlodes sylvanus rum fliegen, als gut 20 Meter entfernt ein größerer dunkler Schmetterling aufflog und in meine Richtung kam. Kurz drauf war klar, es gibt noch Minois dryas hier. Ein schönes Erlebnis.
      Es war ein Männchen.


      Innert einer Stunde konnte ich mindestens 20 Tiere beobachten, einige sehr frisch andere schon ziemlich abgeflogen. Sowohl bei der Nahrungsaufnahme, als auch sich im Gras sonnend.



      Und auch zwei Kopulas waren zu sehen.


      Und meine Freunde aus der Zeckenfraktion hatten mich auch schnell als Leckerbissen entdeckt. Es dürften so um die 150-200 Tierchen gewesen sein, die sich Hoffnung auf meine Körpersäfte machten.

      Im Randbereich, an einem kleinen Entwässerungsgraben, blühten Wilde Pfefferminze und Dost, was für die dryas aus der Pfeifengraswiese mit den paar eingestreuten Scabiosen eine willkommene Abwechslung bedeutete.
      Dort fanden sich dann auch andere schöne Tiere ein.




      Und mit einem Mal war da plötzlich "Radau" neben mir: eine Kreuzspinne hatte ein altes dryas-Weibchen erwischt. Es dauerte keine Minute bis das Paket verschnürt war.


      Alles in allem eine schöne Erfahrung, dass doch noch nicht alles den Bach runter gegangen war, vielleicht auch nur weil sich ein paar unverbesserliche "Grüne" sich nicht davon abschrecken ließen, "dass eh schon alles zu spät sei".

      Und dieser hier flog zum Ende meiner Tour mir noch vor die Kamera.

      hoffentlich kein schlechtes Omen! :D
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